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Jupiter Jones über das Musikgeschäft: Rocken auch fürs Bankkonto
SPIEGEL ONLINEGeld wie Heu, Autos, jede Menge Groupies: Im Musikbusiness winken Ruhm und ewiger Wohlstand? Ein Märchen - davon kann die Band Jupiter Jones ein Lied singen. Gitarrist Sascha Eigner erklärt, wovon er lebt. Und zürnt über die Attacken ahnungsloser Piraten aufs Urheberrecht.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...831150,00.html
- #240 06.05.2012 13:40 von
Jup, gibt es, sorry, ist mir nach dem Abschicken auch aufgefallen das dort Contentindustrie hätte stehen sollen :(
Also wenn man sich gesellschaftlich darauf einigt das es Überwachung des Internets nicht geben wird und das die erste Abmahnung grundsätzlich kostenlos zu sein hat denke ich das wir auf die Legalisierung von P2P verzichten können.
Wenn dann noch die GEMA vernünftiger wird und die Politik auch noch transparenter und nicht irgendwelche Abkommen in Hinterzimmern aushandelt die nur durch einen Leak überhaupt öffentlich werden dann wird die Piratenpartei ganz schnell wieder in der Versenkung verschwinden.
Dann wird es den Piraten gehen wie es den Grünen geht seit die CDU den Atomaustieg beschlossen hat.
Aktuell aber kann die Piratenpartei nicht gross genug werden damit die Politiker merken das in einer Demokratie die Interessen aller berücksichtigt werden müssen und nicht nur die Interessen der Industrie. - #241 06.05.2012 13:47 von
Volle Zustimmung - zu praktisch dem ganzen Post.
Vor was hat man denn Angst? Ich denke eher davor, daß die Umsätze nicht immer mehr steigen, daß die Wasserköpfe eventuell weniger verdienen oder daß es nicht soviele qualitätsvolle Musik gibt, für die es entsprechende Hörer/Käuferzahlen gibt usw. Das kann sein allerdings sein - aber schlimm finde ich das nicht.
Mal muß doch mal erkennen, daß die digitalen "Contents" einfach eine super Möglichkeit darstellen, irgendeine erzeugte Ware OHNE jeglichen Material/Transport/Lagerhaltungsaufwendung zu verkaufen - endlos - immer. Dafür ist der Preis allerdings viel zu hoch - im Übrigen auch für CDs - gemessen an dem Aufwand der früheren LPs. Und damals ist auch niemand verhungert.
Bei einem Downloadpreis von 10 ct wird niemand irgendwas illegal downloaden. Kann man sich nicht vorstellen? ITunes mit 99ct konnte man sich auch nicht vorstellen. - #242 06.05.2012 14:02 von
Und dabei habe ich doch extra Contentindustrie geschrieben ;)
Ich sagte doch bereits das ich gerade das Gejammere durch Musiker nicht verstehen kann. Trotz der Möglichkeit des illegalen und kostenlosen Downloads werden so viele mp3 und Streaming-Flatrates gekauft das es massig Anbieter auf dem Markt gibt die offensichtlich alle davon leben können und nicht Pleite gehen.
Mit dem Angebot meinte ich auch eher das werbefinanzierte. Warum nicht einen Shop auf dem man mp3 mit niedriger Qualität werbefinanziert umsonst runterladen kann und mit hoher Qualität kaufen kann? Warum nicht das gleiche für Filme und pdf usw. etc.?
Wäre das nicht mal eine Superidee. Dann können die Sammler sich die Platte vollstopfen, die, welche es sich nicht leisten können, haben es wenigstens in niedriger Qualität und die, welche es mal probehören wollen vorm Kauf können das auch in niedriger Qualität und den Gewinn macht die Industrie statt Kim Dotcom. - #243 06.05.2012 14:19 von
@MuckiP: Jaja.
Haha! Von Ihnen lasse ich mir garantiert nicht vorschreiben, was ich in diese Diskussion einbringen darf und was nicht. Mein Kommentar ist relevant zum Thema des Artikels. sonst wäre er von der Moderation nicht freigegeben wurden. Was Sie davon halten tut nichts zur Sache.
Lassen Sie mal diese Unterstellungen. Ich nutze keine "frei verfügbare" Musik, es sei denn, Sie sprechen vom Radio. Ich selbst erwerbe die Linzenz für die Musik, die ich höre, in Form von second hand CDs und DVDs. Für eine Entkriminalisierung nichtkommerzieller Kopien bin ich aus pragmatischen Erwägungen. Die Prohibition hat auch nicht funktioniert und zahlreiche negative Konsequenzen gehabt.Auch wenn Sie, und viele andere Konsumenten die "frei verfügbare" Musik nutzen, das nicht hören wollen, es handelt sich nunmal um unrechtmäßiges Nutzen eines Produkts (um nicht das Wort Diebstahl in den Mund zu nehmen - wir alle wissen wohin diese Diskussion wieder führt).
Erstens will ich Ihre Brötchen nicht stehlen und zweitens bezweifele ich, daß Sie überhaupt welche backen. Wenn doch, dann höchstens ganz kleine.Es spielt nämlich im Endeffekt keine Rolle wie ich die Brötchen produziere, sondern einzig und allein um die Tatsache, dass Sie sich diese "magischen Brötchen" einfach nehmen würden, obwohl Sie genau wissen dass es nicht Ihre Brötchen sind (das nennt man dann auch Diebstahl). - #244 06.05.2012 14:35 von
Lieber Shlabotnik
Es ist schon manchmal schwer auszuhalten, dass immer wieder Leute ihre volkommene Ahnunglsosigkeit auch noch zum Besten geben. Sessionprofis in L.A., die mit Geheimformeln in 2 Tagen Alben aufnehmen. Blödsinnige Promotiontipps zur Frage Video oder nicht. Ja, die Musikindustrie hat in der Vergangenheit schwere Fehler gemacht und büßt dafür heute. Aber, die Annahme man kann in dieser Liga à la Hobbyband und Hobbystudio ein Album in 3 Tagen "einrumpeln" und auf den Markt werfen ist völliger Blödsinn. Es gibt eine Vorproduktion, ein Produzent mit frischem Gehörgang ist so gut wie immer ein muss und um die Songs brauchbar zu entwickeln sowie ein geiles Mixing sowie Mastering auf die Bühne zu stellen, nehmen sich Profis die Zeit die man für ein solches Unterfangen benötigt. Wir sind hier nicht bei Hobbybands und Videos braucht es gerade Heute natürlich. Überhaupt die Abrede zeigt, dass Sie keinen blassen Schimmer haben. Musiker müssen heute ganz klar mit Liveauftritten ihr Geld verdienen. Fürher machte man Liveauftritte um das Album zu promoten. Heute ist es andersherum. Aber Rechtfertigungen fürs kostenlose Herunterladen, wie die von Ihnen getätigte braucht kein Mensch und schon gar keine Band.
- #245 06.05.2012 14:47 von
Bei einem Downloadpreis von 10 Cent verdient aber auch keiner was mehr.
Schauen sie mal, was eine professionelle Musikproduktion so kostet. Wieviel wollen Sie denn davon verkaufen? Eine Million, nur zur Kostendeckung? iTunes behält 30 Prozent für ihre eigenen Kosten. Sind also allein 30 Cent für Apple pro Lied. - #246 06.05.2012 14:50 von
OK, ich gebe zu, das war nicht klar formuliert. Es ging um die Anzahl illegaler MP3s pro Person. Da bilden die Profimusiker in meinem Bekanntenkreis ganz eindeutig die Spitze. Und zwar um Größenordnungen.
Absolut gesehen ist das natürlich verschwindend, das gebe ich zu.
Und noch eine kleine Anekdote aus dem Rundfunk, erst kürzlich gehört. Moderator: "wir haben keine Aufnahme des gewünschten Stücks finden können. Mein Kollege W.R. hat auf seiner sehr großen Festplatte nachgesehen und auch nichts gefunden". Stellt sich mir die Frage, ob der Kollege W.R. wohl all diese Stücke auf seiner "großen Festplatte" legal erworben hat? Aber er wird wohl keinen Ärger bekommen, vermute ich.
Note bene: Das entschuldigt nichts. Ich bin immer noch der Meinung es sollte möglich sein, ein brauchbares DRM-Verfahren zu entwickeln, das dem Benutzer keine Steine in den Weg legt und das von allen Anbietern gleichermaßen verwendet wird. Und das auch die Anwender freier Software nicht ausschließt. - #247 06.05.2012 14:54 von
Da kommen wir doch, wenn auch nicht in jedem Punkt, so doch grundsätzlich zusammen.
Weder habe ich Interesse an einer Totalkontrolle des Netzes noch an völlig unverhältnismäßigen Strafen für Ersttäter.
Und Sie können bei den meisten legalen Portalen in die Lieder reinhören, AFAIK haben die jetzt auch diese 30-Sekunden-Sperre auf 90 Sekunden ausgedehnt. :)
Ansonsten ist der Raum völlig frei für alle möglichen Vertriebsideen!
- #248 06.05.2012 15:03 von
Was hier noch überhaupt nicht diskutiert wurde ist,...
dass es vermutlich auch die meisten der in diesem Forum postenden Schlaumeier völlig okay finden, wenn Leute wie Guttenberg & Co ihre Doktortitel abgeben müssen, eben weil sie das Urheberrecht mißachtet und von anderen Autoren (=Urhebern) abgeschrieben haben. Der Kleinbürger ergötzt sich jedesmal auf's Neue daran, wenn wieder einer gefunden wird, der bei seiner Doktorarbeit beschissen hat und daraus die Konsequenzen ziehen muß.
Würde man also - wie hier an vielen Stellen gefordert - das Urheberrecht abschaffen, bekäme Herr Guttenberg seinen Doktortitel zurück, denn er hätte ja "rechtens" gehandelt in Zeiten, wo das Kopieren dann offiziell erlaubt ist.
Und darüber denkt mal nach, liebe Leute, die Ihr hier die Meinung vertretet, geistiges Eigentum sei nicht schützenswert. Es ist nämlich nicht richtig, sich mit dem geistigen Eigentum anderer persönlichen Vorteil zu verschaffen, weder kommerziell noch im privaten. Auch Geld zu sparen ist übrigens kommerzieller Vorteil! - #249 06.05.2012 15:17 von
Wenn man mal aufhört den Konsumenten zu unterstellen das sie alles nur umsonst wollen und den Künstlern das sie reich werden wollen ohne zu arbeiten kommt man erstaunlich oft zusammen ;)
Ja, es freut mich das die Musikindustrie anfängt zu lernen und neue Geschäftsmodelle ausprobiert. Aber es frustet mich auch sehr das die Filmindustrie und jetzt auch die Verlagsindustrie nicht bereit sind aus den Erfahrungen der Musikindustrie zu lernen sondern den gleichen Weg nochmal gehen wollen. DRM, Kopierschutz, jammern und verklagen .... würde man es im Geschichtsunterricht hören wäre es äusserst amüsant aber es so mitzubekommen ist irgendwie traurig.
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