Die haben bestimmt alle bei den nach 2009 eiligst eingefuehrten "business ethics"-Vorlesungen gut aufgepasst ;-)
Susanne KraussBeim Wettbewerb "CEO of the Future" sollen junge Leute eine Handvoll Topmanager von ihren Führungsqualitäten überzeugen - eigentlich ein Anlass für biestiges Hauen und Stechen. Doch die Teilnehmer wollten lieber miteinander Skifahren.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-881463.html
Die haben bestimmt alle bei den nach 2009 eiligst eingefuehrten "business ethics"-Vorlesungen gut aufgepasst ;-)
Bekommt SPON eigentlich Geld, oder wieso berichtet man so oft über diese Veranstaltung. Für mich ist das ungefähr so ähnlich wie ehedem irgendein FDJ-Kampfgruppentreffen oder wie die sozialistische Propaganda geheißen haben mag. Ein Treffen von hochrangigen Funktionären des Systems mit dem aufstrebenden Nachwuchs, der natürlich ideologisch voll auf Linie ist. Zu glauben, dort würden "zukunftsträchtige" Konzepte durchdacht, was für ein Lacher. Reine Kapitalismus-Propaganda, damit sichergestellt ist, daß der Karren auch morgen noch in den Dreck gefahren werden kann.
Ja und der CEO-of-the-future Wettbewerb wird hier beinahe jedes Jahr mit einer ganzen Serie von Artikeln gewürdigt. Weshalb?
Es sind nämlich gerade keine "erfolgreichen" jungen Leute. Sondern angepasste Opportunisten.
Wie oft und wie lange müssen Kapitalisten ganze Gesellschaften ruinieren, bis irgendwann mal jemand aufhört, kritiklos die dazugehörige Ideologie zu verbreiten, oder wenigstens den Ansatz übernimmt, dieselbe zu hinterfragen? Wieso spielen Journalisten dieses miese Spiel mit, wieso werden Aussagen einfach so übernommen und nicht gegenrecherchiert? Wieso macht man sich zum Meinungsmacher im Interesse Anderer?
Und es ist eben doch genau so, wie in der DDR. Alles wird in den hellsten Tönen beschrieben. Alle haben sich ganz doll lieb. Und in Wirklichkeit geht es doch nur um Macht und Manipulation. Was mich an sich noch nicht einmal stören würde, wenn man ehrlich dazu stehen würde, anstatt ein völlig verlogenes Bild von der menschlichen Seite der Wirtschaft zu zeichnen. Dieselben Unternehmen, die in Drittweltländern und hier Arbeiter ausbeuten und für ihr Streben nach Profitmaximierung auch sonst über Leichen gehen, präsentieren sich hier als tolle Arbeitgeber für eine kleine selbsternannte Elite, die außer ihrer grenzenlosen Anpassung an den herrschenden Zeitgeist nichts leistet.
Erfolgreiche, junge Leute sind für mich übrigens diejenigen, die sich trotz des herrschenden Raubtierkapitalismus menschlichen Anstand bewahren und der Gesellschaft in Berufen dienen, die am unteren Ende der Akzeptanz und der finanziellen Entlohnung stehen, Krankenpfleger z.B.