Marat DupriSie nennen ihn "Skywalker": Marat Dupri, 20, erklimmt Wolkenkratzer und Moskaus schwer gesicherte Dächer. Sogar die Geheimdienste überlistet er auf der Suche nach dem dem größten Nervenkitzel. Seine spektakulären Fotos haben den Extremkletterer berühmt gemacht.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...829290,00.html
Anzeichen einer stark narzisstisch, ausgeprägten Jugendkultur in Russland wobei das `Coolsein` in immer `höheren Herausforderungen`besteht. Dabei wird das narzistissche Selbstbild immer weiter aufgeputscht wie eine Droge. Wenn jemand in Deutschland auf der Spitze eines Turms oder Hochhaus klettert erklärt man ihn für gewöhnlich Lebensmüde und ruft die Rettungskräfte zu guter Recht. In Russland scheint sich hingegen ein Mainstream der gefährlichen Gleichgültigkeit zu entwickeln
Typische Internet-Wichtigtuer die zwanghaft "berühmt" werden wollen für 5 oder gar mehr Minuten. Erbärmlich. Ich sehe weder eine sportliche Leistung oder sonst irgendwie etwas beeindruckendes. Das kann technisch JEDER ohne Training, wenn er will und zumindest schwindelfrei ist. Erbärmliche narzisstische Selbstdarstellung mit wenig Mitteln und Leistung. Ganz im Gegensatz z.B. zu den Basejumpern um Loic Albert, die tatsächlich etwas können und vielen anderen echten Extremsportlern.
Hier der beeidruckendste Sportclip den ich kenne (ein Ausschnitt aus dem Skifilm "Seven Sunny Days"):
Wingsuit Base Jumping - YouTube
Dass diese Kids mit dem Ausleben ihrer "Subkultur" nicht nur sich, sondern auch andere (die am Boden gerade am Hochhaus vorbeilaufen) gefährden, darf man aber noch erwähnen, oder? Wieso wird in jüngster Zeit jeder bandenmäßig ausgeübte und per Youtube/Blog distrubuierte Leicht- und/oder Schwachsinn (wie z.B. auch "Planking") zur "Subkultur" erhoben?
Von beidem etwas. Als ich da aufwuchs, so gab es sogar noch die Pioniere und eine gedachte "strahlende" Zukunft. Dennoch haben wir uns extrem gefährlichen Hobbys gewidmet. So bin ich z.B. im Winter von einem Berg auf alten Holzbrettern runtergerutscht, wobei am Ende der Strecke es eine natürliche Schanze gab die mich und meine Freunde im weiten Bogen über die Luft auf den zugefrorenen See katapultiert hatte. Heute würde ich mich nicht mal in die Nähe wagen. Zumal schon damals der Krankenwagen kommen musste. Dennoch habe ich nur schöne Erinnerungen an diese Abenteuer. Die nächtliche Erkundungen auf verlassenen Industrieanlagen (wie auch auf den Fotos), die Entdeckungen, Klettern über Dächer. Das war eine sehr faszinierende Kindheit. Ich kann nicht behaupten, dass es an Perspektivlosigkeit gelegen hat. Um mir darüber Gedanken zu machen war ich noch zu jung.
goggle.uk, 3.Eintrag:
marat dupri | Tumblr
Wie kann man einen solchen Blödsinn nur derart verherrlichen ?
Schaut man sich die Videos auf Youtube an, gelangt man durch die Funktion 'ähnliche Videos' rasch auf Videos, auf denen russische Jugendliche sich an selbstgebastelten Bungee-Seilen Hochhäuser herunterstürzen. In einem Video stürzt sich ein Junge von einer Brücke hinunter, er selbst immerhin mit einem provisorischen Bungee-Seil gesichert, seine Freundin jedoch klammert sich einfach an ihm fest.... Das ist nicht cool, sondern verrückt.
Cooler Bericht. Bekommen wir demnächst auch ein Bericht über die Subkultur der Heroin-Junkies? Die sind nämlich ebenso leichtsinnig und lebensmüde auf der Suche nach dem nächsten Kick.