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Junge und alte Arbeitnehmer: Gleich viel Urlaub für alle!

CorbisÄltere werden in der Arbeitswelt diskriminiert? Von wegen! Jüngere sind benachteiligt: Sie bekommen oft weniger Geld und Urlaub und gehören zu den ersten, die bei Kündigungswellen gehen müssen. Dagegen haben manche geklagt - und in einigen Punkten Recht bekommen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...826137,00.html
  1. #40

    Nicht die einzige rechtlich abgesicherte Diskriminierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ältere werden in der Arbeitswelt diskriminiert? Von wegen! Jüngere sind benachteiligt: Sie bekommen oft weniger Geld und Urlaub und gehören zu den ersten, die bei Kündigungswellen gehen müssen. Dagegen haben manche geklagt - und in einigen Punkten Recht bekommen.

    Junge und alte Arbeitnehmer: Gleich viel*Urlaub für alle! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Mich erinnert diese Debatte an eine andere, für den hoch verschuldeten Staat und die ebenso finanziell maroden Länder teuere Diskriminierung im öffentlichen Dienst.

    Bis vor wenigen Jahren erhielt ein Kollege einige Hundert Euro mehr für die gleiche (oder familiär bedingt auch geringere) Leistung, weil er verheiratet war und Kinder hatte.

    Dieser familiären Situation wird bereits durch Steuervorteile und Kindergeld Rechnung getragen. Keine private Firma zahlt einem Angestellten mehr Geld, nur weil er einen Trauschein oder Kinder hat.

    Mein verheirateter Bruder mit drei Söhnen sagte mir dazu nur trocken, wen das störe, der solle doch selber heiraten und Kinder in die Welt setzen.

    Kein weiterer Kommentar.
  2. #41

    Ortszuschlag

    Bis vor wenigen Jahren erhielt ein Kollege einige Hundert Euro mehr für die gleiche (oder familiär bedingt auch geringere) Leistung, weil er verheiratet war und Kinder hatte.
    Diesen Zuschlag- der sich nach Familenstand und Anzahl der Kinder orientierte, nannte man Ortszuschlag.
    Korrekte Definition: Der Ortszuschlag verfolgt den Zweck, die aus einem bestimmten Familienstand resultierenden finanziellen Belastungen adäquat auszugleichen und damit den individuellen Pflichten und Bedürfnissen des einzelnen Angestellten auf der Vergütungsseite Rechnung zu tragen
    Der Ortszuschlag orientierte sich meines Wissens auch am Ort – also nach den Lebenskosten in München oder Berlin. Und hier bitte nicht an die Grossverdiener unter den öffentlichen Arbeitnehmern denken, sondern an den Polizisten mit Frau und drei Kindern in München.
    Wer vor einigen Jahren noch damit gerechnet hatte, nach Familiengründung mit mehr Geld zu rechnen, wurde mit der frohen Botschaft bedacht, dass in wenigen Monaten (eindeutig weniger als 9 -zu spät nochmal einzusteigen ) der Ortszuschlag weg ist und das ganze wurde noch als positive Chance für die Jugend verkauft.
    Ja, der hoch verschuldete Staat oder Städte – ob diese Regelung gerecht gegenüber den ledigen Kollegen oder der freien Wirtschaft gegenüber war? Ist es gerecht, wenn ich in der Nacht oder an Feiertagen arbeite, weniger Steuern zahlen muss? Suchen Sie Herrn Wulf in seinem Berliner Büro auf und fragen Sie ihn mal nach Gerechtigkeit.
    Der öffentliche Dienst wird ohnehin immer zwiespältig betrachtet – in guten Zeiten lacht man über die geringen Verdienste (die ohnehin den Grossteil der Beschäftigten ausmacht), in schlechten Zeiten ist man neidisch auf die sicheren Arbeitsplätze. Und immer hat der Bürger das Gefühl – he Sie Polizist da– ich bezahl Sie ja.


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