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Junge Jäger: Die Angst vor dem ersten Schuss

Sie ziehen los, wenn andere noch schlafen - und töten Tiere. Jenny Stolz, 25, und Daniel Kuhn, 19, sind Jungjäger, sie dürfen auf Tiere schießen, weil sie das "Grüne Abitur" bestanden haben. Die Prüfung ist schwierig, manche behaupten: Kniffliger als jeder Schulabschluss.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...741765,00.html
  1. #1

    Ich bin schockiert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie ziehen los, wenn andere noch schlafen - und töten Tiere. Jenny Stolz, 25, und Daniel Kuhn, 19, sind Jungjäger, sie dürfen auf Tiere schießen, weil sie das "Grüne Abitur" bestanden haben. Die Prüfung ist schwierig, manche behaupten: Kniffliger als jeder Schulabschluss.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...741765,00.html
    Jäger töten Tiere? Danke SPON, dass ihr das endlich mal aufdeckt. Als Veganer hatte ich Tränen in den Augen als ich das las. Diese Erkenntnis hat mich so unvorbereitet getroffen, dass mir der Appetit auf meine Tofu-Boulette vergangen ist.
    Erst neulich hatte ich eine schreckliche Beobachtung machen müssen, ein Mitbewohner machte sich Rühreier. Ich habe diesen Mörder am ungeborenen Leben natürlich sofort zur Rede gestellt und konnte ihn dann überzeugen dies nicht mehr zu tun. Die restlichen acht Eier aus der Packung haben wir dann anschließend im Beisein meiner Freundin Uschi am Rande des Biogartens bestattet. Das war alles war wir noch tun konnten, wir gaben den ungeborenen Küken ein würdiges Grab. Seitdem hängt außen am WG-Fenster das Transparent:
    "Wer Eier ißt vergreift sich am ungeborenen Leben"
    Vielleicht sollten wir unsere spontane Aktion auf die Jagd ausweiten?
  2. #2

    .

    Dann, plötzlich, schlich ein Fuchs ins Fadenkreuz. Klein und niedlich. "Ich musste mich sehr überwinden zu schießen", sagt die Jungjägerin. Warum sie trotzdem abdrückte? "Wir tun ja Gutes", sagt sie.
    Schwachbrüstige Selbstrechtfertigung bei der Fuchsjad. Soll Sie doch die Tötungslust zugeben, statt diese ätzende Heuchelei von sich zu geben.

    Ich komme so nah an die Tiere heran, sehe, wie Frischlinge miteinander spielen
    "Ich wollte schon immer was mit Tieren machen" - sagte der Metzger.
  3. #3

    Doppelmoral

    Hamburger beim McDoof ist in Ordnung, aber Jäger sind Mörder. Ja nee, is klar. Das Töten von Tieren für den nahrungserwerb wohnt unserer Spezies seit Jahrtausenden inne und ich kann absolut kein Problem damit erkennen.
  4. #4

    Ist das eklig

    Ist das eklig! Da sterben Tiere! Und die finden das auch noch toll! Mein Essen kommt täglich aus dem Supermarkt. Mein Schnitzel wächst da in ner Kühltruhe. Das ist schön aseptisch. Und erst die süssen Bambis. Die muss man doch schützen! Auch vor der Natur! Als letztens im Vorabend-Tierfilm gezeigt wurde, wie so ein Löwe eine Gazelle kaltblütig gekillt hat, habe ich mich sofort beim Sender beschwert. Das darf man doch keinen Kindern zugänglich machen. FSK16 mindestens!

    Wer Ironie findet, darf sie behalten.

    Schön, dass zunehmend wieder junge Menschen einen Bezug zu einer nachhaltigen Naturnutzung finden. Jagd bedeutet so wesentlich viel mehr, als ein Tier zu töten. Das kommt in diesem Artikel ja auch ganz gut rüber. Und wer sich der Bedeutung des Tötens bewusst ist, hat (zumindest ich) einen bewussteren Bezug zu Lebensmitteln, für die Tiere sterben mussten....
  5. #5

    .

    Zitat von makutsov Beitrag anzeigen
    Hamburger beim McDoof ist in Ordnung, aber Jäger sind Mörder. Ja nee, is klar. Das Töten von Tieren für den nahrungserwerb wohnt unserer Spezies seit Jahrtausenden inne und ich kann absolut kein Problem damit erkennen.
    Wieviele Fuchskoteletts haben Sie so in letzter Zeit gefuttert?
  6. #6

    Wir tun ja Gutes...

    Nun, wer's glaubt...

    Wer Gutes tun will, kann sich z.B. beim örtlichen Tierschutz engagieren.
    Wer gerne früh aufsteht und die Tiere in der Natur beobachtet, kann das mit einem Fotoapparat statt einem Gewehr tun.

    Auch hier wird wieder davon geredet, dass man die Arbeit der natürlichen Feinde (Wölfe etc.) übernehmen müsse. - Eben jener Tiere, die man zuvor ausgerottet hat.
    Und damit vermeidet man Überpopulationen, die man durch Wildfütterung erst erzeugt.
  7. #7

    Erschröcklich

    Zitat von sir.viver Beitrag anzeigen
    ... Seitdem hängt außen am WG-Fenster das Transparent:
    "Wer Eier ißt vergreift sich am ungeborenen Leben"
    Vielleicht sollten wir unsere spontane Aktion auf die Jagd ausweiten?
    Hihihi!
    Aber das mögliche Betätigungsfeld geht doch noch viel weiter
    Wie wäre es beispielsweise mit einer großflächigen Zeitungsanzeige mit dem schockierenden Bild einer Baby-Bakterie, die von einer Zahnbürste erschlagen oder in der Dusche von Seife zerfressen oder ersäuft wird? Wie viele unschuldige Tierchen werden täglich im Mund und auf der Haut getötet, nur damit auch Veganer gut riechen?
    Nicht die Jäger sind das Problem, das sind viel zu wenige. der wahre Killer ist der, der sich morgens duscht und die Zähne putzt!
    Wahrlich eine Aufgabe zur Rettung der Menschheit vor sich selbst, oder? :-))
  8. #8

    ...

    Zitat von Pnin Beitrag anzeigen
    Wieviele Fuchskoteletts haben Sie so in letzter Zeit gefuttert?
    Nö, aber seit wir die Tollwut in Deutschland erfolgreich zum Schutze unserer Nutztierbestände und Haustiere ausgerottet haben, nimmt die Fuchspopulation in weiten Teilen unseres Landes rapide zu. Mit erheblichen Auswirkungen auf die eh schon durch unsere moderne Landwirtschaftsindustrie geschundenen Vogelbestände (und bei Weitem nicht nur die jagdlich interessanten!) oder Hasenbestände.
  9. #9

    Die armen Jungjäger tun mir jetzt aber richtig leid.








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