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Junge Bäuerin: Mein Hof, meine Hektar, meine Babys

Sie gibt ihren Tieren Namen und muss sie später trotzdem schlachten - schließlich lebt Viviane Hüsgen vom Fleischverkauf. Die 20-Jährige gehört zu Deutschlands jüngsten Bäuerinnen. Während Gleichaltrige sich für die Disco aufbrezeln, schminkt sie sich für die Kuhweide.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...783616,00.html
  1. #1

    Keine Nummern?

    Die junge Bäuerin dürfte kaum behauptet haben, dass ihre Tiere keine Nummern haben. Das nämlich verlangt der deutsche Gesetzgeber zwingend, und auf den Fotos der Reportage ist es auch zu erkennen: Jedes Rind, jedes Schwein, jedes Schaf und jede Ziege muss eine (eigentlich zwei) Ohrmarke mit einer eindeutigen Lebensnummer haben, um die Rückverfolgbarkeit von tierischen Produkten zu gewährleisten.
    Mit diesen Nummern sind die Tiere (auch bei Frau Hüsgen) gekennzeichnet und amtlich erfasst, sie sind deren einzige offizielle Benennung.
    Die Rinder auf dem Baruther Hof haben also bestenfalls AUCH Namen.
  2. #2

    Ich finds prima!

    Früher[tm] wollten alle Jungs KFZ-Schlosser und die Mädels Krankenschwester werden.
    Das waren durchaus realistische Träume, von denen viele sogar in Erfüllung gegangen sind.

    Heute wollen alle Jungs Fußballstar und die Mädels Supermodel werden; ohne dafür irgendwelche Voraussetzungen mitzubringen oder sonst etwas dafür zu tun.

    Da tut es wohl, wenn sich ab und an doch mal jemand findet, der sich realistische Ziele setzt, diese dann auch umsetzt und sogar Spaß dabei hat.

    Herzlichen Glückwunsch!
  3. #3

    Namen und Nummern

    Zitat von uchawi Beitrag anzeigen
    Die junge Bäuerin dürfte kaum behauptet haben, dass ihre Tiere keine Nummern haben.
    Hat sie auch nicht, jedenfalls kann ich das nirgends im Artikel finden...

    Zitat von uchawi Beitrag anzeigen
    Mit diesen Nummern sind die Tiere (auch bei Frau Hüsgen) gekennzeichnet und amtlich erfasst, sie sind deren einzige offizielle Benennung.
    Die Rinder auf dem Baruther Hof haben also bestenfalls AUCH Namen.
    Das tut dem Bericht keinen Abbruch. Wohl auf der Suche nach einem Härchen in der Bio-Suppe gewesen?
  4. #4

    Hühnermist

    Zitat von uchawi Beitrag anzeigen
    Die junge Bäuerin dürfte kaum behauptet haben, dass ihre Tiere keine Nummern haben.

    Mit diesen Nummern sind die Tiere (auch bei Frau Hüsgen) gekennzeichnet und amtlich erfasst, sie sind deren einzige offizielle Benennung.
    Was meinen Sie, die egal ihr, den Kühen und den meisten Leuten das ist? Die verstehen die Aussage so, wie sie richtig zu interpretieren ist.
  5. #5

    Danke für diesen Artikel

    Eine tolle Frau!!
    Sie ist fest verwurzelt und doch geistig frei.
    Ich wünsche ihr Glück für Ihr Leben.
    Ich sage das übrigens als Vegetarier .... ;-)
  6. #6

    Klischees statt Sachlichkeit machen keinen Tierschutz

    Zitat von peterbruells Beitrag anzeigen
    Was meinen Sie, die egal ihr, den Kühen und den meisten Leuten das ist? Die verstehen die Aussage so, wie sie richtig zu interpretieren ist.
    Ich interpretiere sie auch richtig. Und trotzdem ärgere ich mich über sachlich falsche Aussagen und über Gemeinplätze wie diesen. Denn dieses "Namen statt Nummern" wird zu gern als Beweis dafür herangezogen, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb "tiergerecht" und "bäuerlich" bewirtschaftet wird. Ich komme aus der Branche und kenne jede Menge erbärmlich gehaltene "Uschis" und "Zenzis", die in Anbindehaltung in dunklen Ställen dahinvegetieren, und dennoch als "glücklich" eingestuft werden, weil sie in kleinen Betrieben stehen und der Bauer jede von ihnen beim Namen nennt. Und genauso gibt es luftige, helle und großzügig konzipierte große Ställe, in denen die Rinder niemals einen Namen bekommen und sich trotzdem unendlich wohler fühlen als ihre angebundenen Artgenossen.

    Damit wir uns richtig verstehen: Ich kenne den Betrieb von Viviane Hüsgen und stimme dem Autor zu, dass sie eine wunderbare, engagierte und fachlich versierte junge Landwirtin (übrigens meines Wissens die jüngste Landwirtschaftsmeisterin in ganz Deutschland) ist. Aber gerade deswegen fuchst es mich, wenn auch in diesem Zusammenhang wieder als Hauptkriterien für einen "guten" Betrieb möglichst geringe Tierzahlen und Tiere mit Namen im Vordergrund stehen. Klischess wie diese haben weder die junge Frau im Speziellen noch Kühe im Allgemeinen verdient.
  7. #7

    Da

    ich ja mal davon ausgehe, daß es in dem Betrieb auch landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge gibt möchte ich soooo gerne die hübsch lackierten Fingernägel und das süße makeup sehen, wenn die junge Dame mal etwas an ihrem Schlepper reparieren muß! Oder bei 30 Grad im Schatten Heu macht?
    In welcher Welt lebt ihr denn?????????? War der Autor des Artikels schon jemals auf einem Bauernhof, oder glaubt er auch, Kühe seien lila?
    Ich habe selten einen Artikel gelesen, der so weltfremd war und kilometerweit an der Wirklichkeit vorbei geht! Auch wenn heute vieles mit Maschinen erledigt wird ist die Arbeit in der Landwirtschaft immer noch schwer und "Modepüppchen" und ein 8-10 Stundentag sind einfach nicht real!
    Tut mir leid, aber über so eine Darstellung kann ich (als Landwirt) einfach nur lachen!
  8. #8

    Mensch bleiben !

    Zitat von uchawi Beitrag anzeigen
    Die junge Bäuerin dürfte kaum behauptet haben, dass ihre Tiere keine Nummern haben. Das nämlich verlangt der deutsche Gesetzgeber zwingend, und auf den Fotos der Reportage ist es auch zu erkennen: Jedes Rind, jedes Schwein, jedes Schaf und jede Ziege muss eine (eigentlich zwei) Ohrmarke mit einer eindeutigen Lebensnummer haben, um die Rückverfolgbarkeit von tierischen Produkten zu gewährleisten.
    Mit diesen Nummern sind die Tiere (auch bei Frau Hüsgen) gekennzeichnet und amtlich erfasst, sie sind deren einzige offizielle Benennung.
    Die Rinder auf dem Baruther Hof haben also bestenfalls AUCH Namen.
    Wenn Menschen Tieren menschliche Namen geben, hat das nicht zu bedeuten, dass Tiere vermenschlicht werden sollen.
    Schon immer hat man dem "lieben Vieh" solche Namen gegeben, und man hat es früher einmal mit Respekt behandelt, aber die Distanz gewahrt.

    Wenn man aber Haustiere zu Partnern macht, ihnen menschliches Verhalten antrainiert, sie mit Schokolade füttert und anschließend zusammen mit ihnen ins Bett geht, kann ich das nur als pervers bezeichnen.
  9. #9

    Zitat von Peter Sonntag Beitrag anzeigen
    Wenn Menschen Tieren menschliche Namen geben, hat das nicht zu bedeuten, dass Tiere vermenschlicht werden sollen.
    Schon immer hat man dem "lieben Vieh" solche Namen gegeben, und man hat es früher einmal mit Respekt behandelt, aber die Distanz gewahrt.

    Wenn man aber Haustiere zu Partnern macht, ihnen menschliches Verhalten antrainiert, sie mit Schokolade füttert und anschließend zusammen mit ihnen ins Bett geht, kann ich das nur als pervers bezeichnen.
    erstmal ich finde die Dame klasse sie hat ihren Weg gefunden und ist glücklich damit. Jetzt zu ihnen, meine Tiere haben alle Namen Schokolade gibt es nicht, die ist nämlich giftig für die meisten Tiere aufgrund des darin enthaltenen Theobromin http://de.wikipedia.org/wiki/Theobromin Sofern es meinen Tieren Spass macht bringen ich ihnen auch etwas bei ^^ meine RB kann einige Sache und auch meine Hunde. Das hat aber nichts mit vermenschlichen für mich zu tun sondern mit Kopfarbeit in der freien Wildbahn muss ein Tier auch seinen Kopf einsetzen und Probleme lösen. Meine Hunde und Katzen schlafen tatsächlich in meinem Bett, aber nur weil das bei ihnen nicht so ist bezeichne ich sie nicht als pervers. Ich behandle meine Tiere als Tiere für mich sind sie aber trotzdem ein Teil meiner Familie sie werden artgerecht gehalten vom TA versorgt etc.








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