"Sorgen macht auch er sich um die Berufseinsteiger ohne Abschluss, weil sie überdurchschnittlich häufig Niedriglöhne beziehen."
Wäre ja auch schlimm wenn nicht...
DPAWie stehen die Chancen junger Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt? Die gute Nachricht: Sie bekommen nicht mehr so häufig Zeitverträge wie noch vor einem Jahr. Die schlechte: Ansonsten ist es für sie in den in vielen Bereichen schwieriger geworden.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...835737,00.html
"Sorgen macht auch er sich um die Berufseinsteiger ohne Abschluss, weil sie überdurchschnittlich häufig Niedriglöhne beziehen."
Wäre ja auch schlimm wenn nicht...
Och im Osten sind 1200 Euro Brutto! ein völlig normales Anfangsgehalt (ergibt 900 Netto), und viele bekommen ihre Jobs nur über Zeitarbeitsfirmen wo sie noch mal 30% abziehen können. Jemand der nicht ganz so ... linientreu ist hat mal zusammengerechnet das wir 12 Millionen Arbeiter im Niedriglohnsektor haben von etwa 40 Millionen Arbeitenden, 1 Millionen die so wenig verdien das sie kaum oder keine Steuern zahlen bis hin das sie auf HartzIV Niveau aufgestockt werden müssen.
Und dann wird von den jungen Leuten mit wenig Geld verlangt, den jetzigen und künftigen Rentnern ihren Ruhestand finanziell zu bezahlen, eine Familie zu gründen, Kinder zu erziehen und auch noch Rücklagen für die immer unsicher werdende Zukunft zu bilden!
Wenn man befristet beschäftigt ist (oder über Leiharbeit), hat man nicht nur den Nachteil, ständig flexibel zu sein.
Eine Wohnung zu mieten ist schwer (ich selbst wurde bei 2 etwaigen Vermietern deswegen abgewiesen) und Kaufen einer Immobilie gar unmöglich: man bekommt einfach keinen Kredit oder wenn überhaupt zu absurden Konditionen. Das betrifft dann auch einen möglichen Kredit für ein Auto oder für Renovierung oder für einen Umzug, den man als "Flexibler" immer einplanen muss.
Bei der Partnerwahl hat man es vor allem als Mann schwer: totz Emanzipation ist eine Frau spätestens bei der Zeugung von Nachwuchs auf dem Standpunkt, der Mann müsse eine geregelte Zukunft bieten - also ohne ständige Umzüge, finanzielle Rücklagen und evtl. einer selbst bewohnten Immobilie.
Kommen wir nun zur Rente: wer nach der Ausbildung und/oder Studium erst einmal sehr lange kein reguläres Arbeitsverhältnis zu finanziell guten Konditionen hat, kann im Alter keine hohe Rente erwarten - vom Staat nicht und privat vorsorgen kommt nicht in Frage: fällt man einmal in ALGII Bezug (was bei befristeten Verträgen durchaus üblich ist), kann man seine private Altersvorsorge erst einmal aufbrauchen, bevor man staatliche Unterstützung erhält.
Noch haben wir den Luxus einer insgesamt gesehen finanzkräftigen Rentnergeneration, die z. B. den jungen Leuten ein Studium finanzieren kann oder als Bürge für einen Kredit einspringt. Die kommenden Generationen werden meiner Meinung nach diesen Luxus nicht mehr erfahren dürfen.
Nicht immer nur vom auswandern und den schlechten Sachen in Deutschland quatschen. Einfach machen! Hab ich ja auch gemacht, weil mir das in Deutschland zu blöd war. Wir leben in einer globalisierten Welt, und wenn jemand nicht konkurrenzfähig ist wird er nicht lange mithalten können. Ist bei Firmen wie Staaten so. Dazu kommt noch der volkswirtschaftliche Schaden, denn wenn man Schule, Kindergeld, Krankenversicherung über die Eltern, Ausbildung etc. zusammenrechnet, kommt man bei einem 21-Jährigen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung auf den Gegenwert von 2 S-Klassen in der Grundausstattung, die einfach mal so davonfahren.
der Bericht über GLS, um nur mal ein aktuelles Bsp. zu nenne, ist doch ne tolle Schablone für das was bei uns im Sektor Massenmarkt abgeht. Gastro, Spedition, Call Center usw. alles Branchen in denen Ausbeutung gängige Praxis ist, wers nicht macht ist nicht konkurrenzfähig.
Ich glaube nicht dass das ganze noch mit ein paar Reformen und Regeln in "saubere" und gerechte Verhältnisse gerückt werden kann. Mindestlohn, tja wer weiß, da gibs auch mehr als zwei Meinungen über den Effekt. Flächendeckend geht das sicher nicht und ob unsere Lobbyissmusverseuchte und korrupte Bande von Möchtegernregenten überhaupt in der Lage wäre da ein vernünfiges System zu entwickeln wage ich zu bezweifeln.
Scheinbar ist es im Moment auch wichtiger "Europa" zu retten, als seine eigenen Leute und auch das gilt nicht nur für D, auch wenn wir sicher mal wieder High-Payer sind.
Geld, Erfolg, Macht, nur drei Dinge die mitlerweile ein so utopisch hohen Stellenwert in unserer westlichen Gesellschaft haben, das Änderungen egal in welchem Bereich schon fast genauso utopisch sind, da nicht mit unserem System vereinbar.
Komischerweise ist allen die Zukunft so wichtig, die sie aber wohl wissentlich immer düsterer gestalten, um in der Gegenwart den großen Coup zu landen.....Paradox
Man nennt es "Job-Wunder"