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Jugend im Netz: So werden Kinder fit für Facebook
Pearson Hilfe, das Kind ist bei Facebook? Düstere Warnungen sind in Deutschland oft das Erfolgsrezept für Erziehungsratgeber mit Medienthemen. Ein Bestseller wird "Mein Kind ist bei Facebook" also vielleicht nicht: Das Buch setzt auf Pragmatismus statt Panik. Gut so.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...836779,00.html
- #10 05.06.2012 16:13 von
Produktabhängkeits-Kompetenz?
Wenn es um Medienkompetenz geht, liebe Autoren von Artikel und Buch: Sechs, setzen.
"Facebook" ist die Bezeichnung einer erfolgreichen Umsetzung eines Geschäftsmodells. Die stete Verwendung des Begriffs in Überschriften, ganz besonders von "Sachbüchern", arbeitet proaktiv für die Kundenbindung an diese Produkt. Na dann viel Spaß bei der Schadensbegrenzung. Das nenne ich "Bedarf erzeugen".
Also ich schnäube jetzt in mein "Tempotuch", trinke ne "Coca" (oder doch leber ne "Selter"?) und pflege meinen krankhaften iFacebook-Hass. - #11 05.06.2012 17:01 von
Zeitenwechsel
Und dafür braucht es einen Facebookzugang? 500 "Freunde" aber keiner steht um 3 Morgens auf um einen vom Bahnhof abzuholen. Ich glaube sie wollen mich provozieren aber sie halten es doch nicht ernsthaft für pädagogisch Sinnvoll wenn das Kind schon mit 13 lernt wie es auzusehen hat, damit es sich geliebt und als Mensch fühlen kann? Wir sprechen hier über Kinder und nicht über Teenager in der pupertären Phase. Das gesamte Buch schreit doch schon förmlich nach "Finanziert von Facebook" und alle tanzen mit, weil es ja sowieso alle machen. Wieso auch als Eltern gegen diesen Ausverkauf der Kindheit angehen? Es ist ja auch viel viel einfacher sich zurück zu lehen, die Supernanny im TV ein zu schalten und das Kind seine "Erfahrungen" machen lassen. Es heißt ja auch, dass am besten lernt, der auf die Schnauze fliegt...
Es gibt genug Beispiele an denen man klar machen kann, dass Facebook nicht die kunterbunte Zuckerwelt ist, für die sie gehalten wird. Auch Eltern können Nachrichten lesen und ja, keiner hat Lust auf eine Facebook-Party, weil die Tochter eben nicht mit Facebook klar kommt und weil das Internet eben nicht das gleiche ist wie 1985.
Mobbing ist schon seit Jahrzehnten ein Problem, alle beißen sich daran die Zähne aus. Prügel, Arbeiten und auch das "sachliche" Ansprechen der Probleme, dass alles hat nie wirklich geholfen. Eben weil Mobbing vielschichte Gründe hat. Man kann einem Kind noch mehr oder weniger klar machen warum Mobbing nicht in Ordnung ist. Man kann einen Perspektivwechsel iniziieren aber trotzdem können sich Kinder immer noch streiten. Neu ist, dass die im Zorn erstellte Facebook-Demütigung auch noch Online bleibt, wenn der Zorn verraucht und die Reue beginnt.
Kinder (um 13 Jahre) haben ganz einfach noch nicht die Fähigkeit ihre Taten auf lange Zeit hin ab zu schätzen. Aus diesen Grund werden Minderjährige vom Gesetzgeber anders bestraft und ja auch aus diesen Grund haben Eltern die Pflicht ihre Kinder zu beschützen und in der Anfangszeit des Internetkonsum zu leiten. - #12 05.06.2012 17:54 von
- #13 05.06.2012 18:48 von
Kinder haben bei Facebook nichts verloren, da diese erstmal lernen müssen sich in (realen) sozialen Netzwerken zu behaupten (ja, den Begriff gibt es schon länger).
Dazu gehört eben auch das vermeintliche Mobbing, wenn Anforderungen der Gruppe nicht erfüllt werden.
Ein Ratgeber für Ja-Sager ist zur Bildung einer individuellen Persönlichkeit nicht hilfreich. - #14 06.06.2012 13:05 von
Teil 1
Nur weil ich eine andere Meinung vertrete als Sie, will ich Sie provozieren? Interessante Auffassung.
Ihre Bemerkung über die Zahl und Zuverlässigkeit der Online-Freunde war hingegen sicher überhaupt nicht provozierend gemeint.
Mir ist zwar nicht klar, weshalb sie denken, auf Facebook oder anderen Online-Plattformen würde einem gesagt, wie man auszusehen habe; aber um Kindern zu vermitteln 'du musst so und so aussehen, damit wir dich hübsch finden und lieb haben' braucht es keine (Online-)Netzwerke, das bekommen viele Eltern ganz von alleine hin. In diesem Bereich werden Kinder ohnehin von den Medien - teils unbewusst - geprägt, also müsste man sie von allen Zeitschriften, TV, etc abschotten, bis sie erwachsen sind.
Heutzutage ist es aber nicht mehr möglich, Kinder vom Internet und anderen Medien fern zu halten; viele Schulen verlangen mittlerweile auch von jüngeren Schülern für Hausarbeiten und Projekte belegbare (Internet-)Recherche. Selbst wenn man zu Hause die komplette Online-Zeit seines Kindes bewachend nebendran sitzt, bleiben immer noch die meist mit keinem oder unzureichendem Kinderschutz versehenen Schulcomputer. Spätestens hier können die Kleinen ansehen was und sich anmelden wo sie wollen.
Deshalb finde ich es wichtiger, seine Kinder erklärend an den Umgang mit sämtlichen Medien heranzuführen, als Verbote auszusprechen. Denn schließlich gibt es gerade für Kinder noch andere Netzwerke als Facebook; SchülerVZ, Knuddels, etc. Überall ist es wichtig, dass die Kinder eine gewisse Netzkompetenz aufweisen, die sie nur durch den aktiven, gerne anfangs betreuten, Umgang mit dem Internet lernen können.
Und genau deshalb muss man seinen Kindern erklären wie alles funktioniert, wo die Gefahren liegen; egal bei welchem Online-Netzwerk sie sich anmelden. Eine versehentlich öffentliche Party-Ankündigung auf SchülerVZ hat vielleicht nicht die gleichen Folgen wie auf Facebook, kann trotzdem aber ein paar unerwünschte Gäste anlocken.
Doch selbst wenn alle Eltern an einem Strang ziehen, sind für einige Kinder Verbote nur da, um umgangen zu werden (besonders wenn sie nicht verständlich begründet werden). Wenn die Kinder dann nicht wissen, wie sie sich online zu verhalten haben, kann es zu Problemen kommen, über die sie eventuell nicht mit den Eltern zu sprechen trauen, bis es zu spät ist.
(Weiter in Teil 2) - #15 06.06.2012 13:10 von
Teil 2
(Fortsetzung)
Etwas anderes, als dass man seine Kinder (betreut) ans Internet heranführen soll, habe ich ja nicht verlangt. Ich schrieb, dass den Kindern das Internet mit allen Gefahren erklärt werden muss; dass das nicht in einer Fünf-Minuten-Einweisung erfolgen kann, sollte klar sein.
Dass Mobbing offenbar ein wachsendes Problem darzustellen scheint, liegt - meiner Meinung nach - zum einem daran, dass inzwischen jede falsche Bemerkung und merkliche Antipathie übertriebenderweise als Mobbing bezeichnet wird und zum anderen daran, dass immer weniger Kinder eine gescheite Erziehung mit auf den Weg bekommen. Und natürlich haben die Eltern, die schon vor der Einschulung keine Zeit/Lust hatten, ihren Kindern ein Mindestmaß an Anstand beizubringen, auch keine Zeit/Lust, sie an den verantwortungsvollen Umgang mit Medien aller Art heranzuführen.
Aber ist es wirklich der richtige Weg, deshalb den anderen Kindern das Internet/Online-Netzwerke zu verbieten? Ich durfte (musste) früher auch auf den Schulhof, egal ob da ein paar unsoziale Mitschüler waren, die ihre Komplexe an kleineren/'schwächeren' ausgelassen haben. Ich lernte damit umzugehen, genauso wie man lernen kann, mit Online-Beleidigungen umzugehen. Auch die Problematik, wenn ein Offline-Streit in die Online-Welt übertragen wird, müssen Kinder irgendwann kennenlernen, denn Erwachsene verhalten sich da leider nicht immer zivilisierter.
Der Unterschied ist nur, dass man bei wirklich schlimmen Beleidigungen im Internet die Möglichkeit, hat die Beleidigung zu beweisen und etwas gegen den Agressor in der Hand hat. Auf dem Schulhof hat der Aufsichtslehrer natürlich nichts gehört und der Kontrahent freut sich, dass er ungeschoren davon kommt. - #16 06.06.2012 13:14 von
- #17 21.06.2012 23:57 von
Facebook Account ,wer braucht sowas wirklich ?
Facebook und wie sich diese sogenannten sozialen Netzwerke nennen sind für mich eine Art Geschwür, wes keiner braucht , aber einige haben. Ich denke die Nutzer solcher Netzwerke sind arme Würstchen , die im normalen Leben hinten an stehen. Wenn ich Berichte lese, was da manche unbedingt loswerden wollen , dann frage ich mich , ob diese Leute geistig voll da sind.
Kinder in diese neu Art Klapsmühle zu intregieren müsste verboten werden.
Facebook will an Daten kommen und da gibt es Eltern , denen scheinbar noch garnicht klar ist , was sie ihren Kindern für Schaden für die Zukunft zufügen, indem sie schon jetzt ihre Kinder gläsern machen. Kein wunder , wer sich selbst zum Affen macht , der möchte seine Familie mit in den Abgrund ziehen. - #18 22.06.2012 07:50 von
Anmerkung:
Also, ich weiss nicht ob Sie selber Kinder haben, aber... wenn meine Eltern mich damals bei den ersten Interneterfahrungen immer begleitet und beaufsichtigt hätten, wäre mir das SEHR unangenehm gewesen.
Und ich denke, die meisten Jugendlichen möchten auch nicht dauernd überwacht werden, nichts anderes bedeutet Ihre angesprochene "Beaufsichtigung".
Wichtig ist, dass Eltern sich informieren und ihren Kindern -mit Hilfe des Buches was hier vorgestellt wurde beispielsweise- aufklären und Sie zu selbstbewussten, medienkompetenten Personen erziehen. - #19 22.06.2012 08:45 von
Ich bemerke am Rande
Facebook gehört nunmal zum Zeitgeist, so wie Ende der 80ger der Gameboy, das Tamagotchi in den 90gern und das Handy in den Nullerjahren.
Seinen jugendlichen Kindern verbieten bei Facebook angemeldet zu sein, heisst sie auszugrenzen in gewisser Weise.
Soll nicht heissen, das man alles Misz mitmachen muss, aber ich sehe es ja selbst, viele Einladungen für Feste gehen heute über Facebook, wer nicht da ist, bekommt immer später als alle anderen was mit.
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