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Judenfeindlichkeit: Zentralrat prangert Antisemitismus in der Linkspartei an

"Pathologischer, blindwütiger Israel-Hass": Der Präsident des Zentralrats der Juden hat antisemitische Strömungen bei der Linken in harscher Form kritisiert. Ihr Versuch, sich von der Judenfeindlichkeit zu distanzieren, ist aus seiner Sicht "spektakulär missglückt".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...769296,00.html
  1. #50

    Pünktlich zum Wochenanfang mal wieder ein Beitrag zum urdeutschen Thema. Ohne Nazi-Keule ist das Journalistenleben offensichtlich nicht zu ertragen. Dafür nimmt man auch schon in der Überschrift falsche Bezeichnungen in Kauf; es heißt immer noch die Partei Die Linke.
    Zum Vorwurf des Herrn Graumann nur folgendes: die Vorgänge in der Partei Die Linke haben mit Antisemitismus rein gar nichts zu tun; es handelt sich um Kritik an der Politik der israelischen Regierung. Daß Gysi nervös wird, hat wohl eher mit seiner religiösen Ausrichtung zu tun. Ansonsten habe ich eher den Verdacht, daß hier ein Tatbestand konstruiert wird, der dann allerdings wegen der Aufregung zu "echtem" Mißmut gegenüber dem Zentralrat der Juden in Deutschland führen könnte.
  2. #51

    Graumanns Aussage ist im Kern richtig!

    Kritik an Israel ist nicht per se antisemitisch. Es gibt aber einige Haltungen und Aussagen, die sowohl wegen ihren Inhalt als auch ihren Ton höchst verdächtig sind.
    Verdächtig sind die Antizionisten, die Israel das Existenzrecht absprechen.
    Antizionist sein, bedeutet dem jüdischen Volk das Selbstbestimmungsrecht zu verweigern, ein uralter Traum der Juden, der nach 2000 Jahren Leidensgeschichte in Erfüllung gegangen ist.
    Noch verdächtiger sind diejenigen, die dem jüdischen Volk das Selbstbestimmungsrecht verweigern und gleichzeitig auf das Selbstbestimmungsrecht des „palästinensischen Volkes“ pochen, das notabene vor ca. 40 Jahren aus politischen Gründen erfunden wurde.
    Verdächtig sind diejenigen, die jede israelische Verteidigungsaktion leidenschaftlich verurteilen, aber ein blindes Auge auf Mord und Terror der anderen Seite werfen.
    Verdächtig sind diejenigen, die für Israel und Israelis nur die schlimmsten Attribute finden bis zu den Vergleichen mit den Nazis, die in deutschen Kommentaren an der Tagesordnung sind.
    Haben Sie sich erkannt? Wenn nicht, dann umso besser!
  3. #52

    Zu einfach

    Es ist einfach zu schlicht um zu überzeugen. Jede Aktivität oder Kritik gegen dier Siedlungspolitik oder an Militäraktionen des Staates Israel wird mit Antisemitismus gleichgesetzt .Der neue Vorsitzende folgt den üblichen Reflexen. So wird der Zentralrat zum Erfüllungsgehilfen der Regierung. Es gibt ein Existenzrecht Israels, aber auch ein Recht des unterdrückten palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat .
  4. #53

    Israel und jüdischer Staat...

    Zitat von molgun Beitrag anzeigen
    ein uralter Traum der Juden, der nach 2000 Jahren Leidensgeschichte in Erfüllung gegangen ist.
    Ich habe nichts gegen einen Jüdischen Staat - aber sehr wohl etwas gegen Israel, da sie seit ihrer Gründung regelmäßig gegen Völker-, Menschenrechte und die Genfer Konfession verstoßen - was wohl mit der extremistischen Regierung zusammenhängt.

    Zudem sollte man nicht vergessen, dass selbst vielen Juden die Mentalität und Methoden/Vorgehensweise von Israel missfällt, was die Regierung aber gekonnt ignoriert...
  5. #54

    Und die andere Seite?

    [QUOTE=forkeltiface;8099366]Ich habe nichts gegen einen Jüdischen Staat - aber sehr wohl etwas gegen Israel, da sie seit ihrer Gründung regelmäßig gegen Völker-, Menschenrechte und die Genfer Konfession verstoßen - was wohl mit der extremistischen Regierung zusammenhängt.


    Und die andere Seite? An welche Völker- und Menschenrechte halten sich Israels Feinde? Haben Sie da auch etwas auszusetzen gegen Krieg, Mord und Terror dem Israel seit seiner Entstehung ausgesetzt ist?
  6. #55

    Man kann dem Zentralrat nur zustimmen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Pathologischer, blindwütiger Israel-Hass": Der Präsident des Zentralrats der Juden hat antisemitische Strömungen bei der Linken in harscher Form kritisiert. Ihr Versuch, sich von der Judenfeindlichkeit zu distanzieren, ist aus seiner Sicht "spektakulär missglückt".

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...769296,00.html
    Es sind die Linken, die auch jüdische Vorfahren haben, die die deutsche Linke vor grösserem Imageschaden in Fragen zum Staat Israel und zur jüdischen Religion bisher bewahrt haben. Man sollte nicht vergessen, dass es im DDR-Staat Menschen mit sehr hohen Amtspositionen gab, in deren Familienchronik Vorfahren mit jüdischer Konfession existieren. Spätestens mit der Teilnahme an der Gaza-Flotte sollte doch dem jüngsten Linken aufgegeangen sein, dass da Kräfte versuchen, die Linken vor ihren Karren zu spannen. Es sind im übrigen nicht nur deutsche Linke, sondern auch Linke im Staat Israel und andernorts, die für Kummer sorgen. Wenn man es endich mal schaffen würde zu angemessener Kritikbetrachtung gegenüber Israel und seinen legitimen Interessen zu gelangen wäre dem Frieden besser gedient als das zur Zeit ist. Noch ist es so, dass die jüdische Religion in ihren Traditionen allerorts unter den extremen Sicherheitsvorkehrungen leiden muss. In welchen Synagogen kann man schon so unbeschwert seinen Glauben leben, wie das in den allermeisten christlichen Kirchen oder anderen Räumlichkeiten von Glaubensgemeinschaften geschieht? Da ist Linke-Hetze wie Öl ins Feuer.Da treffen sich Linke und Rechte in Einigkeit.
  7. #56

    1

    Zitat von forkeltiface Beitrag anzeigen
    Ich habe nichts gegen einen Jüdischen Staat - aber sehr wohl etwas gegen Israel, da sie seit ihrer Gründung regelmäßig gegen Völker-, Menschenrechte und die Genfer Konfession verstoßen - was wohl mit der extremistischen Regierung zusammenhängt.

    Zudem sollte man nicht vergessen, dass selbst vielen Juden die Mentalität und Methoden/Vorgehensweise von Israel missfällt, was die Regierung aber gekonnt ignoriert...
    Was ist mit der Kriegserklärung der Araber an Israel kurz nach der Gründung des Staates Israel?
    Oder was war in Jordanien los, als die PLO und die jordanische Armee gegeneinander kämpfte. Regen Sie sich da auch darüber auf oder erregen Sie sich nur dann wenn Israel mit im Spiel ist?
  8. #57

    etwas differenzierter , bitte

    Zitat von sehrdesillusioniert Beitrag anzeigen
    an der Politik Israels auszusetzten? Sie müssen scharf zwischen der Propaganda (auch der LINKEN) und der Realität trennen. Alle reden über Integration: Israel praktiziert sie seit seiner Entstehung. Hierzulande will man die s.g. Migranten stärker einbinden: in Israel dürfen israelische Araber wählen, gewählt werden und dann auf Israel schimpfen (wobei dieses Wort bewußt verniedlichend ausgewählt wurde). Haben Sie in der deutschen, in der europäischen Presse gelesen, dass ein israelischer Araber in der letzten Woche zum zum stellvertretenden Generalinspekteur der Polizei ernannt wurde? Natürlich haben Sie es nicht gehört. Und warum? Gehört das Unterschlagen von positiven Nachrichten aus Israel durch die Medien zu der "berechtigten Kritik" an Israel. Oder steckt dahinter vielleicht eine Methode und falls ja: warum?
    Das ist ja schoen und gut, nur Ihre Bsp widersprechen doch nicht der Tatsache, dass die isralische Politik seit dem Tod von Rabin vor mehr als 15 Jahren eine konfliktorientierte Ausrichtung gegenueber seinen Nachbarn erfahren hat begruendet letztlich mit einigen Selbstmordattentaten (die furchtbar waren, aber die Politik eines Landes nicht bestimmten duerfen)
    Und auch wenn das viele nicht hoeren wollen, jeder bewaffnete Konflikt im Nahen Osten, auch wenn er von Israel gewonnen wird (kurzfristig), schadet vor allem Israel selber. Es gibt in der Geschichte kein Bsp, dass ein Staatswesen dauerhaft in einem Meer von Feinden ueberleben konnte.
    Wenn Israel und Palestina endlich Frieden schliessen wuerden, dann wuerden sich letzlich die beiden Gruppen einigen, die ohnehin die meisten Gemeinsamkeiten haben im nahen Osten.
    Und wer jede Argumentation mit einem "Ihr seid doch genauso schlimmm" beginnt, der hat schon verloren...Rabin hat das begriffen. Seine Nachfolger leider nicht. In Sachen Propaganda ist auch Israel nicht gerade jungfraeulich...eben alles Teil der konfliktorientieren Politik dieses Landes.
    Wie sehr Israel mit dem Ruecken zur Wand steht, zeigt der Umstand, dass man keine adaequate Antwort auf die Demokratiebewegungen in den Nachbarstaaten gefunden hat, schlimmer noch, man sogar lieber Tyrannen an der Macht hat, mit den man kungeln kann.
  9. #58

    Überlassen Sie einfach mir, was ich denke ...

    Zitat von jaein Beitrag anzeigen
    überlassen sie es doch den juden was sie denken...


    ihnen ist eh nicht mehr zu helfen!!!
    antizionismus ist die neue maske der antisemiten!
    ihr beitrag widert mich an...
    Darum fällt Ihnen auch gar nicht erst ein Argument ein, gell ?!

    Vielleicht lesen Sie meinen Beitrag einfach wieder und wieder, bis Sie ihn verstanden haben.
  10. #59

    So so

    Zitat von eikfier Beitrag anzeigen
    ..ich finde, als Nichtjude, den das nach eigenem Bekunden "alles nichts angeht" reagieren Sie aber ganz schön gereizt oder empfindlich...
    Was interpretieren Sie denn da fröhlich in den Beitrag hinein ?

    Zitat von eikfier Beitrag anzeigen
    Seit Hitler geht uns das nach meinem persönlichen Empfinden eben alle -Juden wie Nichtjuden - sehr wohl etwas an ...
    Sicher geht uns "das" etwas an. Mit der ständigen politischen Ausschlachtung eines völlig überdehnten Antisemitismusbegriffs erweist man gerade "dem" aber mehr als einen Bärendienst. Wenn es in diesen rauher werdenden Zeiten nämlich ernster wird, hört keiner mehr zu.








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