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Journalisten in Griechenland: Schreiben wie geschmiert

Tragen Griechenlands Medien eine Mitschuld an der Krise, weil sie*den Mächtigen schmeichelten, unangenehme Wahrheiten unterdrückten? Fakt ist: Viele Journalisten sind von eben jenen Firmen und Verbänden abhängig, über die sie schreiben - und manche ließen sich für positive Berichte bezahlen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...788437,00.html
  1. #70

    Ist in diesem Zusammenhang

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tragen Griechenlands Medien eine Mitschuld an der Krise, weil sie*den Mächtigen schmeichelten, unangenehme Wahrheiten unterdrückten? Fakt ist: Viele Journalisten sind von eben jenen Firmen und Verbänden abhängig, über die sie schreiben - und manche ließen sich für positive Berichte bezahlen.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...788437,00.html
    die Frage nach den der-Euro-muss-um-jeden-Preis-gerettet-werden-weil-sonst-geht-es-uns-noch-schlechter-wenn-ich-auch-nicht-sagen-kann-warum-eigentlich Berichten des Sven Böll gestattet?
  2. #71

    Eine Frage der Dimensionen

    Zitat von shanzel Beitrag anzeigen
    Wenn man ein so verzerrtes Weltbild hat wie Sie (PI??), dann erscheint einem selbst die Wirklichkeit tendenziös.
    Und diese Erkenntnis haben Sie mittels angestrengtem Nachdenken gewonnen?
    Oder ist Ihr eigenes Weltbild, aufgrund natürlicher Singularität Ihres Denkvermögens, per se dimensionslos und mithin zwangsläufig völlig verzerrungsfrei?
    Ich tippe auf Letzteres.
  3. #72

    Man wird sich auch im Rückblick fragen

    welche Mitschuld die deutschen Journalisten an der Einführung der Schuldenunion hatten und wer da im Hintergrund die Strippen gezogen hat, um Deutschland weich zu schiessen.

    Aber das wird erst dann geschehen, wenn die gehebelte Schuldenlast eingelöst werden muss. Die Frage ist nur, wann es soweit ist...
  4. #73

    Journalismus nach Anweisung

    Zitat von recardo Beitrag anzeigen
    Gut Frage! Ich denke aber doch - bei allen Ähnlichkeiten zuweilen - dass die Presse hier ein wenig besser ist als in Griechenland: trotz auch bei uns parteigelenkem Staats-TV und Parteipresse und zum Teil wohl auch gekauften Journalisten. Wie groß der Schaden da ist, kann ich nicht einschätzen, aber er ist da, überall.
    Tut mir leid Ihre Hoffnung enttäuschen zu müssen, aber aus einem SZ-Artikel von Jakob Augstein:
    ...
    Merkels Einladung der Chefredakteure

    Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.

    Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: "Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats"löhne" das sind), das steht auch nicht in der Zeitung....
    http://www.sueddeutsche.de/medien/se...ramt-1.63398-2

    Na gut, bei Artikeln der Mainstreampresse muss man grundsätzlich mit manipulativen Artikeln rechnen, manchmal gibt es aber auch die eine oder andere Perle. (von denen so manche schnell wieder aus dem Netz verschwinden, oder "versteckt" werden)
    Wer regelmäßig Tageszeitung liest, weiß auch, das so mancher Autor nur reine Meinungsmache abliefert, man weiß es ja einzuschätzen.
    Unabhängiger Journalismus ist in Deutschland aber noch in geringen Umfang vorhanden.


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