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Johnny-Ramone-Autobiografie: Der spießigste Punker der Welt

APDie Todesstrafe? Ist eine gute Sache. Schwule? Sind eklig. Punkrock? Ist nur Arbeit. In seiner Autobiografie entlarvt sich Johnny Ramone als Biedermann, der statt Revolution lieber eine sichere Rente wollte. Sex, Drugs und Rock 'n' Roll waren auch nicht so sein Ding - eher Milch mit Keksen.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...844542,00.html
  1. #1

    Auch wenn es blöd klingt, aber Musiker sind schlussendlich nichts anderes als Dienstleister. Ich erwarte von jedem Musiker, dass er pünktlich auf der Bühne steht.

    Ich mag diese Aussagen von ihm.
  2. #2

    ...

    spätestens jetzt weiss man auch, weshalb Sham69 texteten: "if the kids are united". Ganz bewusst war nicht die Rede von "if the etablierten and wohlhabenden alten Männer are united". Die Punkszene kann auf die Empathie solcher nine-to-five PseudoPunks verzichten.
  3. #3

    Der Autor dieses Artikels

    scheint zu glauben, dass Kuenstler sich privat mit dem identifizíeren muessen was sie auf der Buehne, im Atelier oder sonstwo produzieren. So muss ein Punkmusiker besoffen sein und Anarchie predigen. Was macht dann eigentlich ein deutscher Volksmusiker ? Es ist doch voellig unerheblich ob Johnny Ramone was gegen Schwule hatte. Man kann doch nicht so naiv sein und glauben dass die Person díe gleich Rolle zuhause wie auf der Buehne spielt. Dazu kommt noch dass in einer Gruppe eh die verschiedensten Charaktere und oft auch Lebensstile aufeinander treffen. Uebrigens ist Graceland m. E. nicht kitschig. Es war halt der Baustil, die Art von Klamotten usw, in dieser Zeit. Nach der Logik des Autors koennte man auch jede Barock Kirche als kitschig empfinden weil sie nicht dem heutigen Stil entspricht.

    Die Ramones waren eine der wichtigsten Band der letzten 50 Jahre. Sie waren kommerziell nicht erfolgreich. Allerdings haben wir in Deutschland nicht ansatzweise etwas aehnliches gutes in diesem Feld hervorgebracht.
  4. #4

    Der spießigste Punker der Welt?

    Offensichtlich schafft es Ramone aber, den Autor kräftig zu provozieren, mit Ansichten, die dem heutigen politisch korrekten Diskurs widersprechen. Nach dem heute gültigen PC-Kodex ist es u.a. ganz ganz schlimm: Schwule nicht ganz so doll lieb zu haben, die Todesstrafe cool zu finden, japanische Sekundärtugenden zu mögen. Man könnte auch sagen, der heute lebende gutmenschliche fortschrittliche aufgeklärte Zeitgenosse verkörpert das aktuelle Spießertum, dessen Werte man öffentlich lieber nicht in Frage stellt. Insofern hat sich Johnny Ramone post mortem doch noch als Nonkonformist bewährt...
  5. #5

    optional

    Bei Shakespeare (Measure for measure, 5. Akt, erste Szene) wird die Bezeichnung 'Punk' für eine Prostituierte verwendet.

    Da haben wir schon die Dienstleistung.
  6. #6

    MUSS PUNK spiessig sein?

    Hallo zusammen,
    Jahrgang 1967, seit 1982 Punkrocker und kein bisschen leise. Aber was ich hier von HANK lese tut in den Augen weh. Ist saufen udn Anarchie wichtig? ODer meint er mit Anarchie etwa Chaos? Wo lebt Hank, wenn so etwas vorbildhaft ist? HENRY ROLLINS trinkt nicht, ist also überhaupt STRAIGHT EDGE, fast Vegetarier und wahrlich dreimal mehr Vorbild von Work Hard and have Fun. Der Herr Ramone ist ein kleiner Spiesser, ebenso die PISTOLS, die komplett gecastet waren. Man kann als Künstler was bewegen und das auch von innen (Bühne) nach aussen tragen und umsetzen oder eben so verlogen wie die RAMONEs machen. Und innovativ waren die nie. Was ist mit MIke Ness von Social Distortion, Johnny Cash, die was neben der Musik bewegen? Moby, Chumbawamba, Crass, ja selbst die Red Hot Chilli Peppers unterstützten FUGAZI, beteiligen sich aufrichtig an wichtigen Dingen, die über den Heintje-Standard von den ramones hinaus gehen. Punk war und ist explosiv und megaviele Punks oder Bands trinken und tranken nicht. Und es gibt sauviele, die einfach das was sie sangen auch ins Privatleben übertrugen und umsetzen/umsetzten. Viele Bands wie RATM machen nicht nur Texte, sondern tun was. Beispielhaft. Der Typ war einfach nicht fair. Nicht falsch verstehen, aber diesse Gelagepeter, also Partyypeople finde ich nicht gut, aber deshalb dann gegen Schwule, Emanzen und für Bush zu sein, halte ich für geisteskrank! Und das hat mit Punk null zu tun.
  7. #7

    RAMONES sind langweilig!

    Ich fand weder die Musik, noch die Inhalte witzig, innovativ oder revolutionär. Der Autor spricht mir aus der Seele.
  8. #8

    Zitat von Hank Hill Beitrag anzeigen
    scheint zu glauben, dass Kuenstler sich privat mit dem identifizíeren muessen was sie auf der Buehne, im Atelier oder sonstwo produzieren. So muss ein Punkmusiker besoffen sein und Anarchie predigen. Was macht dann eigentlich ein deutscher Volksmusiker ? Es ist doch voellig unerheblich ob Johnny Ramone was gegen Schwule hatte. Man kann doch nicht so naiv sein und glauben dass die Person díe gleich Rolle zuhause wie auf der Buehne spielt. Dazu kommt noch dass in einer Gruppe eh die verschiedensten bracht.

    Genau..

    Ich war doch schon immer der Meinung dass das meinste was die Rock-Stars auf der Bühne machen, einfach Show ist die man mit dem Privatleben nicht gleichsetzen soll.
    Bzw...das Bühnenleben der meisten Stars ist ja ihre Maske, sie müssen so tun als wären sie immer böse Jungs...die nur saufen, koksen und Weiber flachlegen...Und demenstprechend auch privat megaliberal und anarchisch seien. Von wegen...

    Jagger und die Stones sind ja ein cleverer globaler Mega-Konzern...
    Alice Cooper ist privat ein ganz normaler Spiesser mit Frau und Kindern und betreibt ein großes Restaurant..

    Und was die politische Ansicht angeht, es gibt ja jede Menge Republikaner-fans unter den US-Rockern.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Todesstrafe? Ist eine gute Sache. Schwule? Sind eklig. Punkrock? Ist nur Arbeit. In seiner Autobiografie entlarvt sich Johnny Ramone als Biedermann, der statt Revolution lieber eine sichere Rente wollte. Sex, Drugs und Rock 'n' Roll waren auch nicht so sein Ding - eher Milch mit Keksen.

    "Commando": Punker Johnny Ramone und seine Autobiografie - SPIEGEL ONLINE
    Die Ramones waren doch keine Punkband, nur weil sie auch nur 5 Akkorde konnten. Das war eine Stimmungs Rock'n'Roll Band. Wenn ich nachts Auto fahre, höre ich gerne Ramones. Die halten mich wach. Und was Johnny Ramone erzählt, ist mir egal.








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