Forum


 

Jobprofil Consultant: Typisch Berater!

"Typisch" - das Wort hören McKinsey und Co. nicht gerne, wenn von ihren Beratern die Rede ist. Sie betonen lieber die Vielfalt ihres Personals. Dennoch haben die Consultants vieles gemeinsam: Sie legen sich nicht gerne fest und wollen früh an großen Rädern drehen. Drei Typstudien.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...775607,00.html
  1. #10

    Berater

    Keiner von den drei Herren scheint Familie zu haben oder haben zu wollen - oder wenn sie Familie haben, daran besonders interessiert zu sein oder warum ist das in einer Jobdarstellung so überhaupt kein Thema? 60 Wochenstunden, meist am Abend oder die ganze Woche über in einer anderen Stadt und nur am Wochenende zu Hause ist ja eher normal bei den Herren - aber nicht unbedingt familienkompatibel.

    Aber noch viel schöner ja die Aussage "ich will spannende Geschichten an meinem Lebensabend erzählen": Also zB wie ich diese Präsentation starten wollte und der Beamer vom Tisch fiel? Oder ich dieses Wasserglas aus Versehen umkippte direkt auf den Laptop?
    Als Berater erschafft man nun mal nichts, dh ist nicht von Anfang bis Ende dabei und eben auch nie voll verantwortlich. Wo sollen da die spannenden Geschichten herkommen?
  2. #11

    xxx

    Ich kenne etliche dieser Leute,die im Studium (Wirtschaftsingenieur,BWL) sind und auch das Berufsziel "Consultant" haben.Sie stammen überwiegend aus finanziell gehobenen Elternhäusern,interessieren sich für Karriere,aber nicht etwa für "Unwichtiges" wie Literatur o.ä.,sehen gut aus (nur scheinbar unwichtig - auch bei Männern fördert wissenschaftl. Untersuchungen zufolge gutes Aussehen die Karriere)und versuchen schon mal während des Studiums,später offenbar Wichtiges im Kleinen auszuprobieren,wie etwa den anderen über den Tisch zu ziehen....
  3. #12

    Noch besser

    Zitat von QualderWal Beitrag anzeigen

    Aber noch viel schöner ja die Aussage "ich will spannende Geschichten an meinem Lebensabend erzählen": Also zB wie ich diese Präsentation starten wollte und der Beamer vom Tisch fiel?
    Nein damals, als Powerpoint von 7.0 auf 7.5 umgestellt wurde und alle Folien für die Firma X neu gemacht werden mussten. Und dann einmal hat mich ein Ferrari in meinem silbernen Audi A4 1.9 TDI auf der Autobahn überholt - man war das aufregend!
  4. #13

    ich frage mich

    wann der tag kommt an dem firmen merken das Berater für den Popo sind? diese schaffen nichts, zerstören nur, leben auf kosten der menschen die etwas produzieren und sind ein produkt ihrer selbst ...

    wie konnte diese menschheit nur soweit kommen ohne diese berater und bwl studenten? ich mag mich ja irren aber .. bevor es diese beiden spezies gab gab es fortschritt .. seitdem es diese beiden gruppen gibt geht mehr oder minder gar nichts mehr ..
  5. #14

    ...

    Zitat von priuskanada Beitrag anzeigen
    wann der tag kommt an dem firmen merken das Berater für den Popo sind? diese schaffen nichts, zerstören nur, leben auf kosten der menschen die etwas produzieren und sind ein produkt ihrer selbst ...

    wie konnte diese menschheit nur soweit kommen ohne diese berater und bwl studenten? ich mag mich ja irren aber .. bevor es diese beiden spezies gab gab es fortschritt .. seitdem es diese beiden gruppen gibt geht mehr oder minder gar nichts mehr ..
    Ich mag mich ja irren aber kann es sein, dass Sie nicht wissen, was Kausalität bedeutet?
  6. #15

    ...

    Consultant: 50 Stellungen im Detail kennen, aber nie gevögelt haben.

    Woher kommt diese eigentümliche Artikelserie über Berater bei SPON? Liest sich wie Imagepolitur einer eigentlich völlig überflüssigen Berufssparte.
  7. #16

    Berater sind kein Ersatz

    Berater sind kein Ersatz für EIGENE Entscheidungen!

    Trinkst du gerne Kaffee, magst du Donuts, fühlst du dich einsam, triffst du gerne Menschen, hast du Angst vor Entscheidungen, willst du keine Verantwortung übernehmen - dann mache eine Konferenz oder hole einen Berater.
  8. #17

    Bringen wir's mal auf den Punkt

    1. Berater ist ein Schimpfwort, aber es kann noch lange dauern, bis das alle kapiert haben.

    2. BWL und Wirtschaftswissenschaften sind ideale Studiengänge für all diejenigen denen es a) an logischem Denkvermögen mangelt, die b) bereits an mäßig komplexen Zusammenhängen scheitern und die c) in erster Linie wichtig sein, möglichst schnell viel Geld verdienen und Karriere machen wollen.

    Zum besseren Verständnis des Beratersprechs möchte ich hier eben mal den Herrn Ingo Finck aus dem Artikel aufgreifen:
    "Ich bin jemand, der sich nicht einseitig festlegen will, was schon meine Studienwahl zeigt." Ingo Finck, 42, hat Wirtschaftsinformatik studiert, also zwei Fächer in einem. Das setzte sich bei seiner Berufswahl fort: "Die Beratung schien mir das Vernünftigste zu sein, weil ich dort die Möglichkeit sah, Unterschiedliches auszuprobieren und herauszufinden, was mir am besten gefällt."
    heißt übersetzt:

    "Ich bin jemand, der die Folgen meiner Entscheidungen nicht verantworten möchte, was schon meine Studienwahl zeigt." Ingo Finck, 42, hat Wirtschaftsinformatik studiert, also nichts Halbes und nichts Ganzes. Das setzte sich bei seiner Berufswahl fort: "Die Beratung schien mir das Vernünftigste zu sein, weil ich dort die Möglichkeit sah, in Bereichen zu arbeiten, von denen ich nichts verstehe und ich für die Ergebnisse und Konsequenzen meiner Tätigkeit keine Verantwortung tragen muss. Was mir am besten gefällt."

    Na, alles klar? :)
  9. #18

    Der Berater an sich

    Es war einmal ein Schäfer, der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete.
    Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer, grauer Audi TT auf und hielt direkt neben ihm.

    Der Fahrer des TT, ein junger Mann in Brioni Anzug, Cerutti Schuhen, Ray Ban Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte steigt aus und fragt ihn: "Wenn ich errate, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eins?"

    Der Schäfer schaut den jungen Mann an, dann seine friedlich grasenden Schafe, und sagt ruhig: "In Ordnung."

    Der junge Mann parkt den TT, verbindet sein Notebook mit dem Handy, geht im Internet auf eine NASA Seite, scannt die Gegend mit Hilfe seines GPS Satellitennavigationssystems, öffnet eine Datenbank und 60 Excel Tabellen mit einer Unmenge Formeln.

    Schließlich druckt er einen 150seitigen Bericht auf seinem Hi-Tech Minidrucker, dreht sich zu dem Schäfer um und sagt: "Sie haben hier exakt 1586 Schafe."
    Der Schäfer sagt: "Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus."

    Der junge Mann nimmt ein Schaf und lädt es in den TT ein.

    Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: "Wenn ich Ihren Beruf errate, geben Sie mir das Schaf dann zurück?"
    Der junge Mann antwortet: "Klar, warum nicht."
    Der Schäfer sagt: "Sie sind ein Unternehmensberater."
    "Das ist richtig, woher wissen Sie das?" will der junge Mann wissen.
    "Sehr einfach," sagt der Schäfer, "erstens kommen sie hierher, obwohl Sie niemand gerufen hat. Zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung haben dafür, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß, und drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich mache. Und jetzt geben Sie mir meinen Hund wieder!"
  10. #19

    Gott Sei Dank....

    ...ist in der Firma, für die ich arbeite, der Beratereinsatz durch den Vorstand in der Vergangenheit signifikant zurückgefahren worden. Der Firma geht es momentan ausgesprochen gut. Die Herren und Damen von McKinsey hießen bei uns 'Schwarzkittel'. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Eine Ursache für Beratereinsätze ist häufig das fehlende Vertrauen des Managements in die Kompentenz der eigenen Belegschaft. Der Prophet gilt im eigenen Lande häufig nichts. Wir haben daher früher aus der Not eine Tugend gemacht und unsere eigenen Vorschläge als die der Berater verkauft. Die Hochschulabsolventen und Anfänger der Beraterfirmen waren ziemlich leicht zu manipulieren. Das hätte die Firma zwar auch billiger haben können, aber so konnten wir wenigstens etwas bewirken.

    Nach meiner Erfahrung sind 4 von 5 Beratern ihr Geld nicht wert.


TOP



TOP