SPIEGEL ONLINEWo Spanien am spanischsten ist, suchen die meisten Menschen einen Job. Fast jeder dritte Andalusier ist arbeitslos. Nach dem Platzen der Immobilienblase braucht die Region Zukunftsmodelle - zum Beispiel Altenpflege in Nürnberg.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818485,00.html
"Die Bereitschaft zur Weiterbildung sei generell begrenzt..."
Tja, was soll man da noch erwarten? Wer kein Interesse, hat, seine Situation zu verbessern, dem ist leider nicht zu helfen. Wenn ich eine dieser arbeitslosen Andalusier wäre, und die Möglichkeit geboten bekommen hätte, kostenlos eine Altenpfleger-Ausbildung in Deutschland zu machen, hätte ich die mit Handkuss angekommen.
Fehlende Leidenschaft, fehlender Antrieb, seine Lebenssituation zu verbessern, fehlender Intellekt, fehlende Demut und Dankbarkeit. Ich kenne eine Argentinierin, die hat in den sauren Apfel gebissen und Deutsch gelernt, um danach eine Ausbildung als Altenplegerin in Deutschland zu machen. Die ist ihren Weg gegangen und hat es geschafft. Mein Mitleid für die ach so stolzen Spanier hält sich in Grenzen.
In Spanien muss v.a. eine Bildungs- und Arbeitsmarktreform stattfinden. Schön und gut, wenn dort jeder studiert und "etliche Titel" hat. Ein Land braucht aber nicht nur Universitätsabsolventen, in vielen Ausbildungsberufen verdient man auch in Deutschland später mehr als ein promovierter Akademiker. Wenn die Spanier das ncht einsehen, können sie sich ihren Industrieingenieurabschluss im Keller an die Wand hängen. Dann kann man immer noch kellnern.
Ich möchte die schlechte Lage der v.a. jungen Arbeitslosen nicht rechtfertigen, das ist natürlich dramatisch für die Wirtschaft als Ganzes aber auch für jeden Einzelnen, dennoch ist es auch umgekehrt leicht, die Immobilienblase für alles verantwortlich zu machen.
Das wundert mich gar nicht dass sich für die Altenpflegerausbildung niemand findet. Dauert 3 Jahre, berufsbegleitend 4 Jahre plus diverse Deutschkurse damit man sich einigermassen unterhalten kann. Dazu haben doch schon hierzulande die wenigsten Lust. Dazu kommt: Wochenendschicht, Wechseldienst, körperlich schwere Arbeit, Demente Alte im Akkord versorgen für 2000 Brutto als ausgelernte Kraft. Und da sollen jetzt Leute aus dem (Gastgewerbe) aus Spanien oder Griechenland (Sommer, Sonne) ins nasskalte Deutschland? Können kein Deutsch, südländische Mentalität . . . Wer hat sich das denn ausgedacht?
...für das Appartement? Ok, das sind keine frankfurter Preise, aber für einen Ostdeutschen stellt sich da schon die Frage, ob die Blase wirklich schon geplatzt ist.
Versteht mich nicht falsch, aber ich denke nicht, dass viele Spanier kommen werden, wenn sie erstmal sehen welche Arbeit zu welchem Lohn und bei welchem Wetter hier auf einen wartet....
Es sollten in Spanien Seniorenresidenzen wie zum Beispiel in Florida
aufgebaut werden. Wenn wir schon so viel für die EU zahlen müssen,
dann wäre es doch gut, wenn dieses Geld der Bevölkerung zu gute
kommt. Diese seniorenresidenzen/ Altenheime bieten folgende
Vorteile:
Für Spanien
1. Die Betreuung und Versorgung ist sehr arbeitsintensiv. Es entstehen
sehr viele saisonunabhängige, krisensichere Arbeitsplätze.
2.Für diese Arbeitsplätze braucht man keine Spezialisten. Eine dreijährige
Ausbildung würde für die meisten Tätigkeiten reichen.
3.Die jungen Spanier hätten eine Perspektive in ihrem Heimatland.
Für Deutschland
1. Das Klima ist in Südspanien viel gesünder und angenehmer als in
Deutschland. Für Rheuma-, Asthma- und Depressiv-Erkrankte ist ein
Aufenthalt in einer südspanischen Seniorenresidenz von Vorteil.
2. Wir hätten den Pflegenotstand in Deutschland gelöst.
3. Die Deutschen sollten sich in Europa nicht den Ruf eines
Zuchtmeisters, sondern eines Problemlösers erarbeiten!
ich selbst betreibe eine Eisdiele an einer der Küsten Andalusiens und suche zur Zeit ein neues Team. Natürlich ist da auch Teilzeit mit eingeschlossen. Jedoch 3 von 4 Arbeitslosen bleiben lieber bei ihrer Arbeitslosenhilfe als sich dazu zu bequemen mir ein Lebenslauf zu schicken oder zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen.
sind in Spanien günstig, an den Küsten fängt es bei 150.000,
175.000 an - nein, die Blase ist tatsächlich noch nicht geplatzt.
Die Banken vermieten einige der Wohnungen und warten,
daß die Preise wieder anziehen, etwa 1/3 der Preise an besonders
attraktiven Standorten ist keinen roten Heller gesunken.
Was den Lohn betrifft, der ist in D schon deutlich besser.
Ansonsten...