Forum: Blogs
Jobmarkt für Absolventen: "Wir wollen Sie!"
Die Jugend kommt gewaltig: Angehende*Absolventen haben derzeit so gute Jobchancen wie nie zuvor, das gilt selbst für Geisteswissenschaftler. Dennoch fühlen sich*nicht alle umworben. Fünf*Bewerber berichten von ihren Erfahrungen - und davon, was schieflaufen kann.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...796964,00.html
- #30 16.11.2011 20:44 von
Nö.
Waha, ARGE. Das ist so eine Sache. Wenn man als Akademiker ernsthaft glaubt, und das habe ich eine Zeit lang wirklich, dass die Agentur für Arbeit tatsächlich Arbeit (in beide Richtungen) vermittelt, dann ist man (noch) im falschen Film. Das einzige, was diese Behörde in Perfektion beherrscht, ist Arbeitslosigkeit zu verwalten und den Leuten einzureden, dass sie keine Stelle finden läge nur an ihnen selbst (stimmt häufig sogar, auch bei mir zuerst). Was sie jedoch ändern, oder bessermachen könnten, das kann die ARGE einem nicht sagen. Dafür muss man selbst aktiv werden. Und was die ARGE einem an Stellenangeboten zuweist, ist eine Frechheit. Entweder nah an der Sklaverei oder so gar nicht zum eigenen Profil passend, dass die Absage eigentlich schon feststeht.
Und dass der Mittelstand kein Personal findet liegt weniger daran, dass die Leute nicht dorthin wollen. In meinem Abschlussjahrgang wollten sehr viele in den Mittelstand, aber der Mittelstand lässt eben nichts von sich hören! Sie sind im Internet nicht zu finden, inserieren nicht in örtlichen/regionalen/bundesweiten Zeitungen, melden offene Stellen (für Akademiker) nicht der ARGE oder einschlägigen Stellenportalen und warten darauf, dass die gebratenen Tauben (Arbeitnehmer) von selbst die Nadel im Heuhaufen finden. Das mag nicht für alle gelten, und ich habe auch positive Ausnahmen gesehen, die überwiegende Mehrheit schläft jedoch einen gepflegten Dornröschenschlaf und wartet bis in alle Eweigkeit auf den Prinzen. - #31 16.11.2011 20:58 von
.
Wie repräsentativ sind denn 20 Umfragen? Besser man bleibt etwas länger an der Uni noch macht noch ein paar Statistikkurse..
- #32 16.11.2011 21:13 von
Dornröschen
Stimmt, viele Mittelständler die ich kenne haben nicht mal eine eigene Personalabteilung. Das "Personal suchen" machen da die eigentlichen Fachleute nebenher. Mit allen Vor- und Nachteilen. (So gesehen geschieht's ihnen vielleicht recht, dass sie keine Leute finden.)
Aber es ist halt immer wieder lustig, wenn sich dann in Foren wie hier Leute drüber beklagen, dass es so schwer wäre Stellen zu finden, dass sie sich mit komplett fach-unkundigen Personaler herum ärgern müssen, dass bei Gehaltsverhandlungen kaum Luft nach oben ist, dass "nur der Schein zählt" und "Leistung sich nicht mehr lohnt", dass es sowieso nur befristete Verträge gäbe usw. usf.
Da fragt man sich dann schon, ob die auf einem anderen Planeten leben, oder ob die wirklich so blöd sind, sich nur bei DAX-Unternehmen und im ÖD zu bewerben... - #33 16.11.2011 21:23 von
.
Als Absolvent, mit 10 Jahren Studiendauer, keinem Praktikum (aber qualifiziertem Nebenjob), keinem Auslandsaufenthalt und Noten im Mittelfeld, bekomme ich ca. 47.000 € pa Anfangsgehalt und habe bei etwa 15 Bewerbungen ca. 10 Jobzusagen erhalten. Ich kann den Artikel voll bestätigen. Ich habe mich im Studium sehr spezialisiert und gezielt beworben.
- #34 17.11.2011 15:57 von
!
Genau da haben wir doch den Salat. Die junge Dame wird bis Ende 30 jedenfalls keine Kinder kriegen, dann erst verdient sie genug für ein Kindermädchen. Solche Frauen heiraten dann auch nur Macker die ebenso volle Pulle arbeiten und ganz sicher nicht zuhause bleiben und sich ums Kind kümmern.
Warum soll sie nicht da wohnen und arbeiten wo vielleicht noch Großeltern sind, die mal im Kinderalltag aushelfen? Oder Freundinnen die schon größere Kinder haben und mal seelischen Beistand leisten oder mit der man Klamotten und sonstigen Kinderkrams tauschen kann.
Ich versteh dieses Flexibilitätsgeschrei immer nicht. Das führt doch alles nur ins persönliche Drama und in die volkswirtschaftliche Krise. Lebens- und Menschenfeindlicher geht es ja fast nicht mehr. - #35 18.11.2011 04:43 von waterman2
Da stimmt was nicht
Im Forum von wiwi-treff.de beschweren sich die Leute über mickrige Einstiegsgehälter.
BWLer für 21.000 p.a. brutto, Promovierte für 2000 mtl. brutto. Einstiegsgehälter von 40.000 plus werden selbst bei den Big4 als absolute Ausnahme angesehen. 36.000-38.000 im Höchstfall.
Noch mehr als über die Gehälter beschweren sich die Einsteiger jedoch über die Vertragsform - Zeitarbeit und befristete Festanstellung dominieren die unbefristeten Varianten. Dazu studentische Hilfskräfte, Praktikanten, Trainees.
Zudem kenne ich einige gut ausgebildete Fachkräfte mit Berufserfahrung, die derzeit keinen Job finden. Irgendwie ist da eine Lücke; es weist eher darauf hin, dass die Neueinsteiger eher genommen werden, weil sie viel weniger Gehalt verlangen.
Es werden selbst für spezialisierte Fachkräfte eigene Zeitarbeitsklitschen gegründet. - #36 14.12.2011 07:52 von
erklärung?
Dafür erwartet das Allianz-Tochterunternehmen einen Masterabschluss ("Der Bachelor funktioniert für uns in Deutschland nicht - die Absolventen haben zu wenig praktische Erfahrungen, brauchen zu lange, bis sie im Arbeitsalltag einsetzbar sind")...
Wie bitte? DIese Ausrede erschließt sich mir überhaupt nicht.
Das hochgelobte, deutsche Diplomstudium hab ich damals dranngegeben da es trockener, theoretischer und realitätsferner kaum ging. Warum sollte ich mich in überquellende Audimaxe ohne funktionierende Mikroanlage setzten um am Ende vom Prof/ Doktoranden aus einem Buch vorgelesen zu bekommen? Das konnte ich auch zu Hause.
In NL begann ich dann ein 4 Jähriges Bachelorstudium und habe dort wesendlich mehr Praxiserfahrung (+ eingeplahnte Zeit für Praktikum) sammeln können als ich im bücherlastigen Diplomstudiengang jemals hätte haben können. Wenn ich einen Master draufsetzte, wird dieser def. auch wieder Theorielastiger + wesendlich tiefgründiger - ist ja auch der ursprüngliche Sinn der Sache. Ein paar Fallbeispiele/ Case Studies kann man ja nicht ernsthaft als Praxis bezeichnen.
Ich sehe nicht das Leute mit einem Masterabschluss (auch in D) mehr Praxiserfahrung haben als die Leute mit einem Bachelorabschluss. Kann mich jemand aufklären?
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

