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Jobdoppel: Der Sprayer und der Wegwischer

dimago.net/ KayoBeide arbeiten mit Sprühfarben. Der eine wird bezahlt, um weiße Wände in bunte Bilder zu verwandeln, der andere, um die Farbe wieder wegzuwischen. Kayo Natez ist Sprayer, Dirk Schilling Reinigungsfachmann. Was sie vereint: Beide finden, dass es gar nicht genug Graffiti geben kann.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-858074.html
  1. #1

    Es ist doch nur Farbe ...

    korrekt! Und die gehört an deine (!) Wand und nicht an meine!
    Du kannst es nicht verstehen, warum es verfolgt wird? Neeee?
    Ich schon. Denn es ist mein Geld (!) was ich immer und immer
    wieder ausgeben muss, um sinnentartete Schmierereien pupertierender
    grenzdebiler Möchtegernmachos zu entfernen.

    Und es macht ja auch nur dort Spaß wo es verboten ist.
    Welcher Komplex dahinter stecken mag.

    Sprüh doch deine Bude voll. Ganzjährig und immer wieder.
    Sieht keiner? Lad zu Partys ein. Bei dir und in deiner Wohnung.
    Respekt vor anderen und anderen Meinungen und Empfindungen liegt euch doch angeblich so, ihr Pseudoanarchisten mit Herzchenbrille.
    BTW: das gilt für jede nicht bestellte Farbe egal worauf.
  2. #2

    Nicht sehen wollen

    Immer wieder die gleiche bescheuerte Argumentation jenseits der Realität. Ungefähr 0,1111111% der Schmierereien auf Privatbesitz haben näherungsweise künstlerisches Niveau. Der Rest erschöpft sich im talentfreiem Gekrakel-Contest, wer den Dicksten hat. Abgesehen davon, dass man 1. über Kunst streiten kann und 2. Privateigentum immer noch Privateigentum ist.
  3. #3

    Graffiti Ja...

    Schmiererei NEIN! aber leider gibts zu viel von der zweiten kategorie. und auch das schönste graffiti hat auf denkmalgeschützten fassaden nichts verloren
  4. #4

    Das Bild mit dem Anhänger

    ist echt gut... das kann ich auch ;-)
    Mit Graffiti linke Seite gezeigt... und die rechte Seite als gesäuberte Seite zeigen... sieht man an der Deichsel... toller Trick ;-)
  5. #5

    Geschmackssache

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beide arbeiten mit Sprühfarben. Der eine wird bezahlt, um weiße Wände in bunte Bilder zu verwandeln, der andere, um die Farbe wieder wegzuwischen. Kayo Natez ist Sprayer, Dirk Schilling Reinigungsfachmann. Was sie vereint: Beide finden, dass es gar nicht genug Graffiti geben kann.

    Jobdoppel: Graffiti sprayen und entfernen - SPIEGEL ONLINE
    Das Meiste ist doch einfach nur Schmiererei und selbst wenn es 'schön' ist, welche Frabe an meine Wand .. kommt entscheide ich und nicht irgendein daher gelaufener Künstler.
    Und die armen Cleaner (sehen irgendwie alle gelich aus), die Fraben werden immer aggressiver, aber leider dürfen se die ätzenden alten Reinigungsmittel nicht mehr benutzen.
  6. #6

    oh

    Zitat von ein_wanderer Beitrag anzeigen
    ist echt gut... das kann ich auch ;-)
    Mit Graffiti linke Seite gezeigt... und die rechte Seite als gesäuberte Seite zeigen... sieht man an der Deichsel... toller Trick ;-)
    Mensch, jetzt so Sie es sagen .... lustig.
  7. #7

    .

    Es gibt auch jede Menge Zeitungen und glauben Sie, dass alle Meldungen auf der Liste für den Nobelpreis stehen?
    Graffiti gab es in der APO- Zeit und die Hip Hop- Bewegung entdeckte diese Ausdrucksform Mitte der 80iger Jahre erneut. Gestern zeigte das ZDF den Film Wholecar, der betimmt wieder einige Jugendliche neugierig machen wird.

    Die Stadt Bochum hat richtig reagiert. Man hat einige große Flächen für legales Sprühen zur Verfügung gestellt und als Ansprechpartner einen Straßensozialarbeter. Dort gibt es inzwichen deutlich mehr legale Bilder als illegale Schäden.
    In Zürich gingen die illegalen Graffiti schlagartig um rd 20% zurück, nachdem man eine lange, legale Fläche zur Verfügung stellte.
    Der Gebäudereiniger nennt nahezu realistische Kosten, wenn die Anfahrt u. Material darin enthalten sind. Leider werden immer wieder enorme Schadenshöhen von der Polizei genannt und Unfug verbreitet, was entfernbar sei und was nicht. Das führt dazu, dass sich Geschädigte nicht um professionelle Hilfe bemühen; denn manche Graffiti kann man schnell und kostengünstig entfernen, bzw. im Rahmen eines Täter- Opfer- Ausgleichs von den Banausen entfernen lassen.
    Es ist immer wieder erstaunlich, was immer wieder über die Anwendung von Flusssäure verbreitet wird. Flusssäure bekommt nur der, der ein Gewerke vorweisen kann, für das Flusssäure benötigt wird. Die Berufsgenossenschaft und das Arbeits- u. Umweltschutzamt kontrollieren akribisch den Verbrauch und wie diese entsorgt wurde; denn es müsse "Giftbücher" geführt werden. Selbst wenn man Flusssäure mit Farbe mischen würde, ergäbe es keinen Sinn, weil Flussäure Glas und Metall anlöst. Die Dose würde von der Abfüllanlage nicht heil ins Lager kommen. Bisher gab es im Bereich des Öffentlichen Verkehrs keine Unfälle, die auf Flusssäure beruhten. In Köln wurde 2009 ein Bahnhof großflächig abgesperrt, weil man einen angeblichen Säure-"tag" entdeckt hatte. Dieser war jedoch nachweislich von 2006.
    Als die Pressemeldung der Polizei veröffentlicht wurde, bekam der Ermittlungsbeamte das Datensicherheitsblatt, womit man Scheiben "blind" kriegen kann. Der Kripobeamte klappte die Akte zu und gab diese an die Ermittlungsbeamten zurück, weil es diese Substanz in Bastelläden zu kaufen gab und nicht giftig war.
    Die Szene lehnt solche Aktionen trotzdem grundsätzlich ab. Graffiti- Maganzine veröffentlichen derartigen "Müll" nicht und Szeneläden halten keine befüllbare Marker vor, die man mit solcher Säure befüllen könnte.
  8. #8

    .

    Längst sprüht nicht nur die Hip Hop- Bewegung und politische Sprayer der Antifa, sondern auch Fußballfans und autonome Nazis toben sich auf fremden Wänden aus. Würde man legale Wände in Nähe von Jugendclubs, Schulen oder anderen Freizeitstätten anbieten und einen Anprechpartner, der bei Konflikten den Sprayern zur Seite steht, würden die Städte anders aussehen, zumal dann, wenn man die legalen Bilder auf der Homepage der jeweiligen Stadt veröffentlicht würde.
    Der Gebäudereiniger freut sich natürlich über den Umsatz, daher wird auch immer gern behauptet, dass das schnelle Reinigen Sprayer entmutigen würde. Das stimmte noch vor ca. 10 Jahren, aber in heutiger Zeit gibt es genügend Magazine, die diese Bilder abbilden und Homepages, auf denen man sich die Fotos, wenn man will, noch in 100 Jahren anschauen kann.
    Poliktiker sollten sich mehr Gedanken darüber machen, welcher Kreis aus der Wirtschaft das illegale Sprühen mit heimlicher Freude beobachtet und fördert. Dosenfirmen werdn mit erhöhter Menge von Farpigmenten und angeblich schlechter Entfernbarkeit der Farbe, produzieren aber Reinigungsmittel, die auf die jeweiligen Untergründe abgestimmt sind, bzw. bieten Dauerversiegelungen oder Nanofarben an, wodurch die Entfernung unerwümschter Farben/Sticker/ wild geklebter Plakate schnell und rückstandslos zu entfernen sind.
    Wenn wir Kinder und Jugendliche erst dann bemerken, wenn sie stören oder zusätzlich Kosten verursachen, so dürfen wir uns nicht wundern, wenn Kinder stören, um bemerkt zu werdn. Kinder wollen geliebt und gelobt werden, nur wenn das ausbleibt, versuchen sie über Provokationen die Komuniktion zu erzwingen und Aufmerksamkeit zu erzielen.
  9. #9

    Irre!

    Zitat: "Erwischt wurde ich nie. Das Schlimmste, was mir passiert ist: Man malt, geht nach Hause, freut sich darauf, das Bild zum ersten Mal bei Tageslicht zu sehen und zu fotografieren - und dann ist es einfach entfernt. Das ist niederschmetternd, gehört aber dazu. So lernt man, ein Auge für Wände zu entwickeln, die niemandem gehören ..." Niemandem gehören! Ganz genau! Welche Wände gehören denn niemandem? Ein solch eingeschränktes Weltbild spazierenzuführen ist das Eine, das auch noch zu veröffentlichen, das andere. Alleine das Entfernen von Graffiti auf den Nahverkehrsmitteln unserer Stadt kostet jedes Jahr 1,6 Millionen Euro. Das sind zwei Kindergärten - JEDES Jahr. Aber gehört ja keinem.


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