Forum


 

Job-Markt: Zahl der Spanier ohne Job steigt deutlich

DPADie Schuldenkrise treibt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf ein Rekordhoch. Die Quote stieg auf 11,1 Prozent, den höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung. Vor allem in Spanien verschlechtert sich die Lage auf dem Job-Markt immer mehr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...842069,00.html
  1. #10

    Wieso wiederfinden?

    Zitat von paoloDeG Beitrag anzeigen
    ... Um das zu realisieren, es ist nötig ein EU Ministerium für WirtschaftFinanzArbeit, ein EU Außenministerium, EU-FBI, EU-CIA und ich als EU President, anstatt die EU Kommission und EU Parlament die gescheitert sind! Und um mehrere tausende Milliarden Euro wiederbekommen! Wenn man das nicht tut, es wird immer mehr Geld verschwinden! Die Krise flammt immer wieder auf und trifft härter weil auch Deutschland inzwischen stark abgeschwächt sein wird! Folglich, es besteht die Gefahr, dass Europa in eine horrende Rezession gestürzt wird !...
    Wieso wiederbekommen - das Geld ist doch nicht weg! So wie die Schulden sind anderswo die Guthaben gestiegen.

    Steuern sind irgendwie keine Option - nicht hier nicht in Griechenland....

    Ich frag mich echt was das Theater soll - sollen sie doch gleich die "sozialversicherungsbeiträge" so hoch setzen, das nix vom Lohn bleibt und es an die Reichen verteilen - da fällt der Politik schon was ein.

    Keine Ahnung was das Schauspiel mit großen Effekten da soll...
  2. #11

    Zitat von paoloDeG Beitrag anzeigen
    Komische Einstellungen führen zu Misswirtschaft! Obwohl seit sechs Jahren die Arbeitsloenzahl steigt, die Einwanderung aus Drittländern ist sogar auch gestiegen anstatt zu stoppen! Hund beisst sich in die Schwanzspitze und dreht sich um sich selber! Die EU Institutionen und die dirigenten der EU Staaten arbeiten im Schneckentempo gegen die Krise! Aber die Krise ist schneller und galoppiert......
    Das geht viel einfacher: verbietet den Handel mit China und alles wird gut.
  3. #12

    Eben nicht "Industriegesellschaft"

    Zitat von Thaeve Beitrag anzeigen
    Und selbst diese Zahl ist noch geschönt.

    Alles in allem komme ich nach Jahrzehnten der Massenarbeitslosigkeit zu folgendem Schluß: In einer modernen Industriegesellschaft ist schlicht nicht mehr jedermanns Hand nötig um alle den allgemeinen Lebensstandart erhaltenden Tätigkeiten auszuführen.
    Der Beweis ist Deutschland. Wir leben auf sehr hohem Niveau, wir stellen mehr Waren und Dienstleitungen zur Verfügung, als wir dafür selbst benötigen (nichts anderes ist ja ein Außenhandelsdefizit), und benötigen dennoch nicht alle zur Verfügung stehende Arbeitskraft.

    Ich warte allerdings bis heute auf die Antwort der Wirtschaftswissenschaft, wie ein Wirtschaftssystem der Zukunft aussehen müßte, das diesem Umstand Rechnung trägt.
    Ich hätte ein paar Ideen, aber wenn man die laut äußert, wird man gleich als linker Spinner oder Gutmensch diffamiert.

    [...]
    Der produzierende Teil der Industrie ist in den letzten Jahrzehnten verstärkt aus Deutschland abgewandert, weil die Hände, die dafür benötigt werden hier zu teuer waren. Dies ist zum Teil Ergebnis einer Politik, die sich bemüht, das Lohngefälle möglichst flach zu halten. Nun sind wir haupsächlich eine Innovations- und Dienstleistungsgesellschaft. Es werden hier weniger Endprodukte als noch vor 25 Jahren gefertigt und verstärkt die Maschinen und Technologie produziert, die es braucht, diese anderswo zu fertigen.
    Wenn Ihre Konsequenz ist, daß die Hände, denen kein hinreichend ausgebildetes Hirn beigeordnet ist schlicht nicht mehr "benötigt" werden und die Menschen, die eben nur diese Hände haben, deswegen zu einem staatlich subventionierten Leben verdonnert werden, ist dies doppelt ungerecht: Ungerecht für die, die den Stolz besitzen, einer Arbeit nachgehen zu wollen, für die andere Menschen *freiwillig* bezahlen (nicht: der Staat) und es ist ungerecht für diejenigen, die sich durch ein Ingenieursstudium qäualen und nachher nichteinmal die hälft dessen übrighaben, was anderen ihre Arbeit wert ist, weil sie Kohorten von funktionalen Analphabeten durchfütten müssen, die bzw. deren Eltern "keinen Bock" auf Schule bzw. Erziehung hatten.
    Die Welt braucht durchaus noch Hände, auch ohne Qualifikation, nur dadurch, daß man hierzulande meint, gerecht wäre, wenn alle annähernd gleichviel haben, treibt man die Kosten für alle Güter in die Höhe, die hier gekauft werden können, mit der Konsequenz, daß viele ihr bißchen "Gleichviel" eben nicht mehr erwirtschaften können. Ein stärkeres Lohngefälle würde ja am unteren Ende niemanden schlechter stellen, im Gegenteil, es würden mehr Leute arbeiten, statt von Transfers zu leben, und deshalb sogar mehr Wohlstand produziert.
    Nicht mehr sondern weniger Umverteilung löst das Problem. Aber Mensch nunmal immer auf den schielt, der gerade ein bißchen mehr hat, als man selbst und ihm das bißchen nicht gönnt und auch selber nichts dazutun will, um zu dem Besserverdienenden aufzuschließen - deshalb untergräbt man das Leistungsprinzip und deshalb kann man auch hierzulande Banken retten, ohne deren Aktionäre in die Pflicht zu nehmen. Das Selbstbedienungsprinzip hat im Kleinbürgertum seinen Ursprung, nicht in der großen Finanzwirtschaft - so viele Banker gehen nämlich nicht zur Wahl.
    Industria heißt Fleiß. Die Strafe dafür ist eine Teilenteignung von 53,7%.Wir sind keine Industriegesellschaft.


TOP



TOP