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Job-Markt: Millionen Deutsche würden gerne mehr arbeiten
DPADer Job-Markt in Deutschland boomt, doch an vielen Menschen geht der Aufschwung vorbei. Laut Statistischem Bundesamt würden 7,4 Millionen Deutsche am liebsten mehr arbeiten. Vor allem Frauen in Teilzeit hätten gerne eine volle Stelle.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...850131,00.html
- #1 15.08.2012 10:13 von
Vollbeschäftigung ist Illusion.
Die bittere Wahrheit ist: es gibt nicht genug Arbeit für alle!
Alle benötigsten Waren und Dienstleistungen, die ein moderne, reiche Industriegesellschaft braucht, können von einem Bruchteil ihrer Mitglieder bereitgestellt werden.
Es ist schlicht nicht jeder notwendig.
Leider haben unsere Wirtschaftsexperten keine Antwort darauf, wie man mit diesem (neien und in der Geschichte besispiellosen Fall) umzugehen gedenkt, bzw. wie man die vorhandene Arbeit so organisiert, daß auch alle daran teilhaben können.
Ausgehend von dieser Überlegung lande ich im übrigen beim BGE - und mit Sicherheit nicht in der Wohlfühlvariante €1.500 für alle und KEINER muss arbeiten. - #2 15.08.2012 10:14 von
- #3 15.08.2012 10:15 von
Vor allem hätten sie gerne einen ordentlichen Lohn
So langsam kommt es mir so vor als wäre Deutschland das China Europas.
Man bekommt hier Angebote für Stundensätze wie vor 15 Jahren und die sind auch noch ernst gemeint.
Wenn man sich dann mal umschaut was "normale" Festangestellte in Deutschland verdienen, dann erinnert mich das an Studentenzeiten vor 20 Jahren, wo ich damals in Deutschland für den gleichen Stundenlohn gejobbt habe, das ist heute der "Tarif" und angeblich auch noch ein guter Tarif in den "Hochlohngegenden" Deutschlands.
Merkt denn in Deutschland keiner, dass die Angestellten systematisch kurz gehalten werden? Negative Lohnsteigerungen werden hier auch noch bejubelt von den Angestellten, die Gewerkschaften sind schon sehr verdächtig ruhig, die nicken alles brav ab was Arbeitgeber vorjammern. - #4 15.08.2012 10:21 von
73 Prozent ohne Vollzeitjob
Für die Statistiker:
bei ca. 23 Mio Vollzeitjobs in DE gilt:
Knapp 60 Millionen (ca. 73 Prozent der Bevölkerung) haben in Deutschland keinen Vollzeitjob.
Der Verfasser des Artikels war vermutlich ne Frau mit ner halben Stelle, und die hatte keine Zeit mehr die Zahlen im Zusammenhang darzustellen. - #5 15.08.2012 10:24 von
Unverständlich...
Gestern wurde hier schön über die Zunahme von psychischen Krankheiten durch den Druck auf Arbeit geschrieben und diskutiert und jetzt lese ich hier, die Leute wollten mehr arbeiten. Irgendwas geht doch da nicht zusammen.
Sind die Menschen auf Arbeit, sehnen sie sich jeden Tag den Feierabend oder Urlaub herbei und sobald sie in irgendeiner Weise frei haben, wollen sie wieder schaffen gehen. Wir sind schon ein komisches Völkchen.
Ich selbst bin froh über jede freie Stunde, die ich für mich, meine Liebste und meine Freunde habe und will um Gottes Willen nicht mehr arbeiten. Draußen scheint die Sonne und ich soll mich in irgendein Büro verkriechen? Nein danke!
Liebe Frauen (und Männer),
wenn ihr Kinder haben und erziehen wollt, dann könnt ihr nicht Vollzeit arbeiten, ob euch das gefällt oder nicht. Wenn ihr unter der Maxime "Alles geht" leben wollt, steht ihr bald vor dem "rien ne vas plus". Den Kindergärten und -grippen würde ich - aus gutem Grund - mein Kind nicht anvertrauen wollen.
Prioritäten setzen lernen! - #6 15.08.2012 10:24 von
Natürlich würden
wir gerne mehr arbeiten. Vor allem wenn die Kinderer aus'm Haus sind.
Verständlich. Aber bitte nicht von 5:00 bis 16:00. Bitte keinen Industriearbeitsplatz. Bitte keine Weiterbildung in der ich ausser Haus übernachten muss. Bitte keinen Arbeitsplatz der mehr als 10km vom Haus entfernt ist, weil mein Mann das Auto braucht.
Bitte keine Risiken, bitte mindestens das gleiche Gehalt wie die neue (eingearbeitete) Kollegin.
Statistiken sind wie Rauch. Man denkt es brennt, aber so muss es nicht sein. - #7 15.08.2012 10:27 von
Eigentlich
müßte die Überschrift doch heißen: Millionen Deutsche würden gerne eine Stelle finden, die auskömmlich bezahlt, nicht befristet, nicht "leiharbeitsflexibel" und voll sozialversicherungs"pflichtig", d. h. renten- und Versicherungsberechtigt ist.
So was hatten wir mal für fast alle, ehe die Schröder-Fischer-Mafia unter dem Beifall der damaligen "Opposition" ein Viertel der arbeitenden Bevölkerung in den prekären Niedriglohnsektor schickten.
Schafft die "Mini"- und "Midi"-"Jobberei" ab, das führt nur zu Altersarmut und verhindert reguläre Beschäftigung. Führt die alten Sperr-Regelungen für befristete Verträge wieder ein. Und wenn die Leiharbeit so unglaublich notwendig ist, dann zahlt den Leiharbeitern (nicht den Verleih-Zecken) MEHR Lohn als den Festangestellten, als Risikoausgleich. - #8 15.08.2012 10:33 von
Du bist Deutschland !
Es ist nun einmal für viele Menschen keine Arbeit in Deutschland da. Das ist eine Tatsache !
Der Fachkräftemangel ist eine LÜGE !
Wenn ich sehen wie viele gut ausgebildete und auch studierte junge Leute in Deutschland keine Arbeit bekommen wird mir schlecht !
Ich kenne selbst viele Fälle im Bekanntenkreis, bei denen sich junge Menschen von einem Befristeten Vertrag zum nächsten hangeln, die für einen Sklavenlohn bei Zeitarbeitsfirmen arbeiten oder die nach dem Studium schon 5 Praktika gemacht habe nur in der Hoffnung bei einem der Firmen eine Festanstellung zu bekommen.
Dies ist leider realität in Deutschland ! - #9 15.08.2012 10:34 von
Warum wird solcher Schwachsinn verbreitet?
Welche Zwecke verfolgt die Redaktion mit solch albernen Artikeln?
Da heißt es:"...verharrt die Zahl der Erwerbslosen auf vergleichsweise niedrigem Niveau, bei unter drei Millionen....Die größte Gruppe bilden die 2,5 Millionen Erwerbslosen, die aktiv eine Beschäftigung suchen und auch kurzfristig für eine Anstellung zur Verfügung stehen"
Neben den Erwerbslosen im SGB III, gibt es noch die Erwerbslosen nach dem SGB II, somit kommen sie auf eine bei weitem höhere Zahl von Erwerbslosen die aktiv und kurzfristig eine qualifizierte Arbeit zu auskömmlichen, Bedingungen suchen. Es gibt mehr als 5 Mio. Erwerbslose die eine vernünftig bezahlte sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aktiv und kurzfristig anstreben.
Die Unfähigkeit der Spon Redaktion oder besser die Absicht der Redaktion die realen Sachverhalte zu verschleiern, ist hier so offensichtlich, das ich mich frage warum lese ich die Online und Printausgabe eigentlich noch.
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