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Job-Markt im Februar: Arbeitslosenzahl fällt auf 21-Jahres-Tief

DPAEis und Schnee haben die Arbeitslosenzahl zwar leicht ansteigen lassen, doch selten zuvor waren so wenige Menschen im Februar auf Jobsuche. Die Arbeitslosigkeit im letzten Wintermonat ist saisonbereinigt die niedrigste seit 21 Jahren - trotz Euro-Krise.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...818294,00.html
  1. #180

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Es gibt Situationen im Leben, die man sich zu seiner " Ramafamilienzeit " nicht einmal Ansatzweise vorstellen vermag.
    Als Arbeitsloser im fortgeschr. Alter, dann in H4 , dann sich seiner Situation bewusst werdend, gehen Sie von ALLEM aus Ihrem bisherigen Leben auf Distanz.
    Aus Scham UND Selbstschutz. Nix mehr Freunde... Bekannte ...sozial network ..usw!
    Und wenn dann noch eine schwerwiegende Krankheit hinzu kommt, sind Sie trotz 30 jährigem guten Verdienens schlicht am Ar***.
    Ist so schwierig nicht zu verstehen, oder?
    Natürlich verstehe ich dass eine Krankheit zum finanziellen Ruin führen kann. Allerdings kann man kann besser helfen wenn man um Hilfe gebeten wird und man sicher weiß dass das Hilfsangebot auch erwünscht wird.

    Gerade bei einem großen Netzwerk bekommt man genug Not mit wenn man sich nicht vor Krankheit, Tod und Arbeitslosigkeit abkapselt.
  2. #181

    Sozialstaat

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich nutzen Zeitarbeitsfirmen ihren Spielraum um fristgerecht zu kündigen. Allerdings werden auch die meisten anderen Unternehmen einem Mitarbeiter der 10 Monate im Krankenhaus liegt kündigen. Besonders bei vorliegender negativer Gesundheitsprognose.

    Diese liegt vor wenn anzunehmen ist dass der Mitarbeiter nach der akuten Erkrankung im Jahresdurchschnitt länger als 6 Wochen pro Jahr krankheitsbedingt fehlen wird.

    Beim geschilderten Krankheitsverlauf müssten Sie schon Beamter sein um der Kündigung zu entgehen. Selbst im ÖD würden Sie die Kündigung erhalten.
    Leiharbeitsfirmen kündigen aber auch wegen Erkrankungen mit kurzer Atrbeitsunfähigkeit um die Lohnfortzahlung zu vermeiden.

    Was wiederum alle anderen Beitragszahler dann in Form von Krankengeld bezahlen dürfen.
    MFG
    jolip
  3. #182

    Zitat von willfinden Beitrag anzeigen
    In Ordnung sind die Zahlen nur dann, wenn diejenigen, die eine unbefristete, sozialversicherungspflichtige Arbeit wollen, sie auch in dem Umfang erhalten. Solange Menschen sich zusätzlich vom Amt Geld geben lassen müssen, um ihre Kosten zu decken, ist das für mich eine Mogelpackung.
    Die Leute die wie Sie GG, UN-Charta, etc. zitieren verstehen einfach nicht dass es dort immer darum geht dass man nicht gegen seinen Willen zu etwas gezwungen werden darf.

    Es ist also nicht zulässig dass Ihnen eine Behörde den Wohnort Kleinkleckersdorf und dort den Beruf Metzger zuweist weil dafür dort gerade Bedarf besteht. Und Sie bei Nichterfüllung mit Gefängnis bedroht.

    Es bedeutet aber nicht dass der Staat verpflichtet ist jedem Möchtergern-Ferrari-Testfahrer den gewünschten Arbeitsplatz direkt vor der Haustür anzubieten.

    Und insofern ist Hartz4 auch kein Zwang weil niemand in D gezwungen wird Hartz4 anzunehmen. Man darf im In- und Ausland jederzeit nach Alternativen suchen oder sich selbständig machen.
  4. #183

    Ausbau

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich nutzen Zeitarbeitsfirmen ihren Spielraum um fristgerecht zu kündigen. Allerdings werden auch die meisten anderen Unternehmen einem Mitarbeiter der 10 Monate im Krankenhaus liegt kündigen. Besonders bei vorliegender negativer Gesundheitsprognose.

    Diese liegt vor wenn anzunehmen ist dass der Mitarbeiter nach der akuten Erkrankung im Jahresdurchschnitt länger als 6 Wochen pro Jahr krankheitsbedingt fehlen wird.

    Beim geschilderten Krankheitsverlauf müssten Sie schon Beamter sein um der Kündigung zu entgehen. Selbst im ÖD würden Sie die Kündigung erhalten.
    War es denn nicht einmal ein großes Argument für die Ausweitung der Leiharbeit, dass damit länger arbeitsunfähige Mitarbeiter ersetzt werden könnten, damit die Unternehmen ihre Mitarbeiter halten können?

    Und jetzt haben wir beides. ausgeweitete Leiharbeit und gekündigte Mtarbeiter.

    Sprechen Sie nicht in der Regel davon, dass wir den Sozialstaat so erheblich ausgebaut hätten?

    Und jetzt berichten Sie uns vom Gegenteil.
    MFG
    jolip
  5. #184

    Zitat von korox Beitrag anzeigen
    100 Euro für abendliche Vergnügungen?Das ist ganz schön viel Luxus. Davon könnte man sich auch als Einzelperson locker mit Essen und Trinken über den Monat versorgen.
    Im Punkt Telekommunikation könnte man sich wohl streiten, wobei 300 Euro bei einem H4 Gehalt (oder weniger) wohl kaum der Normalität entsprechen würden.
    Es ging ursprünglich darum wieviel man verdienen muss um "normal" leben zu können.

    Aus meiner Sicht bestehen da erhebliche Bandbreiten was man gemäß individueller Präferenz als angemessen ansieht.
  6. #185

    Sie haben es erkannt, jedoch..

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Natürlich verstehe ich dass eine Krankheit zum finanziellen Ruin führen kann. Allerdings kann man kann besser helfen wenn man um Hilfe gebeten wird und man sicher weiß dass das Hilfsangebot auch erwünscht wird.

    Gerade bei einem großen Netzwerk bekommt man genug Not mit wenn man sich nicht vor Krankheit, Tod und Arbeitslosigkeit abkapselt.
    ...verschließen die meisten die Augen davor, und ignorieren so etwas.
    Warum sonst wurde die Pflegeversicherung notwendig.
    Ohne eine dementspr. Bezahlung wird es selbst in Familien immer seltener,
    das geholfen wird.
    Der Familienverbund wurde zugunsten der Pflegejobs schlicht per Gesetz unterminiert und somit zur Ausnahme,- fast abgeschafft!
    Und mit der Solidargemeinschaft sieht es zunehmend nicht besser aus.

    Ich habe ebenfalls ähnlich agiert wie der betr. vorposter, dann jedoch..., nunja, Sie konnten es ja lesen !
    Glück auf, over and out .
  7. #186

    Zitat von willfinden Beitrag anzeigen
    Die Katastrophe in diesem Bereich ist vorprogrammiert, weil schon heute 150 bis 300 bewerber auf eine Stelle kommen und die Leute noch immer die Studiengänge "Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik, Sozialwesen und Soziale Arbeit fluten.
    Das erinnert mich an einen Klospruch in der Kölner Mensa:
    Tausche Studienplatz Sozialpädagogik gegen alte Bilder von Uwe Seeler.
    Zitat von willfinden Beitrag anzeigen
    Bei immer knapper werdenden Stellen - und so erlebe ich es als Sozialpädagoge - sehe ich schon lange keine Wahl mehr, mir einen Arbeitsplatz aussuchen zu können. Ich darf froh sein, wenn ich trotz Mehrfachausbildung und Fachpraxis irgend einen bekomme.
    Damit muss man wohl leben, wenn man Sozialpädagogik studiert. Außerdem weiß man so was vorher. Oder sollte es zumindest.
    Zitat von willfinden Beitrag anzeigen
    Diese Katastrophe ist in vielen Geisteswissenschaften - namentlich Sprachwissenschaften noch extremer.
    Das liegt nach meinen Erfahrungen aber an den Sprachwissenschaftlern selber. Leute aus dem Bereich mit entsprechenden(!) Computerkenntnissen werden händeringend gesucht. Nur will sich offenbar ein großer Teil dieser Studenten damit nicht beschäftigen. Und das weiß ich aus eigenen Erfahrungen. U.A. Studium Germanistik mit Schwerpunkt Sprachforschung an der Uni Köln. Ist zwar schon ein wenig her, aber am grundsätzlichen Problem hat sich da nichts geändert. Sehe ich immer wieder bei jungen Leuten aus der Zunft, die jammern, weil sie keinen vernünftigen Job bekommen.
    Zitat von willfinden Beitrag anzeigen
    Wir brauchen auch bei Informationen zu Ausbildungs- und Studiengängen endlich direkte, ehrliche, anstatt rosig verschleiernde Formulierungen
    Stimmt, allerdings kann man sich diese Infos auch selber besorgen.

    Ein ehemaliger Geisteswissenschaftler, der schon zu Beginn seines Studiums wusste, das es später hart wird.
  8. #187

    Leider, leider haben sie Recht

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Geschönte Zahle, sie sind für mich nicht nachvollziehbar.
    Jeden Monat das gleiche verlogene Spiel.
    Die Zahlen sind absolut geschönt. Wer das nicht alles aus der Zählung rausfällt. Schreibe das nicht einfach so, sondern weiß es von Fachleuten. In meinen Augen eine Beleidigung für die Menschen, die immer noch arbeitslos sind, in irgend welchen unsinnigen Maßnahmen stecken, im 1,-.€ Job das große Geld machen, zu alt sind für die Zählung usw. usw.
  9. #188

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    War es denn nicht einmal ein großes Argument für die Ausweitung der Leiharbeit, dass damit länger arbeitsunfähige Mitarbeiter ersetzt werden könnten, damit die Unternehmen ihre Mitarbeiter halten können?

    Und jetzt haben wir beides. ausgeweitete Leiharbeit und gekündigte Mtarbeiter.

    Sprechen Sie nicht in der Regel davon, dass wir den Sozialstaat so erheblich ausgebaut hätten?

    Und jetzt berichten Sie uns vom Gegenteil.
    MFG
    jolip
    Ja, wir haben den Sozialstaat erheblich ausgebaut.

    Wir haben z.B. Sachen wie Elternzeit eingeführt und dazu gehört dass man sich Gedanken macht wie man solche temporär entstehende Lücken schließen soll.

    Was macht denn der mittelständische Betrieb mit 3 Lohnbuchhaltern?

    Theoretisch können diese 3 Personen bis zu 9 Jahren Ausfallzeiten verursachen. Oder alle zeitgleich für ein Jahr gehen.

    Wie sollen denn solche gesetzlichen Freizügigkeiten abgefangen werden wenn Kündigungen unerwünscht sind?
  10. #189

    studium

    Zitat von willfinden Beitrag anzeigen
    Wir brauchen auch bei Informationen zu Ausbildungs- und Studiengängen endlich direkte, ehrliche, anstatt rosig verschleiernde Formulierungen
    Wäre das ehrlich genug?

    http://www.titanic-magazin.de/upload...0-titel_03.jpg

    Die Entwertung der geisteswissenschaftlichen Studiengänge ist nicht vom Himmel gefallen, sondern ist eine Konsequenz der ideologischen Ökonomisierung aller Lebensbereiche. Und wo diese Entwicklung uns hinführt, können wir europaweit ja gerade beobachten.








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