Nicht ganz. Was ist denn "Kreativität" in Zeiten des Webs und in einer Copy&Paste Kultur noch wert. Ich erinnere mich noch an Zeiten vor dem DTP. Da gab es ein Kundenbriefing und dann haben sich Texter und Grafiker (der natürlich auch noch gut scribbeln konnte) tagelang den Kopf zerbrochen, um quasi aus dem Nichts etwas zu schaffen.
Dann kam die Zeit der Stockfotokataloge und von Lürzers Archiv. Da hat man dann geblättert und geblättert, bis man "Inspiration" fand eigentlich irgendetwas modifiziert/adaptiert.
Tja und heute ist alles per Knopfdruck da. Alle Texte von allen Wettbewerbern als Grundlage für den eigenen Copy-mashup, ebenso Gestaltungsideen, leicht zu durchforstende Stockfoto-Datenbanken oder Google-Bildersuche, kostenlose, fertige Templates für Websites, die sich schnell und ohne große Kenntnisse adaptieren lassen....
Es ist natürlich eine berechtigte Frage, ob der "Schrott-Output" nicht mehr viel wert ist, oder ob die geringen Investitionen in Kreativität zu "Schrott-Output" führen. Tatsache bleibt aber, das Kreativitäts-Business hat seinen Glamour komplett verloren. Heute sind Kreative auch nichts anderes als Handwerker wie Tischler und verdienen letztlich nicht mehr..

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