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Joachim Gauck in Koblenz: Der gefühlte Präsident

dapdEr war 2010 der Gegenkandidat von Christian Wulff, ist über die Parteien hinweg anerkannt, im Volk beliebt. Joachim Gauck war am Freitag zu einer Lesung in Koblenz. Zur Präsidentenfrage hielt er sich bedeckt, seine Wirkung auf Menschen ist kraftvoll wie früher.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816114,00.html
  1. #260

    keinen Spalter !

    Bitte nicht diesen 100 Prozent staatsfinanzierten Schwätzer. Der trägt kaum zur Harmonie bei.
    Denkt mal zurück an Heinemann.
    Inzwischen ist das Amt auf niedrigstem Niveau angelangt.
    Es erinnert an die Klagen von Schachspielern, die über niedriges Niveau klagen in der Liga, selbst aber außerstande sind, das Spiel glänzen zu lassen.
  2. #261

    Zitat von walter_rsr Beitrag anzeigen
    Ein Mensch, der Kritik an der Finanzmafia "unsäglich albern" findet, der dagegen war, Stasi-Leute aus der Stasi-Unterlagen-Behörde zu entlassen, der sich zum Sarazzin-Buch positiv äußert, der die Energiewende kritisiert, der im Zusammenhang von S21- Demonstrationen von "abscheulicher Neigung zu Hysterie und Angst" spricht, so einen Mensch möchte ich nicht als Bundespräsident haben.
    Jupp, mit diesen Aussagen hat der feine Herr Pfaffe sich selbst disqualifiziert.
  3. #262

    Zitat von Nakhoda Beitrag anzeigen
    Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, auf gar keien Fall einen Glatzkopf zu nehmen, aber für Urban Priol würde ich eine Ausnehme machen. Yes we can! Priol for Präsident!
    Nee! Georg Schramm! Schramm macht Satire, indem er einfach nur die Wahrheit ausspricht. Vielleicht kann er dem deutschen Michel mal Feuer unterm Hintern machen. Oder vllt Volker Pispers.

    Aber eigentlich können wir auch den Kölschen Karnevalsoberfuzzi nehmen. Würde jedenfalls exzellent in das größte Kabarett der Welt passen: Den Deutschen Bundestag.
  4. #263

    die kirche im dorf lassen

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    schon reden hören und auch wenn die Deutschen (sind ja öfter mal verblendet worden) ihn am Liebsten haben, kann ich mich da nicht begeistern. Für mich ist er viel zu emotional in eine Richtung gepresst, die da mehr nach einer "Rache" schreit auf Grund nicht verarbeiteter Ungerechtigkeiten in seiner Kindheit durch nicht nur die Diktatur der DDR, sondern auch durch genaugenommen die Diktatur von Hitler.

    Gauck hat von dem gesamten Werdegang der BRD nigs mitbekommen, der ganze Reifeprozess fehlt ihm und genau deshalb ist er total ungeeignet als Bundespräsident, weil der muss über all solche niederen (weil unaufgearbeitete) Gefühle erhaben sein.

    Zumindest erwarte ich das von einem Vertreter diesem Amtes.

    Einer nannte ja (ich glaub es war Nr. 5) Frau Käßmann, ja und da könnte ich mich anschließen, obwohl sie es wohl nicht annehmen würde.

    MFG
    Kirche und Staat ist unvereinbar.
  5. #264

    .

    Zitat von murun Beitrag anzeigen
    Nenne mir bitte eine Alternative, bitte...
    82 Millionen Menschen, und nur EINER ist geeignet ?
    Nein, es geht nicht um Eignung, es geht darum, ob der/die Kandidat/in für das politische Establishment keine Gefahr darstellt. Er darf nicht ZU unabhängig sein, muß aber dem Volke genau dies vorGAUKeln.
    Das dauert eben solch eine "erwünschte" Mischung zu finden - wirklich fähige Leute lassen sich eben nicht zu Merkels Notar machen.
    Deshalb hagelt es Absagen.

    Egal wers wird - das Amt ist so beschädigt, daß jeder neue Präsident nur als Platzhalter der Berliner Politinteressen gesehen wird. Merkel ist es gelungen das höchste Staatsamt innerhalb weniger Jahre mit zwei Versagern zu besetzen und es zu einer Lachnummer zu machen.

    Die Dame sollte einmal darüber nachdenken WARUM niemand Präsident werden will - aber für solche über das rein taktische hinausgehende Spiele ist Merkel völlig ungeeignet. Personen und Ämter dienen dem Machterhalt, etwas anderes kann sich unsere Propagandasekretärin nicht vorstellen. Gelernt ist eben gelernt.
    Sie wird sicher eine "ausgezeichnete Persönlichkeit" finden, die ihr "absolutes Vertrauen" genießt - bis auf weiteres.
  6. #265

    es ist aber so,

    Zitat von Eliza Beitrag anzeigen
    .... nach dem Niedergang des innerdeutschen Vorhangs bzw dem Bau der Berliner Mauer Reiserechte in die Bunesrepublik gehabt hätte (was allerdings von solchen zweideutigen Herzchen wie Stolpe galt), wäre mir neu.
    es sollte sich auch noch beweisen lassen, genau wie der genex-vw-bus, den natürlich alle pfarrer in der ddr bekamen...
    allerdings hatte hr. g. einen stundenlange solositzung mit "seiner akte" - ich las da u.a. von einem "im-vorlauf" - die dann danach um viele blätter dünner ward...- ein schelm...
    also, wer meint, es brauche einen neoliberalen, cdu-pfaffen, der immer sein mäntelchen in den wind drehte, um deutschland zu retten, dann bitte. "die medien" trommeln schon dafür, mal sehen, wie das beim deutschen stimmvieh ankommt. es wäre erstmalig, daß die blödzeitung einen präsidenten abschießt und den neue kürt....- private partnership,oder so?
  7. #266

    Pharisäer

    Zitat von Eliza Beitrag anzeigen
    (Natürlich wäre es ideal, wenn wir das Amt überhaupt abschaffen könnten, denn es ist strukturell redundant.)

    Aber WENN wir es schon haben und sich ein solcher Amtsinhaber durch seine Persönlichkeit sich Respekt schaffen soll, dann wäre Herr Gauck endlich DRAN!

    Das heißt, es wäre endlich ein Mitglied der DDR-Opposition dran, die uns im Westen infolge der sog. Entspannungspolitik zwischen 1972 und 1989 total verschwiegen worden ist.

    Mir wurde schon bei einem Besuch im August 1989 bei Freunden aus der autonomen Friedensbewegung der DDR, die sich seit 1988 immer stärker auf die Forderung nach den Menschenrechten verlegte, erkennbar, dass die DDR wahrscheinlich nicht für die Ewigkeit geschaffen war.

    Da fragte ich mich, was wir Westdeutsche eigentlich als Gegengabe aus der DDR erhalten könnten für unsere allfällilgen wirtschaftlichen Hilfen, falls es zu einer Wiedervereinigung käme.

    Und es lag auf der Hand, dass unser Hauptgewinn eine Erfrischung unserer demokratischen Strukturen durch den Mut und die demokratische Entschlossenheit dieser Oppositionellen zustandekommen müsste, von denen wir lernen könnten, dass demokratische Verhältnisse nichts Selbstverständliches sind, und dass man darauf achten muss, dass die nicht verschilfen.

    Gerade nach der schmierigen Wulff-Affäre würde dieser Mann das nötige Kontrastprogramm darstellen.

    Ich wäre aus einem ähnlichen Grund auch ganz gegen einen unter der Ditkatur angepassten DDR-Bürger und gegen einen Westdeutschen, dem die Verhältnisse in der DDR nicht aus eigener Erfahrung vor Augen stehen.

    Wenn Gauck endlich diese Amt bekäme, dann wäre bei der Wulff-Affäre doch immerhin WAS Gutes rausgekommen.

    Könnte es sein, dass Sie einen Opportunisten hier zum Widerstandkämpfer hochstilisieren wollen?

    Was bei Herrn Gauck ja ganz besonders peinlich ist, da er, der er ja anscheinend mehr Freiheiten hatte als andere DDR Bürger, hat uns ja nach der Wende sein neoliberales Gesicht gezeigt und damit bewiesen, dass er sich extrem eingeschleimt haben muß.

    Nennt man solche Leute in Ihrem Slang nicht Pharisäer?

    Und was hätte Jesus über Menschen gesagt, die über Hartz IV Bezieher, Occupanten und andere herziehen und beleidigen?
    MFG
    jolip
  8. #267

    Kein Titel

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Sämtliche Umfragen belegen, es gibt keinen Kandidaten, der vom Volk so gewünscht wird wie Gauck. Also gebt endlich dem Volk endlich seinen Präsidenten.

    So langsam müsste auch unter der politischen Käseglocke bei der politischen Klasse dämmern, dass die Intelligenz des Volkes größer ist als die der politischen Klasse. Dafür hat die Fehlbesetzung Wulff gerade wieder mal einen beeindruckenden Beweis geliefert.

    Klar ist auch Gauck nicht der Präsident aller Deutscher, gibt es Vorbehalte. Aber bei jedem anderen Kandidaten /Kandidatin ist der Vorbehalt noch größer, die Unterstützung noch geringer.
    Das Volk ist nicht intelligent, Sie werden keinen Beleg für Ihre Behauptung finden können.
  9. #268

    man, mnan

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Dann dürfen Sie überhaupt keinen Bundespräsidenten wählen. Spielen Sie doch einfach mal Demokrat, akzeptieren Sie Mehrheiten. Und die liegen zur Zeit ganz eindeutig bei Gauck.
    Ach, die Mehrheit tut immer das Richtige? Sich einer Mehrheit unterzuordnen als Ausdruck von Demokratie zu bezeichnen, zeigt ein merkwürdiges Demokratieverständnis.
  10. #269

    Mehrheit

    Zitat von grenoble Beitrag anzeigen
    Ach, die Mehrheit tut immer das Richtige? Sich einer Mehrheit unterzuordnen als Ausdruck von Demokratie zu bezeichnen, zeigt ein merkwürdiges Demokratieverständnis.
    In einer Demokratie zählt nun mal die Mehrheit und sollte akkzeptiert werden.

    Problematisch ist doch nur, dass die Mehrheit der Bürger in unserer Demokratie nicht umfassend, sondern zur Zeit nur sehr einseitig informiert ist.

    Wie viele Menschen haben mir die letzte Zeit erklärt, Politik interessiere sie nicht (im Gegensatz zu wichtigeren Sachen wie Gottschalk, Models, Baku, Superstar oder Dschungelcamp), und werden von unseren gleichgeschalteten Medien überwiegend falsch informiert und treffen von daher die falschen Entscheidungen.
    MFG
    jolip


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