Zitat von
Eliza
(Natürlich wäre es ideal, wenn wir das Amt überhaupt abschaffen könnten, denn es ist strukturell redundant.)
Aber WENN wir es schon haben und sich ein solcher Amtsinhaber durch seine Persönlichkeit sich Respekt schaffen soll, dann wäre Herr Gauck endlich DRAN!
Das heißt, es wäre endlich ein Mitglied der DDR-Opposition dran, die uns im Westen infolge der sog. Entspannungspolitik zwischen 1972 und 1989 total verschwiegen worden ist.
Mir wurde schon bei einem Besuch im August 1989 bei Freunden aus der autonomen Friedensbewegung der DDR, die sich seit 1988 immer stärker auf die Forderung nach den Menschenrechten verlegte, erkennbar, dass die DDR wahrscheinlich nicht für die Ewigkeit geschaffen war.
Da fragte ich mich, was wir Westdeutsche eigentlich als Gegengabe aus der DDR erhalten könnten für unsere allfällilgen wirtschaftlichen Hilfen, falls es zu einer Wiedervereinigung käme.
Und es lag auf der Hand, dass unser Hauptgewinn eine Erfrischung unserer demokratischen Strukturen durch den Mut und die demokratische Entschlossenheit dieser Oppositionellen zustandekommen müsste, von denen wir lernen könnten, dass demokratische Verhältnisse nichts Selbstverständliches sind, und dass man darauf achten muss, dass die nicht verschilfen.
Gerade nach der schmierigen Wulff-Affäre würde dieser Mann das nötige Kontrastprogramm darstellen.
Ich wäre aus einem ähnlichen Grund auch ganz gegen einen unter der Ditkatur angepassten DDR-Bürger und gegen einen Westdeutschen, dem die Verhältnisse in der DDR nicht aus eigener Erfahrung vor Augen stehen.
Wenn Gauck endlich diese Amt bekäme, dann wäre bei der Wulff-Affäre doch immerhin WAS Gutes rausgekommen.