Joachim Gauck: Die Ein-Mann-Bürgerbewegung

DPAJoachim Gauck wird von früheren Weggefährten geschmäht. Er sei kein Bürgerbewegter. Er habe sich angepasst. Trotzdem ist er eine Symbolfigur der Freiheitsbewegung. Sie hat ihn geprägt - nicht umgekehrt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820342,00.html
  1. #10

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    findet Gauck gut. Ich eben nicht. Weil Gauck ist in dem meinen Sinne kein schlechter Mensch, aber er versteht den "Freiheitsbegriff" unter dem gefühl der DDR, die da nur rigide Menschen frei ein wenig werden ließ die da auch unabdingbar das System der Unfreiheit in aller Öffentlichkeit breittraten. Nach dem Motto, frei ist nur der der oben ist und auch nur solange wie er die Oberen oben fördert.
    Gauck.....
    Gauck ein Wortgewaltiger, Gauck ein Bürgerrechtler, Gauck ein linker, liberaler Konservativer.Deutet alles auf Werbung und Irreführung hin.Vielleicht steht das böse Erwachen noch aus.Gauck ist bestenfalls ein Rätsel.Man darf gespannt sein, wer es knackt.
  2. #11

    Gauck ist auf eine gewisse Weise sehr schlicht strukturiert!

    Zitat von mullah_omar Beitrag anzeigen
    ■Er redet immer den Schwachen ins Gewissen. – Wann stellt er sich erstmals gegen die Mächtigen, vielleicht sogar gegen den publizistischen Mainstream?
    Er wird sich nicht gegen die Mächtigen stellen, nicht mal zum Schein. Weil er sich selbst auf der Seite der "Starken" verortet sehen möchte. Deshalb trägt er so gerne deren ideologische Grabenkampf-Perspektive zur Schau.

    Das ist für ihn identitätsstiftend!
  3. #12

    .

    Zitat von fleischhauer-freund Beitrag anzeigen
    Die Bundeskanzlerin darf sich freuen, einen ihren Werten nahen stehenden als Bundespräsident zu bekommen. Die Deppen sind Gabriel/Trittin und Konsorten, die glaubten Gauck für sich vereinnahmen zu können. Wie konnte rotgrün nur so blöd sein, Gauck erneut zum eigenen Kandidaten zu machen? Gauck ist rotgrün zuwider.
    Gauck ist Freiheit wichtiger als Gleichheit. Das ist gut so. Das ist pure FDP wie sie sein sollte.
    Dem Siggi und seinem grünen Anhang ging es doch niemals um die Inhalte der Person Gauck sonder lediglich um einen kurzen Gewinn gegenüber Merkel. Dieses eklige Geschacher zwischen den Parteien ist es zu verdanken, dass solch eine Mogelpackung wie der Gauck nun BP wird.
  4. #13

    Rüffel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck wird von früheren Weggefährten geschmäht. Er sei kein Bürgerbewegter. Er habe sich angepasst. Trotzdem ist er eine Symbolfigur der Freiheitsbewegung. Sie hat ihn geprägt - nicht umgekehrt.

    Joachim Gauck: Ein-Mann-Bürgerbewegung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Verdammt! Es ist nicht fair, Gauck seine DDR-Vergangenheit anzukreiden!
    In dem Scheiss-System der SED hat jeder seinen Weg zum Überleben gesucht. Und wenn Gauck jetzt als Trittbrettfahrer geoutet werden kann, der den D-Zug in die "Freiheit" erwischt hat, und dafür auch noch über die Jahre und zu Unrecht gebauchpinselt wurde, dann muss man alles Getöse kritiklos hinnehmen - der Mann hatte nur seine persönliche Überlebensstrategie erfolgreich umgesetzt.

    Aber was nicht angehen kann:
    Aks Bundespräsident taugt er aus denselben Gründen nicht. Wenn man dieses per se fragwürdige Amt mit einem Menschen besetzt, dessen hervorstechendes Merkmal ein asozialer Tunnelblick ist, dann
    gilt erneut: Ausser Spesen nichts gewesen.
  5. #14

    ...

    Zitat von cs01 Beitrag anzeigen
    Ich bin gegen Gauck als Bundespräsident, ich sehe seine Arbeit als Stasiunterlagenbeauftragter äußerst kritisch und ich halte ihn für einen eingebildeten Fatzke. Aber ihn als schmieriges Stück Abfall zu bezeichnen, ist einfach eine Frechheit.
    Stimmt. Damit würde man sich auf sein Niveau der polemischen Beschimpfung seiner Gegner herabbegeben. Das sollten wir nicht tun.
  6. #15

    So ein Unsinn

    "Er war in den letzten Jahren oft Redner bei gut zahlenden Sparkassenverbänden. Er hat Tausende Euro Honorar verdient. Er war seltener bei Opfergruppen, bei jenen, denen es nicht mehr gelang, eine bürgerliche Existenz aufzubauen.2

    So ein Unsinn: Ich habe selbst Gauck für zwei Veranstaltungen "gebucht". Er hat in vollen Häusern geredet, ist dafür 500 km selbst mit dem Auto angereist und hat die üblichen 200 Euro Honorar bekommen. Diese bekommen auch Rdner, die in fast leeren Häusern vortragen.
    Opfergruppen: Es gibt unzählige Opfergruppen, die sich keine bürgerliche Existenz mehr aufbauen konnten. Aber das hat weder etwas mit Gauck noch mit der Stasi zu tun.
    Ich finde diesen Kommentar widerlich.
  7. #16

    Man wird sich wundern

    Zitat von fleischhauer-freund Beitrag anzeigen
    Die Bundeskanzlerin darf sich freuen, einen ihren Werten nahen stehenden als Bundespräsident zu bekommen. Die Deppen sind Gabriel/Trittin und Konsorten, die glaubten Gauck für sich vereinnahmen zu können. Wie konnte rotgrün nur so blöd sein, Gauck erneut zum eigenen Kandidaten zu machen? Gauck ist rotgrün zuwider.
    Gauck ist Freiheit wichtiger als Gleichheit. Das ist gut so. Das ist pure FDP wie sie sein sollte.
    wie wenig Freude die SPD und die Grünen an dem gemeinsamen Kandidaten Gauck haben werden, denn seine Ansichten sind neoliberal und unsozial. Wieder wird die Möglichkeit verschenkt, eine integere Person zum Bundespräsidenten zu küren, von der positive Impulse für die Bundesrepublik ausgehen können.
  8. #17

    Deutschlands "Wunschkandidat"

    Zitat von tradutor Beitrag anzeigen
    "Die Ein-Mann Bürgerbewegung".

    Deutet alles auf Werbung und Irreführung hin. Vielleicht steht das böse Erwachen noch aus. Gauck ist bestenfalls ein Rätsel. Man darf gespannt sein, wer es knackt.
    Mir ist zwar unbekannt, genau wessen "Wunschkandidat" Herr Gauck ist, doch möchte ich wetten, dass die große Mehrzahl der Bevölkerung bis vor zwei Jahren überhaupt noch nie von ihm gehört hatte. Auf jeden Fall ist er der Wunschkandidat unserer meinungsmachenden Presse, obwohl die Kanzlerin seine Kandidatur noch bis zum letzten Moment zu verhindern suchte. Sollte sie etwa mehr wissen?
  9. #18

    Ein Hoffnungsträger aus der Mitte der Gesellschaft

    Joachim Gauck ist ein
    - brillianter Redner
    - hat genügend Lebenserfahrung
    - ist parteipolitisch nicht verhunzt
    - ist weder Maschmeyer-Freund noch war er kostenlos urlaubend bei "Freunden" im Gegensatz zu Wulff (oder war da eher Betty die treibende Kraft?), Wowereit und wie sie bald noch alle heißen
    - und und und ...

    Für Normalbürger ist er ein Hoffnungsträger, der die Politik und die Bürger vielleicht wieder sich annähern lassen kann, weg von der Parteien-Demokratie, hin zu mehr Bürgernähe!
    Hierzu braucht es jemanden, der dem Amt des Bundespräsidenten wieder Würde einhaucht und die verlorene Ehre zurückgibt.
    Dies wird nur mit den richtigen Worten möglich sein.
    Hoffen wir auf einen Bundespräsidenten Joachim Gauck, der verlorenes Vertrauen in die Politik wieder herstellen kann, hoffen wir, dass er dieses Ziel in den nächsten Jahren erreicht, auch wenn das manchem Politiker jedweder Couleur nicht schmecken wird.
  10. #19

    Ein Bundespräsident wird gewählt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck wird von früheren Weggefährten geschmäht. Er sei kein Bürgerbewegter. Er habe sich angepasst. Trotzdem ist er eine Symbolfigur der Freiheitsbewegung. Sie hat ihn geprägt - nicht umgekehrt.

    Joachim Gauck: Ein-Mann-Bürgerbewegung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Was sollen die negativen Kommentare über Gauck? Es wird ein Bundespräsident gewählt, kein Bürgerrechtler. Und Gauck ist den Deutschen sehr wohl bekannt. Egal, wieviel er selbst zum Umbruch beigetragen hat, er ist durchaus als Bundespräsident vermittelbar und wird in diesem Amt gut bei den Menschen ankommen. Wer jetzt Schmutz auf ihn wirft, hat schon bevor der Dreck losfliegt schmutzige Hände.