DPADurch ein verschandeltes Jesus-Fresko gelangte das Städtchen Borja zu zweifelhafter Berühmtheit. Nun verzeichnet das verschlafene Nest im Nordosten Spaniens einen Touristenboom. Hunderte Menschen bewunderten die kirchliche Wandmalerei am Wochenende.
http://www.spiegel.de/reise/europa/0...852168,00.html
Die Kirche sollte der Frau dankbar sein, frueher hat sich keine S.. das Bild angeschaut, heute hunderte. Bessere Oeffentlichtkeitsarbeit, zumal "umsonst", haette man nicht kriegen koennen. Die sollten die Dame in alle Kirchen schicken, und die "alten" Schinken die da rumhaengen ein bisschen "aufhuebschen" lassen.
So etwas wie objektiv wertvolle Kunst existiert nicht (auch wenn Generationen von Kunsthistorikern etwas anderes behaupten)! Wenn morgen 7 Milliarden Menschen sagen, dass die Monalisa nur Toillettenpapier ist, wird der Direktor des Louvre sich übermorgen damit den A abwischen. Wenn also die Mehrheit der Menschen das überarbeitete Bild als hübscher empfinden als das Original, dann ist es legitim, dass es so bleibt wie es ist. Der einzige, der vielleicht Einwände vorbringen dürfte, ist der Künstler, der das Fresco erschaffen hat. Das ist nach 102 Jahren aber eher unwarscheinlich.
Wie es kommen mußte...
Ob es "Kunst" ist oder nicht, ist rein subjektiv und liegt im Auge des Betrachters, schließlich gibt es ja auch Leute, die Beuys' Werke als Kunst bezeichnen (in dieser Hinsicht hätte ich gerne mal Beuys eigene Gedanken dazu gekannt).
Aber abartiger als ein lächelnder Jesus mit Dornenkrone, der sich offensichtlich auf seine Kreuzigung freut, ist es sicher nicht.
... behauptet, das sei das Werk eines zeitgenössischen Künstlers, so hätte ich es ihm sofort geglaubt. Es hätte mir zwar nicht gefallen, aber verglichen mit dem, was was einem heute so alles als große Kunst präsentiert wird, schlägt sich das "Werk" der alten Dame doch recht wacker.
Vom beliebigen Gruenerzeit-Kitsch zu moderner Kunst.Es ist schön zu sehen wie die Spanier das erkannt und entsprechend würdigen.
Wieso verschandelt? Die Frau hat nur das stereotype Jesus-Bild aufgemischt: Schlank und asketisch. Das sitzt so tief wie das Aussehen des Weihnachtsmanns im roten Coca-Cola-Mantel.
Wenn Jesus tatschlich ein fetter Glatzkopf war, würde das wahrscheinlich einige ziemlich schocken.