DPADurch ein verschandeltes Jesus-Fresko gelangte das Städtchen Borja zu zweifelhafter Berühmtheit. Nun verzeichnet das verschlafene Nest im Nordosten Spaniens einen Touristenboom. Hunderte Menschen bewunderten die kirchliche Wandmalerei am Wochenende.
http://www.spiegel.de/reise/europa/0...852168,00.html
Zwei Fehler auf so engem Raum unterzubringen, ist schon eine Leistung.
Es handelt sich (wie in einem frührern Forum zum Thema bereits erklärt) nicht um ein Fresko, sondern um Wandmalerei "al secco".
Und natürlich ist eine "Ecce homo"-Darstellung etwas anderes als die Darstellung des Gekreuzigten. War der Autor jemals in einer Kirche?
Was soll der Hype? Cecilia Gimenez sagt, dass Bild sei ja noch nicht fertig und jeder Maler sieht, dass sie Schichten aufgebaut hat, recht ordentlich und das Bild zuende zu malen ist gar kein Problem. Solche Zwischenstufen können mitunter sehr Lustig und eigenartig aussehen, Hilfslinien für den inneren Bartansatz wirken wie ein Affenmund u.s.w. Es ist recht unverschämt, die 80 Jährige als Stümperin dazustellen und sie das Bild nicht vollenden zu lassen. Ich habe eine Videoskizze auf Youtube gestellt, in der ich zeige, wie sie wohl geplant hatte, weiter zu arbeiten. http://www.youtube.com/watch?v=KQsOni6tCnM&feature=youtu.be
So wie das Fresko am Schluß aussah, hatte ich den Eindruck, dass sich niemand darum gekümmert hat. Wenn Mittel zur Konservierung historischer Kunstwerke limitiert sind, wird man sie sicher nicht für vielfach vorhandenen Nazarenerkitsch ausgeben, sondern sich auf kunsthistorisch interessantere Objekte konzentrieren.