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Jemen: US-Drohnen töten mutmaßliche al-Qaida-Kämpfer
DPADie US-Armee hat bei Drohnenangriffen im Jemen offenbar mindestens 64 mutmaßliche al-Qaida-Terroristen getötet. Das jemenitische Militär wurde vorab nicht informiert. Menschenrechtsgruppen kritisieren den zunehmenden Einsatz der Kampfdrohnen scharf.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...820849,00.html
- #1 12.03.2012 15:59 von
So langsam scheint's durchzusickern
Dass die Keimzelle der antiwestlichen Absprachen Anno 2000 irgendwie im Jemen zu verorten gewesen sei, wusste Kevin Fenton schon vor gut einem Jahr in seinem lesenswerten Buch "Disonnecting the Dots" zu berichten. Nur dass damals der NSA die CIA nicht an all ihren Erkenntnissen teilhaben lassen wollte. Ganz zu schweigen vom FBI, das erst als allerletzte Instanz in Kenntnis gesetzt wurde.
- #2 12.03.2012 16:09 von
Traurig...
Traurig, daß man immer mehr dazu übergeht "mutmaßliche" Terroristen zu töten anstatt sie festzunehmen und ihnen ein Gerichtsverfahren zu gewähren, wie es nach Menschenrechten eigentlich jedem zusteht.
Diese Mißachtung von Menschenleben bei Terroristen ist verachtenswert aber bei dem Wort "mutmaßlich" wird mir auch richtig schlecht. Und das dann noch in Hoheitsgebiet eines anderen Landes ohne dessen Einwilligung? Sehr bedenkenswert... - #3 12.03.2012 16:25 von
Ja ja - klar! Sicher waren das Al-Kaida Mitglieder
Ja wenn mann so subjektiv und unwahr Berichte erstattet, dann gewinnt man ein heiliges Bild von der USA. USA, das Land, welches uns vor den bösen Terroristen befreit! Die Wahrheit ist aber anders! Jemens lebenslange Diktator ist vor dem Zorn der Revolten der eigene Bevölkerung in die USA abgehauen. Der Stellvertretter des alten Präsidenten, welcher mittlerweile der Nachfolge des alten Präsidenten ist, wird natürlich von der Mehrheit der Bevölkerung nicht akzeptiert. Diese wollen freie Wahlen, welche von USA nicht tolleriert wird. USA hilft nun die Armee des Dikators, in dem er die Aufständischen einfach abschießt. Dank Spiegel-Online und weitere kontrollierten Medien, werden diese natürlich einfach nur als Al-Kaida bezeichnet und somit den Lesern eine Legitmation herbei gezaubert. Der Autor dieser Artikel sollte sich schämen, denn mit jedem Wort sympathisiert er sich mit katblutiges Vorgehen eines imperialistischen Macht, welches die meiste Kriege in der Geschichte der Menschheit führt und geführt hat!
- #4 12.03.2012 16:27 von
- #5 12.03.2012 16:28 von
Bei diesen Al Kaida Menschen
frage ich mich immer, ob sie wirklich glauben, das sei ein Jihad, was sie machen, oder ob ihnen nicht doch bewusst ist, dass sie den Namen Gottes missbrauchen für ihre eigenen Rachefeldzüge.
Überall, wo diese Menschen aktiv sind, herrschen Hunger und Armut. Das müsste ihnen doch zu denken geben. Der Koran verurteilt Kriegstreiberei und sagt immer wieder, dass diejenigen Gott am nächsten sind, die gute Werke tun, versöhnen und Frieden stiften. Sie machen das Gegenteil, obwohl nie ein Befehl zum Kampf von Gott an sie ergangen ist. - #6 12.03.2012 16:31 von
Noch nie im Jemen gewesen!?
Sorry, liebe Forums-Teilnehmer, aber mit diesem Minimum an (gefilterten) Informationen den Jemen mal als Hort allen Al-Quaida-Daseins großspurig zu definieren, ist dreist. Im Jemen, in Sanaa, wissen die meisten Jemeniten noch nicht einmal, was Al-Quaida ist. Drohnen-Angriffe gibt es schon länger im Norden, Region um Saada. Zum höchsten Feiertag der arabischen Welt haben wir, deutsche Kollegen, einen Patienten im Rollstuhl, der aus Saada war und dort 19jährig bei einem Luftangriff verletzt wurde, mit in die Alt-Stadt genommen und dort mit anderen jemenitischen Kollegen gefeiert. Genau an diesem Tag sind jemenitische Flieger gestartet zur Luftunterstützung in den Norden und an den nächsten Tagen kamen die verletzten Soldaten wieder aus dem Norden. Also diejenigen, die den Transport auf dem LKW überlebt haben. Und diese jemenitischen Jungs dort landen eben auf der "richtigen" oder auf der definitiv falschen Seite bei Al-Quaida Kämpfern. 17-jährig und noch nie etwas anderes gesehen als ihr Dorf ohne Fernsehen oder irgendwelche Medien. Die meisten Jemeniten müssen schauen, dass am nächsten Tag etwas zu essen auf dem Tisch steht. Sie haben keine Zeit, keine Kraft und keine Lust auf Al-Quaida - wenn sie denn Al-Quaida überhaupt kennen. Und Radikale - die gibt es bestimmt im Jemen. Wie in Zwickau z. B. auch. Also stellt Euch mal vor, wenn bei uns am 24.12. ein Luftangriff geflogen wird, hunderte, tausende verletzt werden und es gibt kein Krankenhaus weit und breit.
- #7 12.03.2012 17:10 von
Falsch verstanden.
Es geht nicht um die Terroristen.
Es geht um die MUTMASSLICHEN, bei denen ein öffentliches und gerechtes Gerichtsverfahren klarstellen würde, das die Beweislage nicht für eine Verurteilung ausreicht.
Es geht um die Unbeteiligten, Frauen und Kinder, die bei einem solchen Angriff als "Kollateralschäden" in Kauf genommen werden.
Es geht um das Selbstverständnis von Nationen, die der Meinung sind, auf dem Territorium eines anderen Staates ungefragt militärische Mittel einsetzen zu dürfen.
Morgen schlägt eine Bombe eines Nachbarlandes in das Haus neben ihrem ein, tötet ihre Tochter und verletzt sie selbst schwer, weil ihr Nachbar ein MUTMASSLICHER Schwerverbrecher ist. Lästern sie dann auch noch über die Menschen, die das pervers finden? - #8 12.03.2012 17:16 von
- #9 12.03.2012 18:32 von
Und?
Nennen Sie mal Beweise, dass diese Menschen für die menschenverachtenden Schlächter gefährlich wären. Selbst, wenn es Terroristen wären, Jemen kooperiert da ja, wäre es schon möglich. Andererseits werden in den USA jedes Jahr mehr Morde begangen, als der internationale Terrorismus weltweit in 10 Jahren schaffen würde. Trotzdem bekommt jeder dort eine Waffe, egal, wie unterbelichtet er ist. Ist ja Freiheit, Demokratie, Menschenrecht. Auch, wenn der dann loszieht und schlafende Kinder abschlachtet... Das Hurra der deutschen Dumpfbacke ist ihm allemal sicher.
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