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Jazz-Wiederveröffentlichungen: Wenn Miles Davis zum Download verführt
APUnter reißerischen Titeln veröffentlichen Plattenfirmen Aufnahmen aus ihren Archiven. Ärgerlich, wenn die Alben kaum Informationen enthalten - wie die neue Blue-Note-Serie.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/t...-a-858345.html
- #1 29.09.2012 08:32 von
mp3s
ich würde mir wünschen, dass solche Hintergrundinformationen auch bei mp3 Downloads zur Verfügung gestellt würden. Müsste doch möglich sein, die Datei entsprechend zu taggen.
- #2 29.09.2012 08:33 von
Das muß ja echte Schwerstarbeit gewesen sein, die Platte rauszukramen und nachzugucken. ;)
Aber ansonsten hat der Autor sicher Recht: Da wird bei einigen Wiederveröffentlichungen schlichtweg am falschen Ende gespart. Da kann man den Fans nur raten, sich die fehlenden Angaben im Internet zu suchen. Z.B. bei Jazz Discography Project oder beim AllMusic : Music Search, Recommendations, Videos and Reviews oder auch bei Wikipedia. Leider sind die natürlich auch nicht komplett und liefern einem manchmal Fehlangaben. - #3 29.09.2012 08:54 von
Schade
Mit der CD ist nicht nur die Audio Qualität, sondern auch die Plattencover-Kunst gestorben. Wer heute Musik nur als mp3 kennt, die er sich mit Stöpseln ins Ohr drückt, während er spazieren geht, wird sich auch nie fragen ob McCoy das Solo gespielt hat. Noch schlimmer ist der Handel von Verlagsrechten alter Jazz-Komponisten und nur deswegen kommen solche lieblos gemachten compilations zustande: von ahnungslosen "Medienschaffenden" Stöpseladepten zusammengeschusterte Pakete, ohne die auf den original Covern enthaltenen Informationen zu achten. Wie denn auch? Ein CD Cover ist vielleicht 1/4 so gross wie das der LP
- #4 29.09.2012 09:14 von
Das die Firmen es nicht kapieren...
Für mich ist der Tonträger immer noch ein Format, das sich zu retten lohnt.
Aber die Plattenfirmen begreifen nicht, wie man die CD oder die LP attraktiver als den Download macht.
Fehlende Informatione, keine Texte oder solche, die unlesbar klein in hellbraun auf Orange gedruckt sind: Da kann ich gleich die MP3 nehmen.
Statt exklusiver iTunes-Tracks sollte es wieder Bonustracks, nur auf Tonträger geben.
Und mit dem Tonträger geht auch das Albumformat verloren: Keine Konzeptalben mehr, keine "album tracks", die es nie zur Single schaffen, bei denen man aber jahrzehnte später entdeckt, dass sie ihrer Zeit voraus waren oder das Frühwerk eines später erfolgreichen Songschreibers.
Endstation Klingelton. - #5 29.09.2012 09:57 von
Also ich bin ja auch Vinylfetischist und kaufe vielleicht 2-3 CDs pro Jahr, aber man muss doch sagen, dass es immer die Möglichkeit gab - und auch heut noch gibt - genug Infos in CD Booklets unterzubringen. Es liegt also nicht am Medium per se, sondern an den Verantwortlichen in der Musikindustrie.
- #6 29.09.2012 09:59 von
Genau so ärgerlich ...
... ist es, wenn z.B. im Booklet der neuen Bob Dylan-CD die Texte fehlen. Schlechter Service, der den Kauf einer solchen CD für mich wirklich überflüssig macht, da ich es dann auch beim Download belassen kann. Die Tonträgerindustrie sollte selbst mehr tun, um den Kauf von LPs und CDs attraktiver zu machen statt über das Kaufverhalten der Konsumenten zu lamentieren.
- #7 29.09.2012 10:21 von
Ich liebe meine Platten und CDs, aber ich liebe auch meinen mp3 Player und muss zugeben, dass ich die meiste Zeit Musik durch Stöpsel höre, z.B beim Autofahren (habe kein Radio) oder sonstigen Aktivitäten ausser Haus. Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass bei jedem Vinyl oder CD Kauf ein einmaliger Downloadgutschein zum jeweiligen Album den Verkauf ankurbeln würde. Gut, bei einer CD geht das Einlesen leicht, aber eine Platte zu digitalisieren ist schon viel Aufwand. Und ich hätte die Musik eben nicht nur gerne im Regal, sondern auch auf dem iPod.
Vor ein paar Jahren hatte ich mit eine Gitarren CD gekauft (Deutsche Grammophon), die konnte man auch als CD Rom benutzen und es waren die Noten darauf gespeichert, samt einem Abspielprogramm, mit dem man, während die CD lief, mit einem Laufbalken sehen konnte, was der Gitarrist gerade spielt. Fand ich auch eine gute Idee... - #8 29.09.2012 10:58 von
optional
Grundsätzlich ein richtiger Artikel, jedoch recht oberflächlich.Pop kann durchaus ebenso Kollektiv-musik sein...mancher Jazz kann dieses jedoch genau so wenig wie mancher Pop...
- #9 29.09.2012 15:20 von
Joe Zawinul`s Weather Report...
...würd´ ich eher sagen; aber eigentlich eine All-Stars-Band: Wayne Shorter, Joe Zawinul, Peter Erskine und vor allem Jaco Pastorius...jajaja-könnte man noch viel labern.
Aber ist denn nicht mal Zeit für Neues? Sicher-Miles, Dizzy, Charlie...=Giganten. Auf einer Stufe (für mich ´n Tick höher ;-) mit Mozart, Bach etc.
Was da gebetsmühlenartig aus monetärer Motivation rauf & runter gespielt wird (Zauberfl., Matthäuspassion...) ist beim Jazz eben der tausendfach gehörte & kopierte Bebop, Hard Bop & Cool Jazz mit seinen II-V-I-Phrasen aus´m Katalog.
M.M. nach gibt´s nur noch Free Jazz als Chance, etwas Neues zu entdecken. Im Free Jazz aber an was Gutes zu kommen, dürfte schwer sein. Oft aggressiv, chaotisch, überfordernd-insbesondere Jazz-Anfänger werden verschreckt. Und Free-Jazz kann man nicht programmieren; höchstens mit Zuf.-Generatoren, interaktive Module, aber niemals so wie das hier (meine Empfehlung):
http://www.michael-zeller-band.de/page17/page18/page18.html
Übrigens-hier spielt der Gewinner des Jazz-Preises, Tim Allhoff mit; und Rocky Knauer spielte mit Chet Baker oder Freddy Hubbard-auch auf dieser Pladde! Tolle Infos, nich?
Mal Neues wagen, vielleicht isses gut-wenn nicht-zack-Miles in den CD, iPod, auf´n Turntable :-)
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