Jetzt muß der Autor nur noch erklären, was daran neu sein soll? Klarinettist Benny Goodman nahm schon 1936 ein Album mit Pianist Teddy Wilson und Schlagzeuger Gene Krupa auf. Jimmy Giuffre (ebenfalls Klarinette & Sax) hatte 1956 ein Trio mit Gitarrist Jim Hall und erst Bassist Ralph Pena bzw. Jim Atlas, dann Ventilposaunist Bob Brookmeyer. Bekannt ist auch Giuffres schlagzeugloses Trio mit Steve Swallow und Paul Bley Anfang der 60er Jahre. Vibraphonist Red Norvo wiederum spielte 1949 mit Gitarrist Tal Farlow und Bassist Charles Mingus im Trio. Sonny Rollins nahm seinen Klassiker "Way Out West" 1957 auch nur mit Ray Brown und Shelly Manne auf. Der Pianist Herman Blount (der später als Sun Ra bekannt wurde) hatte kurze Zeit ein Trio mit Tenorsaxophonist Coleman Hawkins und Geiger Stuff Smith. In den 80ern gab's dann jede Menge Ensembles wie Codona mit Pocket-Trompeter Don Cherry, dem Tabla-/Sitarspieler Collin Walcott und Perkussionist Naná Vasconcelos oder das Magico-Trio von Jan Garbarek (Sax), Charlie Haden (Bass) und Egberto Gismonti (Gitarre & Klavier). Ganz zu schweigen von dem Klarinettisten Tony und seinem 1964er Trio-Album "Music for Zen Meditation" mit Koto-Spieler Shinichi Yuize und Shakuhachi-Spieler Hozan Yamamoto.
Die Liste läßt sich locker ins Unendliche fortsetzen.. Kurzum: Der Aufhänger des heutigen Artikels scheint etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

Antworten / Zitieren

