Mit Coverversionen von Nirvana- und Led-Zeppelin-Songs wurde The Bad Plus berühmt. Auf ihrem neuen Album „Prog“ interpretieren die eigenwilligen Jazzer Burt Bacharach.
Der Weg von TheBadPlus ist ja kien Einzelfall mehr.
Früher hat der jazz von Einzeltypen gelebt. Daher konnte man eine Band auch noch Miles-Davis-Quintett oder so nennen. Heuet sind Markennamen gefragt. Daher ist so etwas wie TheBadPlus logische Konsequenz. Der Jazz selbst hat sich ja auch ungemein gewandelt. Das, was den heutigen Jazz auszeichnet ist, dass er wieder mal Stilistika aus Rock, Pop und allem anderen vereint und zu etwas neuem entwickelt. Für den deutschen Jazz stehen hier z.B. der junge Pär Lammers oder SOAP mit der Bassistsin Eva Kruse. Ist das Jazz?!? Klar. Denn jede andere Musikart hört da auf, wo die erst anfangen.
Nur: Medien und die breite Öffentlichkeit glauben noch heute, dass Jazz Charlie Parker, Dixie oder FreeJazz sein wird. da muß wohl mal "Jazz" in dne Musikunterricht in den Schulen aufgenommen werden, um diese Bildungslücken zu schließen und wir nachher nicht blöd mit Till Brönner im IPod in der Hand sterben..
;-))
Warum sollte nicht auch im Bereich Jazz die Möglichkeit bestehen, etwas anderes, neues, nicht klischeebehaftetes auszuprobieren? Ich denke, dass gerade junge Musiker vor allem im Jazz schon genug damit zu käpfen haben, sich mit ihrer Musik durchzusetzen. Leider sieht man auch hier wieder die Unflexibilität und fehlende Neugierde auf etwas Neues. Jazz ist einer der vielfältigsten Musikstile die ich kenne und gerade durch die Kombinationsmöglichkeiten die hier vorliegen, konnte der Jazz bis heute 'überleben'. Und es gibt genug Größen des Jazz, die gerade durch etwas anderes es geschafft haben, überhaupt groß zu werden! Um diese Art von Musik auch einer jüngeren Generation zugänglich zu machen, muss man sich heute einiges einfallen lassen und warum auch nicht auf diesem Weg. Ich frage mich manchmal, wieso die 'Jugend' heutzutage als unflexibel und träge betitelt wird, wenn sich durch solche Diskussionen doch wieder herausstellt, dass die ältere Generation nicht unbedingt offener gegenüber Neuem, sogar eher unflexibel ist. Muss denn immer 'Jazz' dabei stehen, damit es auch Jazz ist? Ich würde sagen, geben wir dieser und vielen anderen Jazz-Musikern/Bands doch eine Chance, dadurch auch den Jazz wieder populärer werden zu lassen!