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Jazz-Hitliste: Du brauchst amerikanische Freunde

ACT / Jimmy KatzHallo? Wo laufen sie denn? In der Rangliste der international wichtigsten Jazz-Zeitschrift "Down Beat" belegen deutsche Musiker hintere Plätze. Labels und Produzenten aus Germany landen dagegen auf Rang eins. Was ist da los?

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...850478,00.html
  1. #1

    Jazz-Szene braucht (mehr) europäisches Podium und Medien

    Hier mal ein nicht-amerikanischer Ansatz aus Frankreich:
    http://www.fipradio.fr/
    Täglich 19-21 Uhr
  2. #2

    Mehrere Faktoren

    Ich kann die verzwickte Situation nur so beschreiben, dass es den deutschen Jazzmusikern der jüngeren Generation leider an Authentizität mangelt. Die besten jüngeren Jazzmusiker haben fast alle die Berklee College of Music besucht.
    BERKLEE | Berklee College of Music
    Zweifellos hat das ihre Leistungen beflügelt, aber die Tendenz zum glattgebügelten Jazzrock-Mainstream ist unüberhörbar. Zudem gibt es nur noch wenige echte Jazzclubs in Deutschland, irgendwelche Gigs in sterilen, aber subventionierten „Jugendclubs“ ruinieren eher das „Feeling“, das der Jazz nun mal braucht.

    Eine unrühmliche Rolle spielen wohl auch der Rundfunk in Deutschland. Trotz gewaltiger Gebühren gibt ein keinen Sender, der es auch nur ansatzweise mit dem (privaten) „Radio Swiss Jazz“ aufnehmen könnte. Andererseits kann man dort über Internet rund um die Uhr guten Jazz hören, in erstaunlich hoher Qualität (192kbps). Wer da noch Jazz-CD's kauft muss schon ein beinharter Fan sein. Die Rolle von ECM ist zweischneidig. Die arbeiten mit sehr hochwertiger „audiophiler“ Technik, die natürlich auch von der internationalen Jazz-Elite sehr geschätzt wird.

    Die wenigen, von Idealisten betriebenen kleinen Studios bekommen wenig vom Kuchen ab, wenn die Produzenten beschließen, die Plattenaufnahmen in einem „richtigen“ Studio wie Bauer/ECM durchzuführen, obwohl die kleine Studios so manche Band erst ermöglicht haben.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Music_Production
    Es wäre außerdem zu wünschen, dass wieder authentische Spielstätten in Deutschland entstehen, denen von Seiten der Behörden nicht ständig unerfüllbare Auflagen gemacht werden. Selbst in Berlin gibt es nur kleine, verräucherte Spielstätten, andererseits große Bühnen für die Stars. Die jungen deutschen Musiker enden eben meist in einer „Bigband“ der Massenmedien, oder werden Musiklehrer und betreiben den Jazz als Hobby. Und so klingt es dann leider auch. Ich glaube, echter Jazz, wie ihn beispielsweise der genannte Peter Brötzmann macht, ist den Kulturbeamten immer noch reichlich suspekt.
  3. #3

    Downbeat

    Die unlängst vollzogenen Deformationen an der deutschen Rechtschreibung verführen viele zu dem Irrtum, im Englischen gebe es keine Komposita. Derartig Fehlgeleitete schreiben nun Komposita wie "setup", "online", "outdoor" und eben auch "downbeat" mit Deppenleerzeichen. Wenn solche Leute dann auch noch als Zeitungsredakteure arbeiten dürfen, kann man sich wirklich nur noch an den Kopf fassen und diesen schütteln. http://www.stupidedia.org/stupi/Deppen_Leer_Zeichen
  4. #4

    Zitat von W. Robert Beitrag anzeigen
    Trotz gewaltiger Gebühren gibt ein keinen Sender, der es auch nur ansatzweise mit dem (privaten) „Radio Swiss Jazz“ aufnehmen könnte.
    Radio Swiss Jazz ist auch mein Lieblinssender, allerdings ist er nicht privat sonden Teil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt der Schweiz.
    Und deshalb ohne Werbung, Gott sei Dank!
  5. #5

    Schon mal die JazzPistols gehört/gesehen/erlebt? Die haben doch unlängst die Charts in USA und Canada gestürmt. Es gibt etliche deutsche Bands die ein verdammt gutes Niveau haben.
  6. #6

    Es ist m.E. ein Problem der Lektoren..
  7. #7

    Zitat von qvoice Beitrag anzeigen
    Radio Swiss Jazz ist auch mein Lieblinssender, allerdings ist er nicht privat sonden Teil der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt der Schweiz.
    Und deshalb ohne Werbung, Gott sei Dank!
    Also ich liebe SKY.FM smooth jazz mit Jimmi King.
  8. #8

    unlängst

    Zitat von prüderiegegner Beitrag anzeigen
    Die unlängst vollzogenen Deformationen an der deutschen Rechtschreibung...
    Unlängst? 1996, 1901 oder 1876?

    Außerdem halte ich die letzte Rechtschreibreform durchaus nicht für eine "Deformation". "Deformiert" sind höchstens Sprachen wie Englisch und Französisch, die wegen fehlender Anpassungen der Schrift an die Sprache fast schon Bilderschriften sind.
  9. #9

    Zitat von prüderiegegner Beitrag anzeigen
    Die unlängst vollzogenen Deformationen an der deutschen Rechtschreibung verführen viele zu dem Irrtum, im Englischen gebe es keine Komposita. Derartig Fehlgeleitete schreiben nun Komposita wie "setup", "online", "outdoor" und eben auch "downbeat" mit Deppenleerzeichen. Wenn solche Leute dann auch noch als Zeitungsredakteure arbeiten dürfen, kann man sich wirklich nur noch an den Kopf fassen und diesen schütteln. Deppen Leer Zeichen
    Da Down Beat ein Eigenname ist ,wird er durchaus so geschrieben wie in Hielschers Artikel. Schauen Sie sich das Logo des Magazins mal genau an.

    Down Beat - Wikipedia, the free encyclopedia








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