Da hab ich meine Zweifel. Eher das Piano oder die Trompete neben dem Saxophon selbstverständlich. Und wie sieht es aus mit dem Baß, der "Seele" einer Jazzband.
Modern-Jazz, Gipsy-Swing, Country-Music, Blues: Gleich mehrere CD-Neuerscheinungen demonstrieren die Bandbreite der Gitarre. Sie gilt neben dem Tenorsaxophon als maßgebendes Jazz-Instrument - und ihrer Form wegen gar als die Schönheit unter den Klangkörpern.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...773241,00.html
Da hab ich meine Zweifel. Eher das Piano oder die Trompete neben dem Saxophon selbstverständlich. Und wie sieht es aus mit dem Baß, der "Seele" einer Jazzband.
Man denke an die prä-E-Gitarren-Zeit: Vollmassive, mit riesigem Korpus konstruierte "Schlag"-Gitarren saßen mit Piano & Contrabass in der Rhythmusgruppe und waren die Taktgeber für die Trompetenstars in den Combos & Big-Bands.
Ohne Amp is da nicht viel los-viel zu leise, um mit einem Solo durchzukommen-das war eben den Saxern, Trompetern oder Clarinettisten vorbehalten.
Wir sollten die letzten Heros hegen & pflegen (und vor allem bezahlen); wer schon mal ein Instrument lernen wollte und hingeschmissen hat, weiß, wovon die Rede ist; heute wird Musik zu einem erschreckend großen Teil von EINEM Musiker am Computer gemacht, wo dann z.B. im Radio ein ganzes Orchester zu hören ist (wie hier: http://www.youtube.com/watch?v=Ehs2k8TM1fs oder hier: http://www.youtube.com/watch?v=dxao3...ature=related).
Noch ein paar Gitarren-Heros: Ritchie Kotzen, Joe Satriani, Bill Frisell, Pat Martino, Wes Montgomery, Jimi Hendrix und ich ;-)
Ich würde die Gitarre nicht als maßgebendes Instrument im Jazz bezeichnen. Dafür gibt es zuviele Jazzbands ohne Gitarre.
Bezüglich der Schönheit: Zustimmung.
Bezüglich Bandbreite lassen wir doch mal (z.B.) diesen Herren zu Wort kommen:
http://www.youtube.com/watch?v=-7R4mwOOyEQ
So richtig maßgebend für Jazz finde ich nur das Saxophon, weil das Saxophon in der ernsten Musik, Klassik von ein paar Ausnahmen abgesehen wie Claude Debussy nicht zur Verwendung kam
Aber die Gitarre finde ich maßgebend im Jazz für den Bereich Jazz/Rock Fusion, für mich die einzige Sparte, die mir im Jazz gefällt, mein all time favorite hier das Mahavishnu Orchestra mit Gitarrist John Mc Laughlin, nach 1973 als MO1 augelöst wurde, kam nichts mehr, was das noch im Jazz toppen konnte.
Sounds wie auf den erwähnten Alben von Metheny und Sauter unterstreichen die Erkenntnis von Psychologen, die sich mit den Instrumenten des Jazz befassten: Die Gitarre sei - ihrer Form wegen - ein weibliches Sexsymbol, das Saxophon ein männliches.
typische Migränen Psychologie, Form = Sexsymbol, m, w.
Voices = Stimmen
Gitarre, Violine, Chello, Piano etc.. =Saiteninstrumente
Saxophon, Trompete, Quer-& Panflöten, Dijeriedu etc......=Blasinstrumente
Drums aller Art = Schlaginstrumente im weitesten Sinne
elektronische Klangerzeuger, z.B. Moog
Dass Mehrere und auch Einzelne ihr musikalisches Vermögen,
mit auf PC basiertem Sequenzer in die Tat umsetzen, kann nur gut sein,
sozusagen Malkästen für die Ohren, resp. Taperecorder + Mischpult,
als repeated Performance.
Achten Sie mal darauf, wenn bei Spielfilmen Liebes-Sexszenen kommen, wird fast immer Musik mit Saxophon eingeblendet
Das Saxophon geht sicher in die Richtung Sex Symbol, die Gitarre mit Saxophon wird häufig dahingehend eingesetzt, z.b Joe Beck, wurde bekannt durch seine Filmmusik in Soft Pornos, vgl seine Aufnahmen mit Saxophonist David Sanborn.
Was ist los in der Kulturredaktion von Spon? Gestern wurd eine völlig alltägliche Ausstellung zu DER Provokation in der Kunst erhoben (http://www.spiegel.de/kultur/gesells...73147,00.html), heute wird die Gitarre zu DEM Instrument im Jazz neben dem Saxophon.
Wie sind diese Übertreibungen zu erklären? Ahnungslosigkeit, Zeitdruck, Wochenendaushilfen?
Angesichts der 1000 elektrischen Möglichkeiten besinnen sich viele Gitarristen auf die einfachste Form: akustisches Spiel ohne jeden Effekt.
Angesichs der 1000 Früchtesorten besinnen sich viele auf die einfachste Form: auf Evaäpfel
Alle Guitarrenspieler sind mit der Akustischen vertraut. Pure Saiten
auf Resonanz. Seit der Magnetaufnahmetechnik werden Instrumente/Stimmen
elektrisch mikrophoniert, Nadel auf Rille verstärkt, um musikalische und textliche
"Schönheiten" Zuhörern näher zu bringen, auch optisch als Musicfilm.
Das ganze im Dienste der individuellen Sozialisierung.
Tätigkeiten, wie Panzerfeilschen treten als besonders verabscheungswürdig
in Erscheinung und werden heutzutage, durch die Mehrheit nicht mehr geduldet,
per Gesetz verboten, als Killerinstrumente.
Ein Grossteil der Zazzgitarristen hat schon beides drauf, das grosse Geld wird häufig mit der E-Gitarre gemacht, sei es Plattenverkauf oder Konzerthallen füllen.
Beim Saxophon dagegen gibt es kaum was Elektrisches, entweder ist das Technisch nicht möglich oder den Musikern fällt dazu nichts ein.
Ich kenne eigentlich nur Michael Brecker, der hat zu Lebzeiten viel Elektrisches Saxophon mit Effekten gespielt, EWI und lyricon, das hat auch Tom Scott viel gespielt,
das soll ja in etwa der Synthesizer für Bläser sein
Also ich glaube, dass nur für die E-Gitarre so richtig die Vielfalt an elektrischen Effekten entwickelt wurden, die man auch musikalisch " sinnvoll " einbringen kann.