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Jazz-Gitarristen: Coltrane goes Country

Modern-Jazz, Gipsy-Swing, Country-Music, Blues: Gleich mehrere CD-Neuerscheinungen demonstrieren die Bandbreite der Gitarre. Sie gilt neben dem Tenorsaxophon als maßgebendes Jazz-Instrument - und ihrer Form wegen gar als die Schönheit unter den Klangkörpern.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...773241,00.html
  1. #10

    Kapitalistischer Filter

    Zitat von Gwynplaine Beitrag anzeigen
    Ich würde die Gitarre nicht als maßgebendes Instrument im Jazz bezeichnen. Dafür gibt es zuviele Jazzbands ohne Gitarre.

    Bezüglich der Schönheit: Zustimmung.

    Bezüglich Bandbreite lassen wir doch mal (z.B.) diesen Herren zu Wort kommen:

    http://www.youtube.com/watch?v=-7R4mwOOyEQ
    Danke für den Link!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Da kann ich mir den Kommentar nicht verkneifen, daß der kapitalistische Filter für Bildung und Kultur, besonders auch seit Einführung, bzw. Genehmigung von Privatsendern durch die christlichen Schwarzen, ausgezeichnet solche Talente wie Danny Gatton ausschließt. Vielleicht war der finanzielle Ertrag durch diesen Gitarren-Gott nicht so vielversprechend für die Konzerne, oder vielleicht war der Gott selbst zu bescheuert, einen Deal zu bekommen oder was weiß ich...aber eines weiß ich: Das ist ein eindeutiger kultureller Mehrwert von YouTube-zumindest für mich, denn nun kenn ich Danny Gatton, den ich als Profi-Gitarrist zuvor nicht gekannt habe-eigentlich eine Schande, aber man kann ja nicht alles kennen und wissen, nääää?

    Was den Jazz betrifft-Danny Gatton würd´ ich jetzt nicht als Jazz bezeichnen, aber wenn man bedenkt, daß Deep Purple mal in Montreux war...
  2. #11

    .

    Zitat von bikenstrings Beitrag anzeigen
    Was den Jazz betrifft-Danny Gatton würd´ ich jetzt nicht als Jazz bezeichnen, aber wenn man bedenkt, daß Deep Purple mal in Montreux war...
    Ein Grossteil der Jazzmusiker will ja sowieso nicht als Jazzmusiker, sondern als Musiker eingestuft werden.
    Ein Klassiker war immer schon die Vermischung mit Pop-oder Rockmusik, wenn man da an Herbie Hancock denkt, was der alles für Pop Musik gemacht hat

    Ich hab mal gelesen, ist aber schon zig Jahre her, dass Jazz am Plattenverkauf hierzulande ca 1% ausmacht.

    Japan soll ein sehr grosser Jazzmarkt sein, viele Musiker, die es in Amerika , Europa nicht geschafft haben oder die man dort schon lange nicht mehr kennt, können dort gut Ihre Brötchen verdienen, ich glaube Japan ist das einzige Land, wo Jazz auch Mainstream ist.
  3. #12

    Redneck Jazz

    Zitat von bikenstrings Beitrag anzeigen
    Danke für den Link!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    (...)
    Was den Jazz betrifft-Danny Gatton würd´ ich jetzt nicht als Jazz bezeichnen, aber wenn man bedenkt, daß Deep Purple mal in Montreux war...

    Gern geschehen.

    Danny Gatton bechrieb sich so: "If Les Paul played Rockabilly" Er hatte auch Jazz-Wurzeln, Les Paul, Wes Montgomery, Thelonius Monk, Charlie Christian u.a. Durch seine Country und Rockabilly Einflüsse wurde eben der spezielle "Redneck Jazz" daraus. Berühmt ist seine Version von "Cherokee", habe ich aber auf Youtube nicht gefunden.

    Aber das hier

    http://www.youtube.com/watch?v=KCqeebX4aXo

    http://www.youtube.com/watch?v=W8AuKqcZ-AM
  4. #13

    Unglaublich

    Zitat von Gwynplaine Beitrag anzeigen
    Gern geschehen.

    Danny Gatton bechrieb sich so: "If Les Paul played Rockabilly" Er hatte auch Jazz-Wurzeln, Les Paul, Wes Montgomery, Thelonius Monk, Charlie Christian u.a. Durch seine Country und Rockabilly Einflüsse wurde eben der spezielle "Redneck Jazz" daraus. Berühmt ist seine Version von "Cherokee", habe ich aber auf Youtube nicht gefunden.

    Aber das hier

    http://www.youtube.com/watch?v=KCqeebX4aXo

    http://www.youtube.com/watch?v=W8AuKqcZ-AM
    OK, JAZZ-EINDEUTIG!! :-))) Das swingt und alles was sich Jazz nennen will, sollte ab und an (besser: immer!) swingen.
    Der Typ muß auf meine Liste. Wie kann ich "sojemanden" übersehen? Unglaublich...
  5. #14

    +++

    Zitat von CarlitoJ Beitrag anzeigen
    Was ist los in der Kulturredaktion von Spon? Gestern wurd eine völlig alltägliche Ausstellung zu DER Provokation in der Kunst erhoben (http://www.spiegel.de/kultur/gesells...73147,00.html), heute wird die Gitarre zu DEM Instrument im Jazz neben dem Saxophon.

    Wie sind diese Übertreibungen zu erklären? Ahnungslosigkeit, Zeitdruck, Wochenendaushilfen?
    Da steht völliger Stuss! Ok Metheney ohne Zweifel ganz oben...auch Scofield...Mike Stern und ganz toll Gatton ( danke für die links!!!!) aber schon die Historie: völlig falsch und schlecht recherchiert!

    Die Gitarre stammt von der Laute ab und diese von AL OUD der arabischen bundlosen Knickhals Laute! Diese wiederum von der Rhabab oder Rhubab!

    Al OUD heisst "Das Holz" aus AL OUD wurde LUTE-LAUTE! Die Arabische Invasion Spaniens hat uns dieses Instrument hinterlassen!

    Also SPON....korrigiert das!
  6. #15

    Welch eine unsägliche Artikelserie...

    Vor ein paar Wochen war da schon ähnliches Grauen über die Konzertgitarre zu lesen. Der Artikel ist voller Fehler und Kuriositäten. Ein gewisser 'Lars Schurse' aus Meerbusch wird hier zum besten Countrygitarristen der Welt. Erstaunlich, dass dieser Gitarrenhero sein Debutalbum zufälligerweise seit vergangenen Freitag auf einer improvisierten Website anbietet. Als Überschrift ein Zitat aus diesem Artikel.
  7. #16

    The Humbler

    Zitat von bikenstrings Beitrag anzeigen
    OK, JAZZ-EINDEUTIG!! :-))) Das swingt und alles was sich Jazz nennen will, sollte ab und an (besser: immer!) swingen.
    Der Typ muß auf meine Liste. Wie kann ich "sojemanden" übersehen? Unglaublich...
    Oh, den haben viele übersehen. Manche glauben, er sich sogar selbst;-)
    Er ht nie so richtig den Durchbruch zur Bekanntheit geschafftt, wie vergleichbare Zeitgenossen wie sagen wir mal Albert Lee, Roy Buchanan oder James Burton, und das hing wohl mit vielen Faktoren zusammen. Einer davon ist ein alter Hut: Große Kunst macht nicht immer großes Geld und seine Karriere kam wohl nie richtig in Gang. Immerhin hätte es 1991 fast einen Grammy gereicht. Er unterlag Eric Johnson.

    Unter Musikern in den USA hatte er seit den Achtzigern den Spitznamen "The Humbler". Den bekam er von Amos Garrett, der Zeuge eines fulminanten Rockabilly Gigs mit der Robert Gordon Band wurde, eine Aufnahme davon ergatterte und sie regelmäßig seinen Mitmusikern vorspielte, wenn ihr Kopf mal nicht mehr in den Spiegel paßte;-) "Time to play the Humbler!" (Gibt's als CD "The Humbler")

    Gatton war bekannt für seinen Killer Instinkt. Sprich: er war also im Prinzip unbekannt, aber wer ihn einmal gesehen hatte, hat ihn auch nicht wieder vergessen.:))

    Einer der krativsten Musiker, die ich gehört habe, hier was ruhigeres:
    http://www.youtube.com/watch?v=BR0gr...eature=related


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