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Jazz-Compilations: Neue Hörer dank Latte-Platte
Jazz, frisch verpackt: DJs unterhalten ihr Publikum mit Originalsongs oder mit aufgemotzten Remix-Versionen von Billie Holliday und Miles Davis - und die Traditionslabels vermarkten ihre Archive in immer neuen Variationen.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...645292,00.html
- #1 28.08.2009 08:09 von
Loungemusik
Neue Jazzhörer werden - zumindest auf Dauer - durch Compilations wie Jazz Machiato und dergleichen sicher nicht gefunden werden. Das ist ein kurzweilige Modesoundtrack zum "loungen" und nächste Saison schon wieder vergessen und erinnert sehr an all die vielen Klassiksampler vom Grabbeltisch mit Titeln wie Klassik zum Kuscheln mit einem Mozart Potpourri .... von Leuten gehört, die Musik immer nur nebenbei als Hintergrundbeschallung hören.
- #2 28.08.2009 08:40 von Masseltov
Plädoyer für mehr Gelassenheit im Jazz
Ja und nein. Grundsätzlich stehe ich solchen Jazz-Samplern auch eher mit gemischten Gefühlen gegenüber, weil sie das Genre genauso weich spülen wie die von Ihnen erwähnten Klassiksampler und modemäßiges Hackwerk à la "Die 20 Tenöre" oder ähnliches.
Auf der anderen Seite gestehe ich, dass ich neben den Einzelalben durchaus auch eine Kompilation "Jazz Diner" besitze, die beim Abendessen im Freundeskreis immer gut ankommt, wohingegen "Kind of Blue" vielen dann schon zu anstrengend ist...
Ich glaube durchaus, dass solche Sampler den einen oder anderen zum Jazz führen werden - ob das von Dauer ist, wird sich dann zeigen, aber besitzt er ein grundsätzliches Interesse für Musik, mach ich mir da keine Sorgen!
Im Grunde ist das so ein wenig wie die Guido-Knop-Geschichts-Dokus im ZDF: Das ganze ist auch nur als Mainstream-History-Entertainment produziert und wird von Geschichts-Experten durchaus kritisch beäugt - ich sage jedoch, wenn dadurch auch nur ein weiterer kunger Mensch lernt, was im Dritten Reich passiert ist, hat die Sendung seinen Zweck für mich erfüllt.
Doch urück zum Thema. Es gibt ja auch gute Konzepte, wie die Remix-Reihe von Verve: Jeweils ZWEI CDs, eine mit den DJ-Versionen, denen gegenübergestellt eine andere die Originale bringt... - #3 28.08.2009 11:08 von
Jein
Ich persönlich bin kein Jazz Fan, höre diesen aber durchaus gerne zwischendurch. Meist werde ich nicht durch DJ-Comilations darauf aufmerksam, sondern durch Künstler wie zB Guru (Jazzmatazz) oder Jazzkantine etc. Eine andere Form der "Verwässerung" des Jazz, wie Puristen behaupten könnten. Hingegen - mir hilft es, den einen oder anderen Künstler zu entdecken. Wie zB auch Donald Byrd.
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