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Japans Katastrophen-AKW: US-Experten warnen vor verstecken Fukushima-Risiken

Japans AKW-Betreiber Tepco meldet erste Erfolge - aber Atomexperten aus den Vereinigten Staaten warnen vor neuen Problemen. In einem vertraulichen Gutachten der US-Atomaufsicht, das jetzt aufgetaucht ist, wird deutlich:*Die Gefahr*einer weiteren Eskalation in Fukushima ist größer als bisher vermutet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...755392,00.html
  1. #40

    Kein Grund zur Panic ?

    Zitat von Steuersklave Beitrag anzeigen
    Nicht nur Nachbeben könnten zu weiteren Problemen führen, auch ein Komet, der ins Kraftwerk stürzt.
    Was soll die ganze Panikmache? Die Brennelemente in den Abklingbecken können wieder gekühlt werden und die Containments sind dicht oder lassen sich - wie gerade geschehen - wieder abdichten. Natürlich werden die Arbeiten noch dauern, aber die Nachzerfallswärme wird von Tag zu Tag weniger. Wenn nichts wirklich Schlimmes passiert, arbeitet die Zeit jetzt für die Japaner.
    Also "Dicht wie ein Sieb eher .. " zumindest die Unmengen von Wasser was man reinpumpt , und die Unmengen die sich unten sammeln lassen da von "Dicht" wohl noch nicht mal einen Hauch übrig.

    Und Japan ist das Land der Erdbeben - pro Tag gibts da immer ein paar , mal klein, mal gross - so "normal" sind da durchaus Skala 6 - aber es kann auch jederzeit noch grössere Geben - sogar ein Supererdbeben von 20 oder 30 .. warum nicht - kein Mensch ahnt was sich da im Bruch der Kontinentalplatten abspielt - könnte problemlos jederzeit nochmal einen Ruck geben der Tokio einfach in den Abgrund reißt .. das ist schlicht das Risiko eines Landes was an der Kante der Kontinente sich befindet!

    Und Kometen - sind recht selten - aber wir haben noch in der Erdumlaufbahn ein paar Mio Asteroiden - und jeden Tag kommen da auch so 50 bis 100 runter - nennen sich wenn sie schön leuchten "Sternschnuppen" und haben durchmesser von ein paar cm bis hin zu 10-20 meter .. wobei wir nur die "ganz grossen" sehen - so ab 30 meter .. Ein kleiner so 50 cm dürfte aber Reichen um grad in der Instabilen Situation in Fukushima die nächste grosse Wasserstoffexplosion auszulösen .. die haben da grad eine Menge an überschuss !

    Panik - welche Panik - objektiv gesehen schlicht einfach eine Katastrophe - deren "Schauspiel" jederzeit für die nächste Überraschung sorgen kann - und nur ganz nebenbei sogar die Existenz der Menschheit riskiert .. also kein Grund zur Panic .. da haben sie Recht!
  2. #41

    Übersetzung!

    Hatte mich gewundert über:
    die Montagen, die auf den Reaktorsicherheitsbehältern angebracht wurden, denn diese füllen sich nach und nach mit radioaktivem Kühlwasser.
    und im Original (NAT) nachgeschaut:
    the mounting stresses placed on the containment structures as they fill with radioactive cooling water

    Das aber heißt schlicht: Der wachsende Druck. Vielleicht sollten Sie das korrigieren.
  3. #42

    genau lesen - ich bitte darum

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Sie müssen, wie immer, den SPON Artikel ganz genau lesen!

    Fürchten, könnten, möglicherweise, etc....

    Ja, Nachbeben sind eine Gefahr weil wenig Redundanz vorhanden ist. Die Explosionsgefahr wird aber momentan durch die Stickstoffeinleitung beseitigt...
    Das Lesen habe ich Ihnen schon gestern in einem anderen Forum empfohlen, eben den NYT Artikel:

    Zitat:
    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Das ich das noch erleben darf bei SPON:
    Endlich gute Nachrichten vom Katastrophen-AKW Fukushima: ....
    Dies wurde schon am 14.03.11 veröffentlicht:

    http://www.theregister.co.uk/2011/03...iima_analysis/
    Daher können einige Leute schon seit 3 Wochen wieder ruhig schlafen...
    Auch informativ:

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/di...8/4028708.html
    Ich moechte ja nicht unbedingt ihren Schlaf oder Traeume stoeren, aber wuerde empfehlen, diesen Artikel auch zu lesen:
    http://www.nytimes.com/2011/04/06/wo..._r=1&ref=world

    Oder werden Sie jetzt als naechstes auch die New York Times und die Nuclear Regulatory Commission hier in den US lapidar als hysterische Panikmacher abtun?
    mscharisma ist gerade online Beitrag melden Mit Zitat antworten
  4. #43

    .

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Es ging um die Kernschmelze mit Containmentversagen und die hat es nicht gegeben sie Vereinfacher....
    Stimmt, die Containtments halten dicht wie eh und je ;).. nur hier und da ein bisschen stopfen und flicken, da ein bisschen Stickstoff damits nicht nochmal knallt .. und vielleicht kriegt man ja auch nochmal die Turbinen in Gang damit die Energie der wiederanlaufenden Kettenreaktionen wenigstens sinnvoll genutzt werden kann!
  5. #44

    #

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Nö, kommt nicht:

    Das Bild zeigt diesen Zustand: ein Schmelzesee im Bereich des Reaktorkerns und ein zweiter Schmelzesee im Bereich des unteren Plenums. Diese Situation ist auch der Endzustand der Kernschmelze.
    Köstlich, dieser Hannoverstuss: Erst wochenlang in penetranter Manier eine Kernschmelze für unmöglich erklären und nach erfolgter Schmelze ganz nonchalant darüber hinweggehen und die Gefahr für beendet erklären. Was stört ihn sein Geschwätz von gestern...
  6. #45

    TEPCO hat anscheinend keine Ahnung von Reaktorphysik

    Zitat von derivo Beitrag anzeigen
    eher nicht. tellurium 129 kommt auch noch in einem metastabilen zustand vor: te-129 wird mit einer halbwertszeit von 33 tagen zu te-129 (70 minuten).
    das vehaeltnis von te-129 zu te-129m kommt so ungefaehr hin.
    wenn es rekritikalitaet in groesserm ausmass gaebe, wuerden noch ganz andere isotope in groesseren mengen gefunden werden.

    ganz ausschliessen kann man es aber natuerlich auch nicht, weil die tepco messwerte fuer schwere elemente ja offiziell zu makulatur erklaert wurden....
    Und genau darin liegt das Problem: TEPCO scheint die eigenen Messungen nicht zu verstehen. So konnten sich das 129-Te nicht erklären, also haben sie die Messung als "doubtfull" bezeichnet. Für in Reaktorphysik bewanderte Experten ist es sonnenklar, daß 129-Te auftauchen MUSS:

    http://neinuclearnotes.blogspot.com/...-thinking.html

    Mir kommt es so vor, als ob Tepco die KKWs nur betreibt aber das ganze Knowhow an Subunternehmer outgesourced hat. Quasi wie ein Airline, die nur fliegt, aber die Wartung nach außen vergeben hat.
  7. #46

    Einen Supergau bekommt man nicht mehr in den "Griff".

    Einen Supergau bekommt man nicht mehr in den "Griff".

    Ich habe in den 80èrn bei der KWU gearbeitet und weiß im Gegensatz zu Ihnen wovon ich rede.

    Fugushima ist und bleibt schlimmer wie Tschernobyl, da sind 2500 Tonnen Radioaktives Material in den AKW`s.

    Mit einem GRAMM Plutonium kann man 25000 Menschen umbringen bei einer tödlichen Dosis von 40 Mikrogramm, früher wurde die Dosis mit 1 Mikrogramm angegeben.

    D.h. mit einem Kilo können sie 25.000.000 Menschen töten, mit einer Tonne 25.000.000.000 Milliarden Menschen und es reicht,wenn sie das Gift einatmen. Die Halbwertzeit z.B. für 239Pu Plutonium 24.110 Jahre. D.h in 24.110 Jahren können sie mit einer Tonne immer noch 12,5 Milliarden Menschen umbringen.
    Ich will sie nicht beleidigen, aber:
    Weltweit gibt es kein "Entsorgungskonzept" für Atommüll.
    Man muss entweder dumm sein oder skrupellos um AKW´s weiter zu betreiben oder zu befürworten.

    Zitat von ichse-michse Beitrag anzeigen
    ... und das könnten wir ja möglicherweise auch. Wären da nicht doch noch so viele Ungereimtheiten und Informationslücken.
    Die Versicherung auf tec-sim (http://www.tec-sim.de/)
    "Der Störfall ist mehr oder weniger beendet und die Reaktoren und die Abklingbecken in einem sicheren Zustand."
    (http://www.tec-sim.de/)
    hat deshalb auch nicht mehr Wert, als die geäußerten Befürchtungen.
  8. #47

    NRC - Panikmacher? Unkompetent?

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Ein Grundsatz der Schweren Störfall-Forschung ist, dass man nicht alle negativen Ereignisse und Phänomene auf einmal haben kann. Das gilt auch für Fukushima.
    Die Meldung von heute ist morgen schon Schnee von gestern, sowie die folgenden Meldungen der letzten Tage:

    - die Arbeiter mit Taschenlampen auf der Warte, die dort die Nummer vom Pizzadienst suchen oder die Telefonnummer der Zentrale, sicher aber keine Instrumente ablesen, denn die zeigen bei Stromausfall nichts an.
    - die französischen Experten, die immer noch nicht auf der Unfallstelle sind
    - die deutsche High-Tech-Pumpe, die wohl immer noch beim Zoll ist, jedenfalls nicht auf der Unfallstelle
    - der Ponton, der immer noch nicht da ist
    u.s.w.

    Dem Leser wird viel zugemutet:
    Erst wird dem Leser die verschnarchte IAEA als kompetente Behörde vorgestellt, jetzt die NRC, die einen dramatischen Verlust an Kompetenz durch Abgang der alten wirklich erfahrenen Mitarbeiter erlitten hat, und wahrscheinlich demnächst auch noch irgendeine deutsche Institution, wo doch jedem klar ist, da bei einer deutschen Organisation, die sich mit Kerntechnik beschäftigt und damit keine Zukunft hat, kein qualifizierter junger Physiker oder Ingenieur anheuert. Eher das Gegenteil ist der Fall.

    Spiegel-Online sollte versuchen, wesentlich gelassener und kritischer zu berichten. Vielleicht hilft ja auch ab und zu der Blick in ein Lehrbuch oder einen Fachartikel.
    Kompetenz hin oder her, das eigentlich bemerkenswerte an dem NRC Gutachten ist doch folgendes: die NRC hat seit Tag 1 der Katastrophe die Sache bisher komplett verharmlost bzw. weggeschwiegen. Nun also das Bekanntwerden des "geheime" Gutachten, das Probleme addressierte, aber wohl nicht dazu gedacht war, der Oeffentlichkeit bekannt zu werden. Die NRC ist keineswegs atomkritisch und keineswegs als Panikmacher bekannt (die NYT uebrigens auch nicht), und TROTZDEM eher pessimistisch. DAS ist das eigentlich wichtige an dem Gutachten.
  9. #48

    bild dir deine meinung

    Also was mich neuerdings neben der militärischen Unkenntnis der Spiegel-Redaktion n bisschen arg stört, sind diese fachlichen Unzulänglichkeiten in weiteren Disziplinen des realen Lebens.

    Die ganzen verdammten Blöcke hats in Fetzen gerissen und man recherchiert ernsthaft einen Riss "in einem Kabelschacht"? Es müsste sich ja um einen einzelnen Bereich außerhalb EINES der mit WASSER gefluteten Containments handeln der, ähm *räusper*, ungefähr so bedeutsam wie die Besenreinheit der Zufahrt ist. Ich meine wie soll jemand aus der Öffentlichkeit anhand Ihrer Falsch- und Teilinformationen die Sachlage einschätzen, oder gar Maßnahmen einfordern können? Noch immer gibt es keine thermografischen Aufnahmen, Fotos oder sonstiges vom Reaktor, die der Öffentlichkeit von Beginn an zur Beurteilung dieser Lage und ihres Verlaufes zugänglich hätten sein sollen. Gebe ja zu, das Röntgenaufnahmen schwierig werden könnten..

    Interessant wäre doch einfach mal, wieviel Brennstoff noch in den Resten der Druckbehälter ist.. Denn diese Reste der Bestückung wurden dummerweise mit Wasser heruntergekühlt und herausgespült, das jetzt allen weiteren Maßnahmen entgegensteht und die Reaktion erwartungsgemäß nur äußerlich bremste. Fraglich auch, ob dies bei allen gleichermaßen Reaktoren gemacht wurde - ob die Restbestände an Brennstoff ähnlich niedrig wie bei Reaktor III sind, oder wesentlich höher. Meiner Meinung nach wäre in jedem Falle auch auf die Gefahr von kritischen Massen und Gaseinschlüssen hin die Flutung der Containments mit verzögertem Beton die sichere Variante. Gasaustritte müssten mittels einiger Auslässe abgeschieden werden. Diese Kettensägenmethoden kommen bei Kerntechnikern die jahrelang um eine Schraube tigern ungut an, sind aber in ihrer Brachialität weit wirksamer, als da die Keller wichtig mit Leichtwasser für 100 $ den Liter volllaufen zu lassen und jahrelang Leute durch die Pisse zu schicken. Um eine größere Hitzeentwicklung zu vermeiden, kann laufend mit Wasser oder bei einer schnellabbindenen Variante evtl. mit Flüssiggas gegen die Schalung bzw. das Containment gekühlt werden. Eine der größten Bedrohungen für die Liquidatoren von Tschernobyl war von der Decke abtropfendes/auf dem Boden stehendes Wasser und wie es aussieht hat man sich das Ei mal eben gelegt.
  10. #49

    @ Steuersklave

    Zitat von Steuersklave Beitrag anzeigen
    Nicht nur Nachbeben könnten zu weiteren Problemen führen, auch ein Komet, der ins Kraftwerk stürzt.
    Was soll die ganze Panikmache?
    Was soll Ihre Verharmlosung?

    Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für Terroristen, um das zu tun, was bei den sonst teils geschützten, teils vernebelten AKWs zumindest nur vage Erfolgsaussichten verspricht: ein Flugzeug auf Fukushima abstürzen zu lassen. Damit wären alle Rettungsversuche mit einem Schlag erledigt, der maximale Schadensfall wäre Realität.

    Verhindern lässt sich so ein Anschlag nun praktisch gar nicht. Wenn Terroristen das unterlassen, dann vermutlich aus reinem Altruismus.








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