Zitat von
tangarra
Ein Grundsatz der Schweren Störfall-Forschung ist, dass man nicht alle negativen Ereignisse und Phänomene auf einmal haben kann. Das gilt auch für Fukushima.
Die Meldung von heute ist morgen schon Schnee von gestern, sowie die folgenden Meldungen der letzten Tage:
- die Arbeiter mit Taschenlampen auf der Warte, die dort die Nummer vom Pizzadienst suchen oder die Telefonnummer der Zentrale, sicher aber keine Instrumente ablesen, denn die zeigen bei Stromausfall nichts an.
- die französischen Experten, die immer noch nicht auf der Unfallstelle sind
- die deutsche High-Tech-Pumpe, die wohl immer noch beim Zoll ist, jedenfalls nicht auf der Unfallstelle
- der Ponton, der immer noch nicht da ist
u.s.w.
Dem Leser wird viel zugemutet:
Erst wird dem Leser die verschnarchte IAEA als kompetente Behörde vorgestellt, jetzt die NRC, die einen dramatischen Verlust an Kompetenz durch Abgang der alten wirklich erfahrenen Mitarbeiter erlitten hat, und wahrscheinlich demnächst auch noch irgendeine deutsche Institution, wo doch jedem klar ist, da bei einer deutschen Organisation, die sich mit Kerntechnik beschäftigt und damit keine Zukunft hat, kein qualifizierter junger Physiker oder Ingenieur anheuert. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Spiegel-Online sollte versuchen, wesentlich gelassener und kritischer zu berichten. Vielleicht hilft ja auch ab und zu der Blick in ein Lehrbuch oder einen Fachartikel.