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Japans Katastrophen-AKW: US-Experten warnen vor verstecken Fukushima-Risiken

Japans AKW-Betreiber Tepco meldet erste Erfolge - aber Atomexperten aus den Vereinigten Staaten warnen vor neuen Problemen. In einem vertraulichen Gutachten der US-Atomaufsicht, das jetzt aufgetaucht ist, wird deutlich:*Die Gefahr*einer weiteren Eskalation in Fukushima ist größer als bisher vermutet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...755392,00.html
  1. #270

    °

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    Ihre "Rechnung" ist offensichtlich falsch. Ein MOX-Brennelement enthält keine 3-5% Uran 235, sondern 7-8% Plutonium als SPALTBARES Material. Ist das so schwer?
    Jetzt bringen Sie mich noch mehr durcheinander.
    Insgesamt enthält ein Brennelement füe einen üblichen Reaktor 3 - 5% spaltbares Material. Mehr würde u.a. die Rekritalität vergrößern.
    Sie schrieben zuerst, dass ein MOX-Brennelement 7 - 8% Pu plus x% Uran 235 enthalten würde, was ja wesentlich mehr als 3 - 5% wäre, nahezu das Doppelte.
    Und jetzt schreiben Sie, das in einem MOX-Element nur Pu sei, und davon ca. doppelt soviel wie U235. Das ergibt immer weniger Sinn.

    Ach Knutie, Pu fällt in jedem Reaktor an. Sie können daraus MOX-Brennelemente machen.
    Sie rennen wiederholt offene Scheunentore ein, sonst nix.

    Und nicht nur bei "geeigneten" Reaktoren, wie sie schrieben: weil man dazu auch geeignete Reaktoren braucht
    ... um MOX-Brennstäbe darin verwenden zu können. Haben Sie es jetzt endlich?

    Eine fünfmal größere Menge schwach radioaktiver Abfall -
    ... und mittelradioaktiver Abfall ...

    dafür viermal weniger hochradioaktiver Abfall. Ist schon mal Mengenmäßig nur 20% mehr.

    Aber die Gesamtbilanz der Radioaktivität im Abfall spricht EINDEUTIG für die Wiederaufarbeitung.
    Ungefähr 40% des Pu, dass in jedem Reaktor anfällt, kann in MOX-Brennstäben wieder eingesetzt werden. Aber anschließend hat man in einem abgebrannten MOX-Brennstab ja nicht weniger Pu drin, sondern wieder mehr, was wegen der Verunreinigung durch Spaltprodukte nicht nochmals verwendet werden kann. Insgesamt reduziert man das Pu nicht auf 20, sondern um 20% des ursprünglichen Betrags.
  2. #271

    Der Bauer...

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    ...die stark strahlenden, wärmeentwickelnden Isotope haben eine kurze Halbwertzeit. Und wenn diese zum Großteil zerfallen sind, haben sie nur noch schwach radioaktiven, nicht (oder unwesentlich) wärmeentwickelnden Abfall. Das ist bereits in wenigen Jahrhunderten der Fall...Der Anteil giftiger Elemente......
    Na, Sie sind ja ein Herzchen. Also "alles halb so wild", was?
    Und dann können wir noch Edelmetalle aus Radioaktivem Abfall gewinnen, der kaum giftig ist? Toll !!! Aber:
    Wer soll denn das glauben, doch nicht mal Sie selbst??
  3. #272

    !

    Zitat von Knutie Beitrag anzeigen
    Jetzt bringen Sie mich noch mehr durcheinander.
    Insgesamt enthält ein Brennelement füe einen üblichen Reaktor 3 - 5% spaltbares Material. Mehr würde u.a. die Rekritalität vergrößern.
    Sie schrieben zuerst, dass ein MOX-Brennelement 7 - 8% Pu plus x% Uran 235 enthalten würde, was ja wesentlich mehr als 3 - 5% wäre, nahezu das Doppelte.
    Lesen sie meine Posts bitte etwas aufmerksamer durch. Dann entdecken sie Worte wie "statt U235". Danke.
    Und jetzt schreiben Sie, das in einem MOX-Element nur Pu sei, und davon ca. doppelt soviel wie U235. Das ergibt immer weniger Sinn.
    Bei ihrer mangelnden Bildung vielleicht. Bei U235 reichen 2-5%, um bei der vorgegeben Reaktorgeometrie eine Kettenreaktion zu erhalten. Bei Pu brauchen sie 6-8%.
    Sie rennen wiederholt offene Scheunentore ein, sonst nix.
    ... um MOX-Brennstäbe darin verwenden zu können. Haben Sie es jetzt endlich?
    Wieder falsch. Sie können in JEDEM Reaktor MOX-Brennelemente verwenden (vom THTR mal abgesehen...)
    ... und mittelradioaktiver Abfall ...
    Ungefähr 40% des Pu, dass in jedem Reaktor anfällt, kann in MOX-Brennstäben wieder eingesetzt werden. Aber anschließend hat man in einem abgebrannten MOX-Brennstab ja nicht weniger Pu drin, sondern wieder mehr, was wegen der Verunreinigung durch Spaltprodukte nicht nochmals verwendet werden kann. Insgesamt reduziert man das Pu nicht auf 20, sondern um 20% des ursprünglichen Betrags.
    Falsch!
    Deswegen spreche ich ja auch vom "Urankreislauf". Weil sie die Wiederaufbereitung natürlich - mit Zusatz von frischen Uran - beliebig oft wiederholen können.
  4. #273

    Sie sind ein Schätzchen...

    Zitat von Tom Com Beitrag anzeigen
    Na, Sie sind ja ein Herzchen. Also "alles halb so wild", was?
    Und dann können wir noch Edelmetalle aus Radioaktivem Abfall gewinnen, der kaum giftig ist? Toll !!! Aber:
    Wer soll denn das glauben, doch nicht mal Sie selbst??
    Glauben nützt nichts. Sich entsprechende Informationen einholen würde schon eher was bringen:
    Zitat von wikipedia -> Wiederaufarbeitung
    Denkbar ist auch noch eine zusätzliche Abtrennung der bei der Kernspaltung entstehenden Edelmetalle Ruthenium, Rhodium und Palladium bei der Wiederaufarbeitung. Da aber das so gewonnene Palladium neben 4 stabilen auch ein radioaktives, langlebiges Isotop (107Pd) mit einer Halbwertszeit von 6,5 Millionen Jahren enthält, dürfte dieses Palladium nicht außerhalb von Sicherheitsbereichen verwendet werden. Bei Rhodium und Ruthenium sind die Sachverhalte günstiger, da von diesen Edelmetallen in den Spaltprodukten nur radioaktive Isotope mit Halbwertszeiten von höchstens 1 Jahr vorhanden sind, sodass eine Verwendung außerhalb des Sicherheitsbereichs nach einigen Jahrzehnten möglich wäre. Bis heute wird die Abtrennung von Ruthenium, Rhodium und Palladium aus den Spaltprodukten nicht praktiziert.
    ...und das sollte man auch erst in einigen Jahrzehnten machen. Deswegen ist der nukleare Abfall zweckmäßigerweise rückholbar zu lagern.

    Ein "echter Öko" versucht sich also wiedermal mit Polemik statt mit Bildung. Klappt nicht immer...
  5. #274

    Zitat von joachim_m. Beitrag anzeigen
    Ich habe vielleicht auch etwas hart reagiert, .....
    Sollte mein Post so aufgefasst worden sein, daß ich jemanden persönlich angreifen oder gar beleidigen wollte, tut mir dies außerordentlich leid, ich versichere, daß dieses nicht im meiner Intention stand.
    Ich hatte lediglich den Eindruck, der Japan stammende Forist habe die Meldungen der TEPCO reichlich kritiklos hingenommen und weiter gegeben. Nun ist es aber meinem angeborenen Misstrauen zu verdanken, daß ich erstmal nix glaube, was Energieunternehmen mir erzählen. ;-)
    Die Energieerzeuger machen das ja nicht, damit wir nicht im Dunkeln frieren müssen, sondern weil sie Geld verdienen wollen. Und die Erfahrung lehrt uns leider, daß Störfälle IMMER erst mehrere Tage später öffentlich werden und der Standartsatz in dieser Meldung ist: "Es hat zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung bestanden!"

    Ich wollte unseren japanischen Freund also nur vor Naivität bewahren. :-)
    Im Übrigen bin ich Zyniker, das sollte dann wohl alles erklären.

    Auch ich finde die Diskussionskultur hier manchmal etwas....seltsam...., aber ich bin Douglas Adams Fan und kann die Lektüre also geniessen.

    In diesem Sinne, don't panic.
  6. #275

    Yohh

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    Ich finde es bemerkenswert, dass ausgerechnet Leute, die für die Probleme von HEUTE keine vernünftige Lösung wissen, sich Sorgen um selbst ausgedachte Probleme in 1000 Jahren machen.
    Das ist es ja! Man schiebt die Sachen beiseite und hofft auf die Vergesslichkeit der Leute. Das, was dort für 1000 Jahren angesprochen wird, ist eigentlich ein Problem von HEUTE das erst in 1000 Jahren anfällt.
    Vielleicht haben Sie eine Lösung, aber das kann ich mir bei Ihnen irgendwie nicht vorstellen.
  7. #276

    °

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    Lesen sie meine Posts bitte etwas aufmerksamer durch. Dann entdecken sie Worte wie "statt U235". Danke.
    MOX-Brennstäbe enthalten also jetzt gar kein U235 mehr. Ihnen ist aber schon klar, dass MOX die Abkürzung für Mischoxyd ist?

    Deswegen spreche ich ja auch vom "Urankreislauf". Weil sie die Wiederaufbereitung natürlich - mit Zusatz von frischen Uran - beliebig oft wiederholen können.
    frisches U235 dazu? Ja, was denn nun?

    Nein, dass ist kein "Urankreislauf", wenn man das Uran abtrennt und frisches dazu gibt. Man könnte bei MOX von einem Plutoniumkreislauf sprechen, wenn man das unendlich fortsetzen könnte, aber das scheitert schon daran, das MOX-Elemente nach einem Einsatz schon zehn Jahre lang abkühlen müssen, bevor sie tranportiert werden können. Ein realistischer kompletter MOX-Zyklus dauert rund 15 Jahre.
    Theoretisch könnte man zwar drei Zyklen fahren, spätestens dann hat sich der spaltbare Pu-Anteil soweit reduziert, dass ein weiterer Zyklus nicht möglich ist. Aber so lange hält kein AKW durch und die Kosten werden mit jedem Zyklus höher, während die Effizienz sinkt.

    Schon vor der Laufzeitverlängerung 2010 gab es tatsächlich Überlegungen, ob man denn dann nicht auch einen zweiten MOX-Zyklus einlegen könnte, wenn die AKWs mindestens zehn Jahre länger laufen. Das FZK hat dazu 2008 eine Studie angefertigt, die zu dem Ergebnis kommt, dass es zwar durch verringerte Brennstoffkosten (Brennelementesteuer!) im Vergleich zur produzierten Strommenge ein 15% höherer Gewinn möglich ist, die Pu-Gesamtmenge auch sinken würde, aber dafür eine größere Gesamtmenge von Actiniden, den unerwünschten, problematischen, aufwendig und teuer zu behandelnden Nebenspaltprodukten bei der Kernspaltung.

    Die Nuklearindustrie hat schon Jahre vor der Laufzeitenverlängerung diese in ihren ökonomischen Berechnungen einkalkuliert und einen erneuten Einsatz von MOX-Elementen in den alten Reaktoren in Erwägung gezogen. Allerdings ist eine Laufzeiten von 8 bis 12 Jahren

    http://inrwww.fzk.de/fuel_cycle/atw_53_6_MB.pdf

    Bei ihrer mangelnden Bildung vielleicht. Bei U235 reichen 2-5%, um bei der vorgegeben Reaktorgeometrie eine Kettenreaktion zu erhalten. Bei Pu brauchen sie 6-8%.
    Das hat überhaupt nichts mit der Reaktorgeometrie zu tun. Ich könnte Ihnen ja die Auflösung Ihres Dilemmas verraten, und sie versteckt sich tatsächlich auch in diesem und dem verlinkten Text, aber wegen meiner mangelnden Bildung traue ich mir das nicht zu. Sie werdenes schon selber heraus finden, oder etwa doch nicht?

    Wieder falsch. Sie können in JEDEM Reaktor MOX-Brennelemente verwenden (vom THTR mal abgesehen...)
    In allen deutschen, den meisten französischen und einigen englischen Reaktoren. In Japan war Fukushima 3 der erste mit MOX.


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