Japans Apokalypse: Erst das Beben, dann die Strahlen

Zehntausende Tote, Atomalarm*in drei*Kraftwerken und jetzt auch noch Angst vor hochgiftigem Plutonium: Die schlimmste Katastrophe*seit Ende des Zweiten Weltkriegs lähmt die Japaner, nun kommen auch noch die*unabsehbaren Folgen der nuklearen Strahlung*dazu.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...750690,00.html
  1. #250

    .

    Zitat von HolyGhost Beitrag anzeigen
    Bitte nennen Sie uns ein Beispiel für das erfolgreiche Stoppen einer bereits fortgeschrittenen Kernschmelze.
    Ich befürchte, Sie verwechseln einen Kernreaktor mit Ihrem Holzkohlegrill.
    Three Mile Island '79 und Windscale '57 (in Deutschland unter den Namen Harrisburg und Sellafield bekannt). Den Verlauf der Vorfälle können sie nachlesen. Bei beiden Vorfällen kam es zu einer _partiellen_ Kernschmelze.

    Wie ungebildet kann man eigentlich sein, wenn man doch so viel Angst und Panik vor Atomkraft hat, dass man die wichtigsten Unfälle nicht kennt? Oder ist das Absicht im kantschen Sinne der selbstverschuldeten Unmündigkeit?
  2. #251

    Alles ausgefallen

    Zitat von alpha0711 Beitrag anzeigen
    Warum wird das nicht über ein Notstromaggregat realisiert welches mit herkömmlichem Diesel läuft ?
    Zuert hat es einen Stromausfall gegeben, so dass die Normalkühlung nicht funktionierte. Der Diesel-Notstrom-Generator ist nach dann auch ausgefallen (in japanischen Nachrichten keine Grund dafür genannt) und letztlich hat auch das energielose, auf Druck beruhend System versagt.
  3. #252

    ..

    Zitat von alpha0711 Beitrag anzeigen
    Ist es nicht so das die Kühlung ausgefallen ist da die elektr. Speisung des Kühlungssystems unterbrochen war (+ zusätzlich irgendwann Batterien für die Notspeisung leer waren)
    Warum wird das nicht über ein .....
    Wenn man wie ich in Tokyo lebt, dann kann man jede Art der Aufheiterung gebrauchen. Das Niveau der Spiegel Berichterstattung gehört da eindeutig dazu, die Zeitschrift gehört generell seit einiger Zeit zu den lächerlichsten Produkten in DE übetrhaupt. Mit Journalismus hat das, was die Volontäre und Praktikanten, mit dem wohl letzten verbliebenen Journalisten mittendrin da kostengünstig erstellen nicht mehr das Geringste zu tun....
    Beste Berichterstattung ist eindeutig bei der FTD, die auch den besten live Ticker haben. Spiegel und Süddeutsche machen um 0:00 Feierabend... welch ein peinlicher witz. Und dazu die unverschämte Zensur...
  4. #253

    tut was für eure kümmerliche Gesundheit

    Zitat von c66
    Es gibt aber auch einen weiteres Opfer. Das E-Auto. Dieses Prinzip lebt davon, dass Energie näherungsweise CO2-frei erzeugt wird.
    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    Nö. Das Prinzip lebt davon Leuten ein gutes Gewissen zu verkaufen.
    Na ja, da magst Du recht haben, aber es gibt durchaus Leute, die Ökostrom beziehen und damit ihre E-Vehikel füttern. Das ist zwar teurer, aber immer noch ungleich günstiger als Sprit. Klar, bei Eon un EnBW bekommst Du solchen Strom eher nicht. Aber der Markt bietet bereits Anbieter, greenpeace energy zum Beispiel. Teurer. Besser. Meins.

    Energie wurde viel zu lange als Nebenbei-Produkt betrachtet. Aber es ist nun mal DAS Antriebsmittel. Vieleicht wäre es ja sinnvoll, mal nen Spieleabend mit der Familie zu machen, statt hier in die Glotze zu starren, da das Internet zu durchleuchten und hier das Computerspiel auszufechten...

    Fuck, nichts ist umsonst. Bewegt eure autofauligen Hintern. Die Mehrzahl der Autostrecken sind Kurzstrecken. Werdet Pedalritter, strampelt, tut was für eure kümmerliche Gesundheit und entlastet die Umwelt - - - und euch!
  5. #254

    Nur Dreck

    Zitat von zch Beitrag anzeigen
    Von welcher atomaren "Katastrophe" sprechen Sie da genau?
    Die ernsten, aber keineswegs außer Kontrolle geratenen Stör-Vorfälle in japanischen Kernkraftwerken, wegen denen bisher genau ein Mensch (ein Kraftwerks-Arbeiter) aufgrund einer überhöhten, aber nicht lebensgefährlichen Strahlendosis in Krankenhaus geliefert wurde, und die von der internationalen Atom-Aufsichtsbehörde lediglich als INES-4, also lokal begrenztes Ereignis, eingestuft wurden?

    Das ist die atomare "Katastrophe", welche Ihrer Meinung nach die nicht-atomare Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe mit mehreren tausend, vielleicht sogar zig tausend Toten und noch mehr Verletzten übertrumpft?
    Ach Sie Schreiberling, beantragen Sie H4, damit werden Sie vielleicht noch mit einem ruhigen Gewissen sterben können...

    http://www.ftd.de/politik/internatio...utm_campaign=/
  6. #255

    ...

    Zitat von leonsp Beitrag anzeigen
    Seit Jahren wird behauptet ein Unfall sei überhaupt nicht möglich, dass wurde vor Tschernobyl behauptet, dass wurde nach Tschernobyl behauptet und es wird auch nach Fukushima behauptet werden. Und das erschreckende: Die meisten Menschen glauben daran!
    Das ist falsch. kein Mensch hat je behauptet es könne keine Unfälle geben. Es wurden lediglich Wahrscheinlichkeiten angegeben. Absolute Sicherheit gibt es nie und die hat auch niemand versprochen.

    Unfälle sind nie ein Argument gegen eine Technik als solche. Man muss sich höchstens fragen was man zur Minimierung von Unfällen verbessern kann.
    Man muss sich in Japan beispielsweise fragen eine tektonisch so aktives Gebiet wirklich ein geeigneter Standort für AKW ist.
    Wenn ja, dann muss man sich fragen warum die Gefahr eines Doppelschlages, also das Zusammenwirken von Beben und Tsunami konzeptionell nicht hinreichend berücksichtigt wurde.
  7. #256

    Blödsinn

    Zitat von Ein netter Netter Beitrag anzeigen
    Das fällt einigen Leuten auf. Ich empfehle Ihnen, seriöse Newsquellen wie die BBC News Seiten, die New York Times, oder Al Jazeera English zu nutzen. In keinen der angesprochen Medien bekommt die Situation in den Japanischen AKWs die Top-Headline, es wird vielmehr über die ganz konkrete Katastrophe des Tsunamis berichtet.
    Dann haben Sie seit Freitag wohl nicht auf den Seiten nachgesehen. Seit gestern ist die Problematik im Atommeiler die Topschlagzeile auf BBC. Also bitte erst nochmal den eigenen Bericht auf Wahrheitsgehalt prüfen bevor man hier die Hysterie-Peitsche auspackt.

    Mir ist klar, dass es schwierig ist die eigene Atom-Naivität angesichts der inzwischen zweiten Explosion aufrechtzuerhalten aber man sollte dann nicht auch noch Falschinformationen verbreiten. Ich halte vieles auch für hysterisch und Panikmache aber Ignoranz halte ich für deutlich fahrlässiger.
  8. #257

    Tschuldigung

    Zitat von Leser Beitrag anzeigen
    War hier eigentlich niemand in der Oberstufe ?
    Wundert sich eigentlich niemand über die Kampagne der deutschen Presse ? Merkt hier niemand wie widerstandslos hier Gehirnwäsche betrieben wird ? Unglaublich...
    Nein, wir sind einfach alle dumm. Nur einzig sie sind in der Lage, die Situation messerscharf zu durchdringen. Solche Leute sucht man händeringend im Krisenstab des Kanzleramts. Worauf warten sie noch?
  9. #258

    Gau

    Zitat von louis_quatorze Beitrag anzeigen
    In beiden gibt es Probleme und die im KKW Fukushima 2 sind nicht weniger besorgniserregend. Zu einem heraufbeschworenen GAU ist es aber gottlob noch nicht gekommen und die Chancen sinken mit jeder Stunde.
    Eine Technologie rein nach der GAU-Wahrscheinlichkeit zu bewerten und alle anderen Unfälle zu verniedlichen ist der falsche Weg. GAU bedeutet, dass es keinen denkbaren schlimmeren Unfall in dem abgeschlossenen System gibt. Allein die Definition GAU wäre beispielsweise bei der Bahn derart, dass sämtliche Züge des Netzes zusammenstoßen. Möglich ist es, die Wahrscheinlichkeit dürfte jedoch um Größenordnungen geringer sein als ein GAU in einem AKW.

    Jeder Unfall ist ernst zu nehmen und wenn unkontrolliert Radiaktivität freigesetzt wird, ist ein schwerwiegender Unfall, der gegen die Kernenergie spricht. Noch schwerwiegender ist die offenbar erfolgte Schmelze, da die Kühlung dieser exterm schwierig ist. Der Versuch die mit Meerwasser zu erreichen und dabei das Austreten von Radioktivität in Kauf zu nehmen spricht Bände. Nur durch die Lage am Meer ist dies aktuell vertretbar, da eine Verdünnung eintritt. Wehe es dreht aber der Wind. Hier in Deutschland wäre diese "Hilfsmaßnahme" nicht vertretbar.

    Ich habe den Eindruck, dass die Befürworter aus dem fehlenden GAU sogar noch Kapital schlagen zu wollen. Nach deren Definition wäre dann aber der Autoverkehr deutlich sicherer als das Fahren mit der Bahn, denn die Wahrscheinlichkeit für den GAU dürfte beim Auto noch viel geringer sein als bei der Eisenbahn.

    Das Hauptproblem in der Atomenergie liegt doch in der Unkalkulierbarkeit der Endlagerung. Man kann grundsätzlich keine Lagerstätten finden, welche ausreichend sicher ist, da die Erde einfach in Bewegung ist, was gerade Japan bildlich vor Augen geführt wird. Alternative wäre, man schießt den Müll auf einen anderen Planeten/Mond. Aber auch dann kann es durch Unfälle bei dem Weg dorthin zu einer Verstrahlung auf der Erde kommen. Zusätzlich wäre der wirtschaftliche Vortel der AKWs zunichte gemacht.
  10. #259

    Eindeutig handelt es sich um Auslegungsfehler.

    Zitat von Thomas Kossatz Beitrag anzeigen
    Der Tsunami hat die Notkühlsysteme beschädigt (Elektromotoren an Pumpen). Deren Auslegung war vermascht, dass bedeutet, eine einzige Fehlerursache konnte alle gleichzeitig ausschalten, was ein Auslegungsfehler ist: Sobald die Wälle brächen, die gegen ein Tsunami schützen sollen, fallen beide, erstaunlicherweise ebenerdig installierten Systeme aus.

    In Deutschland wird verlangt, dass die Systeme räumlich getrennt sind und über verschiedene Schienen einspeisen. Hinzukommt, dass eine Notkühlöung aus Vorlagetanks erfolgen kann, die weder Pumpen noch Strom brauchen.
    Und zwar um einen unverzeihlichen,denn in Japan treten Tsunamis ziemlich häufig auf.

    Frage:Könntenin einem deutschen oder französischen, Überschwemmungen ähnliche Folgen haben ?

    (ist ne rethorische Frage)