Zitat von
Eubie_Blake
Sie hat möglicherweise bei einem der großen Unternehmen das "max ox"-Zusatzprogramm gebucht: bereits zu einem frühen Zeitpunkt, in niedrigen Höhen und in jeder beliebigen Mengen Sauerstoffflaschen nutzen zu dürfen..
Das kostet bei denen, die "so schon" 65.00 USD kassieren, nochmal 20-25.000 USD extra.
"Normaler" Sauerstoffgebrauch bedeutet, dass Touries ab dem vorletzten Lager bei 7.600m Sauerstoff bekommen. Die Sherpas, die "nur tragen"; bekommen keinen - brauchen den oft auch nicht. Im Kalkül sind für die Touries 2 Liter pro Minute vorgesehen, aber mit 4 Liter fühlt man sich einiges wohler; die körpereigene Temperaturregulierung funktioniert dann weit besser.
2 ltr/min erfordert, dass am Aufstiegstag der Tourie ab dem letzten Lager bei 8.300m drei Pullen hat: eine, mit der er losrennt, eine, die er zwischen dem First und dem Second Step aufnimmt, bis zum Gipfel und auf dem halben Rückweg nutzt, und eine, die beim "Mushroom Rock" oder am First Step bei ca. 8.500 für ihn hinterlegt ist, wenn er rückkehrt vom Gipfel. (..wenn sie dann noch da ist, es wird sehr viel gestohlen an der Everest-Nordroute..)
Für den Sherpa, der den Endanstieg begleitet, ist dito eine Zweiliter-Ladung vorgesehen. Sherpas, die meinen, ohne Sauerstoff hinzukommen, handeln genau dann unverantwortlich, wenn sie noch auf einen Kunden aufzupassen haben, daher ist ihnen dieses untersagt. Selbst wenn auch ein Endanstieg ohne Sauerstoff heue noch sehr hoch im Renommee steht. Was fast nur Sherpas schaffen und nur extrem wenige weiße Langnasen - was übrigens unabhängig von der Sportlichkeit ist und weit mehr der zufälligen genetischen Ausstattung unterliegt.
Ein weiterer Sherpa kommt zum Tragen bis zum Ablagepunkt der Rückkehrflaschen mit. Er darf aber nur dann weiter, wenn er auf sich gestellt klettern will und hierbei auf Sauerstoff verzichtet.
Bei diesen "Max Ox" (Maximaler Sauerstoff)-Programmen ist wesentlich mehr zu schleppen.. Es gibt da spezielle Kunden, die bereits ab dem vorgeschobenen Basislager bei 6.400 m Sauerstoff nehmen. Mit denen werden die Sherpas wahnsinnig, denn der Kunde kann dann mehr als 20 Pullen Sauerstoff verbrauchen, bis er auf dem Gipfel ist. "Max Ox" ist eine riesige Schinderei für die Sherpas und ein gewaltiges Geschäft für die Veranstalter. Nicht bekannt hingegen ist, dass es Kunden mit diesem Programm geshafft hätten, die es "ohne" gewiss nicht geschafft hätten. Ohnehin kommt von sechsen, die das probieren, nur einer rauf.
Übel angeschmiert sind die, die 65.000 zahlten, nicht heraufkommen, nicht heil runterkommen und mit Verletzungen weiterzuleben haben. Der US-Arzt Beck Wheathers: seit seinem Fehlversuch 1996 lebt er ohne Hände - erfroren im Blizzard. Er hat ein interessantes Buch geschrieben: "Left for dead." Zurückgelassen, um zu sterben. Das ging in den vergangenen 20 Jahren mehr als 200 Menschen dort so. Die hohen Hänge des Everest sind gesäumt von Toten. Das sagen einem die großen Business-Firmen aber erst, wenn sie die Anzahlung auf dem Konto haben.
Tourismus auf 8000ern gehört verboten. Aber Geld regiert die Welt..
Größte Schweine in diesem Business sind korrupte chinesische und nepalische Regionalbehörden, die sich das Ausstellen der Genehmigungen hoch bezahlen lassen.
Das Schönheitspflaster heißt "Viel Sauerstoff".