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Japanische Everest-Besteigerin: Mit 73 auf dem Gipfel

AP/ Office Seven SummitsJapan ist bekannt für seine rüstigen Rentner. Was Tamae Watanabe geleistet hat, ist jedoch auch für japanische Verhältnisse außergewöhnlich: Die 73-Jährige bestieg als älteste Frau den Mount Everest. Es war für sie bereits der zweite Besuch auf dem höchsten Gipfel der Welt.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...833931,00.html
  1. #1

    Teufel, Donner und Doria!

    Allen Respekt. Das ist ne dufte Biene. Wahrscheinlich schaut sie in Wirklichkeit noch knackiger aus als auf dem Photo! Bin 72 und hab kürzlich den Teide gemacht. Uiuiui!
  2. #2

    Dort oben tappt doch heute alles rum

    Herzkranke, Aufstieg mit Badelatschen, da ist alles dabei, der Messner hats doch schon vor Jahren prophezeit, und vor Jahren gab es entsprechende Berichte.

    Everest ist heute Massentourismus für die die es sich leisten können.
  3. #3

    Kommerz- und Ehrgeiz-Wahnsinn

    Die komplette Logistik dort ist Groß-Business. Nicht nur Herzkranke und doppelt Beinamputierte, auch armlose versuchen das. Ein Aufstieg mitsamt der Schlepperei durch die Sherpas kostet zwischen 40.000 und 65.000 US-Dollar. Die "Betreuungsquote" ist heute 1:1. D.h. ein Sherpa auf einen reichen Touristen. Speziell die alten Japaner sind bei den unteren Chargen der Träger verhasst: die gehören zu dieser verrückten Klientel, die das Ersteigen allein ihrer „Entschlossenheit“ zuschreiben..

    Sie sind daher völlig beratungsresistent, wann man wetterbedingt oder infolge Leistungsmangel besser umkehren sollte – bis sie umkippen. Dann hat der Sherpa ein Riesenproblem. Vo allem dann, wenn auf der Nordseite der Ausfall des Klienten über dem Second Step bei 8.600 Metern ist – dann geht es mit einem komatösen Menschen per Seilen 30m steil abwärts. Das braucht vierfünf Mann, das zu koordinieren. Sherpas, die da oben auch um ihr eigenes Leben kämpfen müssen. Selten gelingt so hoch oben noch eine Rettung.

    Überehrgeizige Japaner, überehrgeizige Ärzte. Das ist die Horror-Klientel. Und unberatbare Alte. Am schlimmsten sind alte Menschen, Rentner, Japaner, frühere Ärzte. Typisch auch, dass recht viele Menschen da oben erst auf dem Rückweg sterben.
  4. #4

    Yep!

    Zitat von Eubie_Blake Beitrag anzeigen
    Die komplette Logistik dort ist Groß-Business. Nicht nur Herzkranke und doppelt Beinamputierte, auch armlose versuchen das. Ein Aufstieg mitsamt der Schlepperei durch die Sherpas kostet zwischen 40.000 und 65.000 US-Dollar. Die "Betreuungsquote" ist heute 1:1. D.h. ein Sherpa auf einen reichen Touristen. Speziell die alten Japaner sind bei den unteren Chargen der Träger verhasst: die gehören zu dieser verrückten Klientel, die das Ersteigen allein ihrer „Entschlossenheit“ zuschreiben..

    Sie sind daher völlig beratungsresistent, wann man wetterbedingt oder infolge Leistungsmangel besser umkehren sollte – bis sie umkippen. Dann hat der Sherpa ein Riesenproblem. Vo allem dann, wenn auf der Nordseite der Ausfall des Klienten über dem Second Step bei 8.600 Metern ist – dann geht es mit einem komatösen Menschen per Seilen 30m steil abwärts. Das braucht vierfünf Mann, das zu koordinieren. Sherpas, die da oben auch um ihr eigenes Leben kämpfen müssen. Selten gelingt so hoch oben noch eine Rettung.

    Überehrgeizige Japaner, überehrgeizige Ärzte. Das ist die Horror-Klientel. Und unberatbare Alte. Am schlimmsten sind alte Menschen, Rentner, Japaner, frühere Ärzte. Typisch auch, dass recht viele Menschen da oben erst auf dem Rückweg sterben.
    Wer den Aufstieg nicht aus eigener Kraft schaffen kann, hat dort nichts zu suchen. "Trekkingtour" für Reiche halt. Ich bin schon froh, dass ich mal in Indien bis auf 6000 Meter kam. Zur Gletschergrenze in Ladakh. Hatte zwar nicht viel mit Kletterei zu tun, war aber ein unvergessliches Erlebnis. Alleine die Leute und Landschaft dort. Der "Normalmensch" soll halt bei seinen Leisten bleiben und Bescheidenheit üben.
  5. #5

    Irrsinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Japan ist bekannt für seine rüstigen Rentner. Was Tamae Watanabe geleistet hat, ist jedoch auch für japanische Verhältnisse außergewöhnlich: Die 73-Jährige bestieg als älteste Frau den Mount Everest. Es war für sie bereits der zweite Besuch auf dem höchsten Gipfel der Welt.

    Japanerin besteigt als älteste Frau Mount Everest - SPIEGEL ONLINE
    Was hier komplett fehlt, ist der Respekt vor dem Berg und den Einheimischen. Das klingt jetzt vielleicht hart, aber es verunglücken viel zu wenige bei solchen Irrsinnsaktionen.
  6. #6

    Was hat...

    ... die Dame unterniommen, um bis 73 so schön frisch zu bleiben?

    Ist dazu etwas bekannt?
  7. #7

    Zitat von Eliza Beitrag anzeigen
    ... die Dame unterniommen, um bis 73 so schön frisch zu bleiben?

    Ist dazu etwas bekannt?
    Sie hat möglicherweise bei einem der großen Unternehmen das "max ox"-Zusatzprogramm gebucht: bereits zu einem frühen Zeitpunkt, in niedrigen Höhen und in jeder beliebigen Mengen Sauerstoffflaschen nutzen zu dürfen..

    Das kostet bei denen, die "so schon" 65.00 USD kassieren, nochmal 20-25.000 USD extra.

    "Normaler" Sauerstoffgebrauch bedeutet, dass Touries ab dem vorletzten Lager bei 7.600m Sauerstoff bekommen. Die Sherpas, die "nur tragen"; bekommen keinen - brauchen den oft auch nicht. Im Kalkül sind für die Touries 2 Liter pro Minute vorgesehen, aber mit 4 Liter fühlt man sich einiges wohler; die körpereigene Temperaturregulierung funktioniert dann weit besser.

    2 ltr/min erfordert, dass am Aufstiegstag der Tourie ab dem letzten Lager bei 8.300m drei Pullen hat: eine, mit der er losrennt, eine, die er zwischen dem First und dem Second Step aufnimmt, bis zum Gipfel und auf dem halben Rückweg nutzt, und eine, die beim "Mushroom Rock" oder am First Step bei ca. 8.500 für ihn hinterlegt ist, wenn er rückkehrt vom Gipfel. (..wenn sie dann noch da ist, es wird sehr viel gestohlen an der Everest-Nordroute..)

    Für den Sherpa, der den Endanstieg begleitet, ist dito eine Zweiliter-Ladung vorgesehen. Sherpas, die meinen, ohne Sauerstoff hinzukommen, handeln genau dann unverantwortlich, wenn sie noch auf einen Kunden aufzupassen haben, daher ist ihnen dieses untersagt. Selbst wenn auch ein Endanstieg ohne Sauerstoff heue noch sehr hoch im Renommee steht. Was fast nur Sherpas schaffen und nur extrem wenige weiße Langnasen - was übrigens unabhängig von der Sportlichkeit ist und weit mehr der zufälligen genetischen Ausstattung unterliegt.

    Ein weiterer Sherpa kommt zum Tragen bis zum Ablagepunkt der Rückkehrflaschen mit. Er darf aber nur dann weiter, wenn er auf sich gestellt klettern will und hierbei auf Sauerstoff verzichtet.

    Bei diesen "Max Ox" (Maximaler Sauerstoff)-Programmen ist wesentlich mehr zu schleppen.. Es gibt da spezielle Kunden, die bereits ab dem vorgeschobenen Basislager bei 6.400 m Sauerstoff nehmen. Mit denen werden die Sherpas wahnsinnig, denn der Kunde kann dann mehr als 20 Pullen Sauerstoff verbrauchen, bis er auf dem Gipfel ist. "Max Ox" ist eine riesige Schinderei für die Sherpas und ein gewaltiges Geschäft für die Veranstalter. Nicht bekannt hingegen ist, dass es Kunden mit diesem Programm geshafft hätten, die es "ohne" gewiss nicht geschafft hätten. Ohnehin kommt von sechsen, die das probieren, nur einer rauf.

    Übel angeschmiert sind die, die 65.000 zahlten, nicht heraufkommen, nicht heil runterkommen und mit Verletzungen weiterzuleben haben. Der US-Arzt Beck Wheathers: seit seinem Fehlversuch 1996 lebt er ohne Hände - erfroren im Blizzard. Er hat ein interessantes Buch geschrieben: "Left for dead." Zurückgelassen, um zu sterben. Das ging in den vergangenen 20 Jahren mehr als 200 Menschen dort so. Die hohen Hänge des Everest sind gesäumt von Toten. Das sagen einem die großen Business-Firmen aber erst, wenn sie die Anzahlung auf dem Konto haben.

    Tourismus auf 8000ern gehört verboten. Aber Geld regiert die Welt..

    Größte Schweine in diesem Business sind korrupte chinesische und nepalische Regionalbehörden, die sich das Ausstellen der Genehmigungen hoch bezahlen lassen.

    Das Schönheitspflaster heißt "Viel Sauerstoff".
  8. #8

    Zitat von Eubie_Blake Beitrag anzeigen
    Sie hat möglicherweise bei einem der großen Unternehmen das "max ox"-Zusatzprogramm gebucht: bereits zu einem frühen Zeitpunkt, in niedrigen Höhen und in jeder beliebigen Mengen Sauerstoffflaschen nutzen zu dürfen..

    Das kostet bei denen, die "so schon" 65.00 USD kassieren, nochmal 20-25.000 USD extra.

    "Normaler" Sauerstoffgebrauch bedeutet, dass Touries ab dem vorletzten Lager bei 7.600m Sauerstoff bekommen. Die Sherpas, die "nur tragen"; bekommen keinen - brauchen den oft auch nicht. Im Kalkül sind für die Touries 2 Liter pro Minute vorgesehen, aber mit 4 Liter fühlt man sich einiges wohler; die körpereigene Temperaturregulierung funktioniert dann weit besser.

    2 ltr/min erfordert, dass am Aufstiegstag der Tourie ab dem letzten Lager bei 8.300m drei Pullen hat: eine, mit der er losrennt, eine, die er zwischen dem First und dem Second Step aufnimmt, bis zum Gipfel und auf dem halben Rückweg nutzt, und eine, die beim "Mushroom Rock" oder am First Step bei ca. 8.500 für ihn hinterlegt ist, wenn er rückkehrt vom Gipfel. (..wenn sie dann noch da ist, es wird sehr viel gestohlen an der Everest-Nordroute..)

    Für den Sherpa, der den Endanstieg begleitet, ist dito eine Zweiliter-Ladung vorgesehen. Sherpas, die meinen, ohne Sauerstoff hinzukommen, handeln genau dann unverantwortlich, wenn sie noch auf einen Kunden aufzupassen haben, daher ist ihnen dieses untersagt. Selbst wenn auch ein Endanstieg ohne Sauerstoff heue noch sehr hoch im Renommee steht. Was fast nur Sherpas schaffen und nur extrem wenige weiße Langnasen - was übrigens unabhängig von der Sportlichkeit ist und weit mehr der zufälligen genetischen Ausstattung unterliegt.

    Ein weiterer Sherpa kommt zum Tragen bis zum Ablagepunkt der Rückkehrflaschen mit. Er darf aber nur dann weiter, wenn er auf sich gestellt klettern will und hierbei auf Sauerstoff verzichtet.

    Bei diesen "Max Ox" (Maximaler Sauerstoff)-Programmen ist wesentlich mehr zu schleppen.. Es gibt da spezielle Kunden, die bereits ab dem vorgeschobenen Basislager bei 6.400 m Sauerstoff nehmen. Mit denen werden die Sherpas wahnsinnig, denn der Kunde kann dann mehr als 20 Pullen Sauerstoff verbrauchen, bis er auf dem Gipfel ist. "Max Ox" ist eine riesige Schinderei für die Sherpas und ein gewaltiges Geschäft für die Veranstalter. Nicht bekannt hingegen ist, dass es Kunden mit diesem Programm geshafft hätten, die es "ohne" gewiss nicht geschafft hätten. Ohnehin kommt von sechsen, die das probieren, nur einer rauf.

    Übel angeschmiert sind die, die 65.000 zahlten, nicht heraufkommen, nicht heil runterkommen und mit Verletzungen weiterzuleben haben. Der US-Arzt Beck Wheathers: seit seinem Fehlversuch 1996 lebt er ohne Hände - erfroren im Blizzard. Er hat ein interessantes Buch geschrieben: "Left for dead." Zurückgelassen, um zu sterben. Das ging in den vergangenen 20 Jahren mehr als 200 Menschen dort so. Die hohen Hänge des Everest sind gesäumt von Toten. Das sagen einem die großen Business-Firmen aber erst, wenn sie die Anzahlung auf dem Konto haben.

    Tourismus auf 8000ern gehört verboten. Aber Geld regiert die Welt..

    Größte Schweine in diesem Business sind korrupte chinesische und nepalische Regionalbehörden, die sich das Ausstellen der Genehmigungen hoch bezahlen lassen.

    Das Schönheitspflaster heißt "Viel Sauerstoff".
    Danke - sehr interessant. So etwas würde ich viel lieber bei SPON lesen als ein paar Sätze, daß Oma Watanabe auf dem Mount Everest war.
  9. #9

    Zitat von barlog Beitrag anzeigen
    Danke - sehr interessant. So etwas würde ich viel lieber bei SPON lesen als ein paar Sätze, daß Oma Watanabe auf dem Mount Everest war.
    Danke. Sie lasen es auf SPON. ;-)

    Der Unterschied: der Redakteur, der über Frau Watanabe einige dürre Zeilen schrieb, bekommt Geld dafür. Ich bin Amateur, mit ca. 40 Büchern zum Thema. ;-)


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