Forum


 

Japan-Job: Eine Geisha packt aus

REUTERSDie Kimonos sind edel, das Leben darin eher nicht: Sayo Musada erzählt in ihrer Autobiografie "Die letzte Geisha", wie ihr Job hinter dem Paravent aussah, Ganzkörperunterhaltung inklusive. Ihre Geschichte zeigt einen Beruf, wie er im Buche steht.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...851067,00.html
  1. #1

    Sehr geehrte Frau Haeming,

    wie wäre es denn mit jetzt.de? Dort würden Sie - denke ich - mit Ihrem Schreibstil wesentlich besser hinpassen.
  2. #2

    Das stumme Leiden einer Geisha

    Frau Haemig schreibt endlich einmal Klartext. Die Verklareung und falsche Romantisierung des Geisha-Lebens sollte nicht unwidersprochen bleiben. Den Maennern lebenslang zu dienen ist die Hauptaufgabe einer Geisha. Ich denke dass heutzutage Geishas nur noch teuere und recht harmlose Trinkspiel-Unterhaltung fuer wohlhabende Japaner bereitstellen. Im Prinzip ein Hostessen-Job. Eine sehr schoene Fassade fuer ein deprimierendes Lebensmodell.
  3. #3

    Selten...

    Ich habe selten einen Artikel gelesen, der sich in solchen Ausmaßen anmaßt, fremde Kulturen so trivial in Popkultur zu übersetzen und Jahrhunderte alte Traditionen und Gebräuche intolerant, törricht und mit einer kulturell verklärten Brille nachvollziehen zu versucht.
    Setzen, 6, Frau Haeming!
  4. #4

    optional

    Vielleicht wäre es gut, mal ein wenig die Hintergründe zu beleuchten:
    1. Das Buch stammt aus den 50ern. Die Autorin lebte von 1925 - 2008. Nur die Übersetzung ins Deutsche ist neu.
    2. Die Autorin war eine sogenannte Onsen-Geisha. Diese Gruppe war zur Zeit der Autorin unter den Geishas wenig angesehen und wahrhaftig Prostituierte. Heute sollen aber auch die in Onsen arbeitenden Geishas nicht mehr mit ihren Kunden schlafen, sondern sie nur noch mit anderweitigen Künsten unterhalten
    3. Im Übrigen ist die Titelübersetzung wenig gelungen - Sayo Musada war mitnichten die letzte Geisha.
  5. #5

    derart hämisch über die frauen herzufallen, die sich dieses leben nicht ausgesucht haben, und wenigstens versuchen, einen rest würde zu behalten, finde ich nicht in ordnung !
  6. #6

    Deprimierend

    Zitat von thelix Beitrag anzeigen
    Sehr geehrte Frau Haeming,

    wie wäre es denn mit jetzt.de? Dort würden Sie - denke ich - mit Ihrem Schreibstil wesentlich besser hinpassen.
    Es fehlt jeder Hinweis worauf sich frau Haeming bezieht. Offenbar auf die kürzlich erschienene deutsche Übersetzung. Die ist offenbar aus dem Englischen "Autobiograhy of a Geisha" übertragen.
    Das japanische Original ist freilich von 1957!!!!
  7. #7

    Kein lesenswerter Artikel

    Ich finde den Artikel nicht gut.
    Es ist nicht klar, dass es um die Vergangenheit dieses Berufes geht und um gar keinen Fall um die Gegenwart. Das Buch beschreibt nicht den Beruf der Geisha generell, sondern "nur" das Leben einer einzigen Frau. Der Artikel liest sich aber so, als ob diese Situation auf alle Geishas zugetroffen hätte und noch immer zutreffen würde.
    Mir fehlen die Hinweise, dass die gute Frau Masuda anscheinend eine Zeit lang Alkoholikerin war und, was mir viel wichtiger erscheint, dass sie das Buch vor über 50 Jahren geschrieben hat.
    Ausserdem bin ich der Meinung, dass ein ernst gehaltener und vielleicht auch kritischer Artikel bei einem solchen Thema angemessener gewesen wäre.
  8. #8

    optional

    Ach, es gibt Prostitution die nicht auf Menschenhandel basiert?!
  9. #9

    "Ihre Geschichte zeigt einen Beruf, wie er im Buche steht." Dieser Satz macht keinen Sinn. Ansonsten ist der Artikel einseitig und leicht reißerisch, im ganzen unter Spiegel-Niveau. Es ist einfach, eine Arbeit oder einen Menschen, der diese Arbeit ausführt, zu verdammen. Befragt man aber diese Menschen zu ihren persönlichen Hintergründen, und wie sie selber die Arbeit empfinden, bekommt man plötzlich ein sehr differenziertes Bild. Aber das würde erfordern, sich tiefer mit der Materie auseinanderzusetzen - richtigen Journalismus also.


TOP



TOP