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Japan: Erneute Kernspaltung in Fukushima befürchtet

Neue Probleme in Fukushima: In Reaktor 2 des japanischen AKW gebe es Anzeichen*einer erneuten Kernspaltung, teilte der Betreiber der Atomruine mit. Es handele sich aber um keine besonders kritische Situation, behauptet der Energiekonzern Tepco.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...795348,00.html
  1. #70

    Hier könnte Ihre Atomlobbywerbung stehen

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Bisher hat die Katastrophe von Fukuschima kein einziges Menschenleben gefordert.

    ....
    selbst wenn das richtig wäre, obwohl es nachweislich eine falsche Behauptung ist,
    zählt für viele nicht nur menschliches Leben. ES gäbe da noch so Sachen wie Gesundheit, Wohnqualität, unverseuchte Lebensgrundlagen, Pobleme beim Uranabbau und Transport, die Verfügbarkeit von Uran, die Gefahr durch menschliches Versagen und /oder Kriminelles Tun und Terroristen.

    Wievele ´´GAUS´´ brauchen wir denn um zu sehen dass die Kernkraft so toll ist Ihrer Auffassung nach?
    Am Beginn hats mal geheißen ein GAU sei ein verachlässigbares Restrisiko, Sie schreiben hier so als ob es bald zur Normalität gehören soll dass alle paar Jahre ein AKW explodiert oder gleich mehrere Blöcke davon!

    Die Schäden bei Strahlenkatastrophen lassen sich doch gar nicht mit Geld beseitigen in absehbarem Zeitrahmen.
  2. #71

    Glauben. Sollen.

    Zitat von der_Pixelschubser Beitrag anzeigen
    Ich freue mich schon auf die ersten Spam-Attacken der Pro-Atom-Lobby, die jetzt wieder alles daran setzen wird, den Menschen mitzuteilen, die Atomkraft sei sicher und in Deutschland könne sowas niemals passieren.

    Das Wissen darum, von Heuchlern und Lügnern umgeben zu sein, ist beruhigend. Man braucht sich nicht mehr die Frage zu stellen, wem man noch glauben soll.
    Glauben sie immer ihrem Intellekt, verbunden mit einer gesunden Portion Bauchgefühl UND an die Macht und Dummheit des Geldes.
    Denn genau das Fehlen von Ersterem in Verbindung mit Letzterem ist es schließlich, was einen Befürworter zum Befürworter werden lässt.
  3. #72

    Xenon-Quelle

    Zitat von nouwo Beitrag anzeigen
    in den Abklingbecken kann man sogar baden.
    Wenn in den Abklingbecken eine unerwünschte, unkontrollierte und ungeschützte Kettenreaktion abläuft, und folglich oben radioaktives Xenon rausperlt sowie radioaktives Cäsium und Jod im Wasser in Lösung gehen, dann baden in dem Wasser höchstens noch Selbstmörder. Denn dann ist es kein Abklingbecken mehr, sondern ein offenes Reaktorbecken.
  4. #73

    müßte sich irgendwo spaltbares Material wieder aufkonzentriert haben

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Wegen der geringen Anreicherung mit Uran 235 müßte sich irgendwo spaltbares Material wieder aufkonzentriert haben. Das wurde aber noch nie beobachtet.
    Ach woher denn. Es geht dabei ausschliesslich darum, ob das ja in Massen vohandene spaltbare Material wieder kritisch wird. Dafür ist die Anwesenheit eines Moderators, in diesem Falle Grundwasser völlig ausreichend.
  5. #74

    .

    Zitat von galens Beitrag anzeigen
    Wirkliche Ahnung oder Wissen was wir da versuchen zu beherrschen kann keiner haben,weil selbst Albert Einstein sagte "Die Atomkraft ist ein zu heißes Eisen für die Menschheit."
    Und der sollte es gewusst haben!
    Können sie dieses Zitat von Albert Einstein belegen?
    Mir ist nämlich folgendes belegtes Zitat bekannt:
    Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.
  6. #75

    wird auch nie beobachtet werden

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    TEPCO hält sich relativ bedeckt, ob wirklich Xenon gemessen wurde. Wenn es zu einer erneuten Kritikalität in Block 2 kommen würde, ware das eine echte Überraschung, denn es müsste sich irgendwo im Reaktordruckgefäß eine Konfiguration ergeben haben, die wieder kritisch werden kann. Wegen der geringen Anreicherung mit Uran 235 müßte sich irgendwo spaltbares Material wieder aufkonzentriert haben. Das wurde aber noch nie beobachtet.
    In Block zwei hat es eine Kernschmelze gegeben, und dort können durchaus wieder Kernspaltungen auftreten. Beobachtet hat das sicherlich noch keiner - bisher gab es glücklicherweise keine solchen Kernschmelzen, und in laboren sind die nicht durchführbar - Ist ein wenig tödlich sowas hervorzurufen!
    Beobachten werden sie das wohl so oder so nie. Die Radioaktivität in einer Kernschmelze ist so hoch das weder Mensch noch irgendein von Menschen konstruiertes Messgerät dort irgendwas "beobachten" kann - Alles war darüber bekannt ist sind entweder theoretische Berechnungen , oder Fern- und Sekundär Auswirkungen.
  7. #76

    Atomikersichtweise

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    In Deutschland haben die AKW eine Deckungssumme von 2,5Mrd, unbegrenzte Betreiberhaftung.... Allerdings kein AKW im Erdbebengebiet, an einer Tsunami gefährdeten Küste
    Unbegrenzte Haftung bei einer GmbH? Träumen Sie weiter!

    In Deutschland gab es also noch nie Springfluten und in dem Gebiet einer verherenden Springflut wurde auch einige Jahre später kein AKW gebaut? Träumen Sie weiter!

    Manchmal frage ich mich, was für Zeug Ihr Atomiker nehmt! Nein, ich will definitv ni davon!
  8. #77

    ydrhtrhtr

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Der von den Kernkraftgegnern angekündigte Weltuntergang ist schlicht nicht eingetreten.
    Wer hat denn von Weltuntergang gesprochen? Ich höre immer nur von Leuten wie Ihnen, dass die Welt untergeht, weil wir 20% unseres Strombedarfs (und noch viel, viel weniger des Gesamtbedarfs) durch andere Energiequellen ersetzen wollen, die immer billger und effizienter werden, während andere Energiequellen immer teurer werden (Gas, Öl, Atomstrom). Atomstrom ist nicht mehr billig zu haben. Die wenigen EPR-Reaktoren, die derzeit gebaut werden, sind wegen der Sicherheitsauflagen im Bau und im Betrieb so teuer, dass die Erzeugungskosten schon fast so hoch sind wie bei Windkraftanlagen. Und dabei haben die Windkraftanlagen bei weitem noch nichtmal ihr volles Potential ausgereizt. Da verbessern sich immer noch stetig die Wirkungsgrade, die Produktionskosten sinken und erste Versuchsanlagen zur Erforschung und Entwicklung neuer Speichermöglichkeiten überschüssiger Energie (beispielsweise als Wasserstoff oder Methan) sind auch schon im Betrieb.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Und selbst wenn es noch zu schlimmeren Folgen kommt, muss man sich darüber klar sein das ein Leben ohne Kernenergie auch nicht Risikolos ist. Das sieht man z.B. wenn man die Kindersterblichkeit in Industrieländern mit hohem Anteil an Kernenergie mit ähnlichen Ländern mit weniger oder ohne Kernenergie vergleicht.
    Stimmt, stimmt. Es könnte uns zum Beispiel irgendwann mal ein Meteorit auf den Kopf fallen. Da das viel schlimmer ist, als alles andere, was der Mensch anrichten kann, kann man genau dieses alles andere getrost vernachlässigen .... denn es könnte ja jederzeit sowieso noch schlimmer kommen.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Es gibt nichts umsonst. Ein SuperGAU ist zwar extrem selten und die Folgen sind höchst ärgerlich, aber man gewinnt eben auf der anderen Seite auch billige Energie die in einem Industrieland wiederum Wohlstand und damit Lebensqualität und auch Gesundheit (siehe Kindersterblichkeit, Lebenserwartung usw.) erzeugt.
    Ja, durchschnittlich alle 25 Jahre ist wirklich selten für eine Technologie, die statistisch gesehen angeblich etwa alle 100.000 Jahre mal so einen GAU hätte verursachen sollen. Und die Gesundheit unserer Kinder hängt wohl nicht daran, ob wir Atomstrom, der summa summarum nichtmal billig ist, haben ... eher im Gegenteil.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Wenn die Erneuerbaren hierzulande nicht halten was sie versprechen dann haben wir in 10-20 Jahren Probleme die Fukuschima und Tschenobyl zusammen bei weitem übersteigen.
    Stimmt. Dann wird wohl ganz Deutschland vollkommen verstrahlt und für 1.000 Jahre unbewohnbar sein, so wie Tschernobyl. Sie haben recht.

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Bis dahin werden nämlich Öl und Gas so teuer, das wir uns das nicht mehr leisten können und die Kohle ist aus Klima und Gesundheitsgründen auch nicht mehr tragbar. Die Erneuerbaren müssen also an die 100% des Energiebedarfs liefern können, sonst sind wir eine Industrienation ohne ausreichende Energieversorgung und das bedeutet das Aus. Ein Umsatteln auf Agrarstaat ist bei unserer Bevölkerungsdichte und ohne Energie (Agrardiesel, Dünger usw.) auch nicht möglich.
    Dann werden also alle Staaten der Welt, die nicht in 20 Jahren ihre Energie zu 100% aus Atomstrom beziehen, ins Mittelalter zurückfallen?

    Viele Grüße
  9. #78

    Kettenreaktion

    Zitat von stumpen89 Beitrag anzeigen
    Soso, eine neue Kernspaltung? Na sowas! Meinen Sie nicht vielleicht Kernschmelze? Selbst im KKW Tschernobyl findet tagtäglich Kernspaltungen statt.
    Der Spiegel meint wahrscheinlich eine "selbsterhaltende Kettenreaktion von Kernspaltungen" und hat das - journalistisch ok, physikalisch sicher nicht ganz korrekt - zu "Kernspaltungen" verkürzt. Ja, in jeder Anhäufung von Uran gibt es auch natürliche Kernspaltungen, aber die sind sehr selten (einige Atome pro Sekunde), so dass man kein radioaktives Xenon nachweisen kann. Und nein, eine selbsterhaltende Kettenreaktion gibt es in einem ausgeschalteten Reaktor nicht mehr.
    Offensichtlich ist also Fukushima I Block 2 nicht ganz aus, obwohl Tepco das seit einem halben Jahr behauptet bzw. hofft. Dass es zu einer solchen Re-Kritikalität kommen kann, ist ein weiterer sehr starker Hinweis darauf, dass es eine Kernschmelze gab. Auch die wollte Tepco ja lange Zeit nicht bestätigen.
  10. #79

    Rekritikalität ist einfach möglich

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    TEPCO hält sich relativ bedeckt, ob wirklich Xenon gemessen wurde.
    TEPCO hat sich auch in der Vergangenheit leider nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was es die Messung von Radioaktivität anbelangt. Siehe zum Beispiel: http://tinyurl.com/45ob3zr
    Für einen Kernkraftwerksbetreiber ist die Unfähigkeit, die radioaktive Belastung einer Luft- oder Wasserprobe genau zu ermitteln, eigentlich bereits Grund genug, die Betriebserlaubnis zu entziehen, bis die Bildungslücken beim Personal durch entsprechende Nachschulungen behoben sind.

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Wenn es zu einer erneuten Kritikalität in Block 2 kommen würde, ware das eine echte Überraschung, denn es müsste sich irgendwo im Reaktordruckgefäß
    Wieso unbedingt im Reaktordruckgefäß? Das Zeug kann auch außerhalb kritisch werden, wenn sich die Kernschmelze durch das Reaktordruckgefäß geschmolzen hat bzw. die Explosion in Block 2 das Reaktordruckgefäß beschädigt hat und die Kernschmelze einfach rausgelaufen ist.

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    eine Konfiguration ergeben haben, die wieder kritisch werden kann. Wegen der geringen Anreicherung mit Uran 235 müßte sich irgendwo spaltbares Material wieder aufkonzentriert haben.
    Mit geeignetem Moderator (Schwerwasser oder Kohlenstoff) kann sogar Natururan eine Kettenreaktion unterhalten. Das Uran in Fukushima ist demgegenüber um den Faktor 4 höher angereichert, das wird auch mit Leitungswasser kritisch. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Kernschmelze mit anderem Material aus dem Reaktor (z.B. Zirkonium von den Brennelementhülsen, Stahl vom Reaktordruckbehälter usw.) vermischt ist. Zumal sich aufgrund der unterschiedlichen Dichten die Fraktionen recht gut entmischen, wenn sich diese in einer Mulde sammeln: Das schwerere Uran unten, die leichteren Spaltprodukte, Zirkonium und Eisen darüber.

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Das wurde aber noch nie beobachtet.
    Rekritikalität wird von allen seriösen Reaktorexperten als ernsthaftes und mögliches Problem nach einer Kernschmelze angesehen. In Harrisburg kam es nicht dazu, weil man die Kernschmelze durch Wiederaktivierung der Kühlsysteme noch stoppen konnte, bevor der Reaktordruckbehälter zerstört war. In Tschernobyl kann es sie gegeben haben, man weiß es nicht. Es wurde aber wohl genügend Bor über dem Reaktor abgeworfen, um sie zu stoppen, falls es sie gab (Bor behindert die Kettenreaktion).


    Jag


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