Ich hab mir da eine Regel erstellt: Je unglaublicher eine Nachricht mit belanglosem Inhalt klingt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie erfunden ist.
Umgekehrt verhält es sich mit unglaublich klingenden Nachrichten, die Relevanz versprechen. Zum Beispiel die von den vier hessischen Steuerfahndern, die mit Hilfe eines Psychiaters kalt gestellt wurden, weil sie zu erfolgreich den großen Frankfurter Banken Steuerbetrug nachweisen konnten.
Und? Jemand deshalb zurückgetreten? Irgendeine Kampagne eines großen Nachrichtenmagazins, wie das früher bei sowas üblich und auch zielführend gewesen wäre? Fehlanzeige.
Stattdessen hat SpiegelOnline noch vor Politik und Wirtschaft stets die Headlines der "Panorama"-Rubrik, wo die im Artikel erwähnten Hoaxes stets ebenso ungeprüft übernommen werden wie anderswo.
Wie wär's mal wieder mit investigativem Qualitätsjournalismus?



