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Jahrestagung des IWF: Schäuble blafft den Rest der Welt an

REUTERSWas ist bloß mit Wolfgang Schäuble los? Der Bundesfinanzminister legt sich auf der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank nicht nur mit den Gastgebern an. In einer weltweit übertragenen Podiumsdiskussion beschimpft er sogar das Publikum. Sympathien gewinnt Deutschland so nicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-860949.html
  1. #1

    Daß sich ein Politiker in dieser Frage nicht beliebt und keine Freunde macht, das ist zweifellos das beste, was man heutzutage über einen Finanzpolitiker sagen kann.

    Jeder deutsche Politiker, der in der gegenwärtigen Situation für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik eintritt, ist automatisch bei 75 Prozent der Bürger anderer Staaten und bei 90 Prozent der Politiker im In- und Ausland extrem unbeliebt.

    Bedauerlich ist nur, daß man auch auf Herrn Schäubles Standfestigkeit längst nicht mehr vertrauen kann.
    "XYZ wird nicht gemacht!" aus Politikermund bedeutet im Jahr 2012 leider "XYZ wird spätestens in 6 Monaten mit absoluter Sicherheit gemacht"...
    Und das gilt auch für Finanzminister Schäuble.
  2. #2

    Schon seltsam ...

    erst vergrault man den Rest der Welt und dann gibt man doch immer nach. Es verwundert deshalb auch nicht, dass die Griechen usw. sich nicht dankbar zeigen, denn die Hilfspakete sind ja eher Wiedergutmachung für schlechte Rhetorik im Vorfeld. In der Sache hat Schäuble dagegen recht. Und Lagarde interessiert nur ihre eigene Popularität - der Posten des französischen Staatspräsidenten ist zu verlockend.
  3. #3

    optional

    Die Aufgabe unserer Politiker ist es nicht, Sympathien zu gewinnen, sondern unsere Interessen zu vertreten.

    Wird Zeit, dass man langsam damit anfängt.
  4. #4

    Seltsam

    Irgendwie wird mir gerade Schäuble sympatisch.
    Was der Autor als Beschimpfungen, Arroganz und so weiter beschreibt, ist für mich vielleicht einfach mal Tacheles. Ist doch schön, wenn ein Politiker mal sagt, was er denkt.
    Für mich ist Sven Böll voreingenommen. Schade. Wäre es ein Kommentar, dann wäre das ja OK, als Bericht fehlt dem Artikel aber die Professionalität.
  5. #5

    bin froh, daß es Schäuble gibt...

    denn sonst wären wir schon längst in der auch von Sven Böll ständig geforderten gemeinschaftlichen Schuldenunion.
    Hoffentlich hält Schäuble gesundheitlich durch.
  6. #6

    Im blaffen ist er gut, unser Wolfgang.
  7. #7

    Wolfgang ...

    "Wolfgang, der Weltbürger" ist Wolfgang, der Wutbürger. Grumpy, der old man. War es nicht Wolvegang, der zu Beginn der Griechenlandkrise gesagt hat, das sei gar kein Problem, Griechenland mit seinen 8% der Wirtschaftsleistung des EU-Raums, das fange man im Vorübergehen auf. Das einzige, was Weltweit-Wolfgang seitdem einfängt, sind seine Prognosen. Spätestens 6 Monate, nachdem er sie geäußert hat. Kommt alles anders. Ein Spitzenrepräsentant ahnungsloser "Auf-Sicht-Fahrt". Die gehören unter Aufsicht, möglichst weltweit.
  8. #8

    Zahn der Zeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was ist bloß mit Wolfgang Schäuble los? Der Bundesfinanzminister legt sich auf der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank nicht nur mit den Gastgebern an. In einer weltweit übertragenen Podiumsdiskussion beschimpft er sogar das Publikum. Sympathien gewinnt Deutschland so nicht.

    Jahrestagung des IWF: Finanzminister Schäuble legt sich mit jedem an - SPIEGEL ONLINE
    oder:
    Beginnender Altersstarrsinn?

    Schäuble ist ja nun als hochintelligenter Mensch mit großer Auffassungsgabe bekannt.
    Solche herablassenden Aussagen in Tokyo sind allerdings wenig intelligent und decken sich in ihrem Sarkasmus und ihrer Abfälligkeit mit dem Zurechstutzen seines Sprechers Offer 2010 vor laufenden Kameras. Beide Vorfälle sind für einen Menschen im Vollbesitz seiner (geistigen) Kräfte wenig rühmlich.
    Nun ja, nach 70 sicherlich großteilig stressigen Jahren kann man schon mal abbauen...
  9. #9

    der im artikel zitierte IWF-Chefvolkswirt Oliver Blanchard hat mindest 4%infaltion in D gefordert. das sollte der spiegel in seinem euro-wahn auch erwähnen


    das raubrittertum gegen uns steuerzahler und sparer geht immer weiter.


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