Forum


 

Jahresbericht: Wehrbeauftragter beklagt Verunsicherung der Truppe

Zu wenig Hubschrauber in Afghanistan, fehlende Psychologen, schlechte Stimmung*- der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hat seinen Jahresbericht zum Zustand der Truppe vorgelegt, und seine Liste der Mängel ist lang. Viele Soldaten seien wegen der Neuausrichtung der Streitkräfte verunsichert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...811020,00.html
  1. #140

    ..

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Ginge es nach Fischer würden in den nächsten 50 Jahren libyische Regierungen nach deutscher Wiederaufbauhilfe zur "Kriegsschadenbeseitigung" rufen. Nachdem erst noch kürzlich über deutsche Hinterlassenschaften aus dem 2. WK geklagt wurde und da langsam Ruhe einkehrte.
    Jaaa der Fischer.. Ist schon Recht, die bösen Deutschen sollen wohl für jeden Riss im Putz auch nach 100 Jahren noch zahlen. Was sollen da erst die Franzosen sagen angesichts der riesigen Schäden durch Eroberung und Brandschatzund der Engländer in der Zeit des 100jährigen Krieges oder die trotz Friedensvertrag versenkten Schiffe (plus Ausfall der Handelserträge). Oder die Rheinland-Pfalz für die Zerstörung der Zitadelle in Heidelberg durch LudwigIV. oder die Belgier für die Flurschäden bei Brüssel (Waterloo, Napoleon) . Und was könnten nicht alles die Deutschen an Wiedergutmachung während der Zeit der römischen Besatzung von Italien verlangen.. Man könnte ewig so weitermachen und es würde nichts bringen.
  2. #141

    ..

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    Zugegeben, ich habe keine Ahnung wie alt der User ist, auf den sie sich mit ihrem Posting bezogen haben. Dass seine Eltern oder Großeltern aber Karl V. noch lebend gesehen haben, wage ich trotzdem zu bezweifeln.
    Das Alter des Mitforisten kenne ich auch nicht, ist eh nicht relevant, da ich zu einer Überspitzung gegriffen habe.
  3. #142

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Haben Sie JEMALS verwundete Feindkräfte in einer Übung gesehen oder eigene Kräfte die über Tage in feindlicher Gefangenschaft ausgefragt wurden?
    Letzteres wird u. a. in Hammelburg und auch bei anderen Einsatzvorausbildungen thematisiert. Ersteres habe ich tatsächlich nicht erlebt, genauso wenig wie ich mich aber auch tatsächlich mit verwundeten Feindkräften rumschlagen musste. Will sagen: Wie häufig wird der deutsche Soldat eigentlich mit verwundeten Feindkräften konfrontiert? Im asymetrischen Kampf wo der Feind nicht mit einem kämpft, sondern aus sicherer Distanz Bomben zündet sind andere Dinge wichtiger. Vor allem wichtiger in der Ausbildung. Dort kann ich nicht jedes Spezialthema behandeln. Da wo verwundeter Feind ein realistisches Szenario ist, werden die Befehle entsprechend aussehen. Das behaupte ich einfach, weil ich die Bundeswehr nach 12 Jahren gut genug kenne - doch sicher, es bleibt ein Behauptung.
  4. #143

    Zitat von sarandanon Beitrag anzeigen
    Ich muss Sie leider korrigieren: Berufssoldaten dürfen kündigen und Zeitsoldaten dürfen eine Dienstzeitverkürzung beantragen, welche heutzutage in den meisten Fällen durchgeht.

    In einem haben Sie recht: Soldaten haben eingeschränkte Grundrechte und dazu zählt der "Arbeitskampf".
    Das ein Zeitsoldat mal einfach so kündigen kann ist ein Mythos - auch wenn es formalerechliche Gestatltungmöglichkeiten gibt. Eine Dienstzeitverkürzung mithin ist noch lange keine Kündigung, denn den Zeitpunkt des Endes bestimmt wieder ein anderer... Das können Sie jemanden, der 12 Jahre Zeitsoldat war ruhig glauben. Bei den Berufssoldaten haben Sie recht, da war ich unpräzise. Es ändert aber nichts an dem Grundproblem der enorm eingeschränkten Freiheit, für die der Arbeitskampf nur ein weiteres Beispiel ist. Diese eingeschränkte Freiheit ist sicherlich notwendig, um den Dienst zu ermöglichen. Sie erfordert aber bei denen, die sie einschränken eben mehr Verantwortung und Engagement als für den freiheitlich nicht eingeschränkten Rest der Gesellschaft.
  5. #144

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    Die Nachfolgepartei derjenigen Partei, die den Schiessbefehl an der Deutsch-Deutschen Grenze gab ist ja auch ein glaubwürdiger Hort von Friede, Nächstenliebe und Pazifismus.. lol
    Stimmt zwar, aber man muss nicht mal die Geschichte bemühen: Noch heute gefallen sich zahlreiche (Spitzen-)Politiker dieser Partei darin, diese Verbrechen zu relativieren und damit zu verteidigen.

    Ich bin mir außerdem ziemlich sicher, dass Sarah Wagenknecht ganz anders über die Einsätze denken würde, wenn sie a) nicht mehr in der Opposition wäre und/oder b) sich die Einsätze gegen den parasitären Monopolkapitalismus bzw. dass, was von Links eben so definiert wird, richteten.
  6. #145

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von larsknopke Beitrag anzeigen
    Das ein Zeitsoldat mal einfach so kündigen kann ist ein Mythos - auch wenn es formalerechliche Gestatltungmöglichkeiten gibt. Eine Dienstzeitverkürzung mithin ist noch lange keine Kündigung, denn den Zeitpunkt des Endes bestimmt wieder ein anderer......
    Der Forist sprach im Zusammenhang mit SaZ nicht von Kündigung, sondern vom Beantragen einer Dienstzeitverkürzung (Verkürzung der vertraglich eingegangenen Verpflichtungszeit).

    Wenn schon pingelig, dann richtig: Kündigen können eh weder der SaZ noch der BS. Sie können formalrechtlich ihre Entlassung beantragen, respektive die oben erwähnte Verkürzung.
  7. #146

    Freiwillig?

    Zitat von mp3-terroristin Beitrag anzeigen
    Meines Wissens wurde kein deutscher Soldat gezwungen nach Afghanistan zu gehen.

    Für Afghanistan muss man sich freiwillig melden, dann erfolgreich eine
    Tauglichkeitsprüfung absolvieren, und erst dann kommt man nach ein paar Monaten oder sogar Jahren nach Afghanistan. (siehe hier)
    Freiwillig bewirbt man sich bei der Bundeswehr, aber wenn man dann erstmal Soldat ist, dann dient man treu dem Deutschen Volk. Das bedeutet, wenn das Deutsche Parlament beschließt Deutsche Soldaten an einen Kriegsschauplatz zu entsenden um ein politisches Ziel zu erreichen, welches mit anderen Mitteln nicht erreicht wurde, dann ist das der Wille des deutschen Volkes.
    Die Bundeswehr übernimmt dann die Feinausplannung innerhalb der vom Parlament gesetzten Grenzen (Personal, Finanzmittel, Rules of Engagement). Dann werden die Soldaten ausgesucht die eine entsprechende Verwendung haben und in den Einsatz entsandt, ob sie wollen oder nicht spielt keine Rolle, denn diese Entscheidung haben Sie als 18 jährige/r Single bei der Bewerbung gefällt und die gilt dann auch wenn sie mit 27 Familien-Mutter/Vater sind, sofern sie dann noch dienen.
    Von freiwillig kann also nur bedingt die Rede sein.
    Übrigens steht es dem Soldaten gemäß der "Nürnberger Verteidigung" nur in sehr engen Grenzen zu, einen von seinem Parlament als rechtmäßig erklärten Einsatz, mit dem Hinweis auf die Unvereinbarkeit mit seinem Gewissen, abzulehnen.
    Also Danke Ihr Deutschen Wähler von 1998, 2002, 2005 und 2009 für jeden Toten Kammeraden, denn es war Euer Wille, den wir erfüllen.


TOP



TOP