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Jagd auf Terroristen: USA forcieren Drohnenangriffe in Pakistan

REUTERS/ AAI CorporationEs ist ein ferngesteuerter und doch tödlicher Krieg: In den vergangenen Tagen haben die USA ihre Drohnenangriffe auf mutmaßliche Terroristen in Pakistan deutlich intensiviert. Den roten Knopf dafür drückt Präsident Obama - er muss jede einzelne Attacke persönlich absegnen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836901,00.html
  1. #1

    ...

    ich frage mich bei solchen Meldungen meist, was eigentlich das verantwortliche Nobelpreiskomitee so aktuell über die friedensverbreitenden Aktivitäten ihres verdienten Friedensnobelpreisträgers so denken. Wäre vielleicht mal eine Idee für SpOn einen der Leute zu interviewen. die verzweifelten Rechtfertigungsversuche wäre bestimmt unterhaltsam.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein ferngesteuerter und doch tödlicher Krieg: In den vergangenen Tagen haben die USA ihre Drohnenangriffe auf mutmaßliche Terroristen in Pakistan deutlich intensiviert. Den roten Knopf dafür drückt Präsident Obama - er muss jede einzelne Attacke persönlich absegnen.

    Die USA intensivieren Drohnenangriffe in Pakistan - SPIEGEL ONLINE
    Die Frage ist ob, wenn man diese Angriffe unterlassen würde, weniger Zivilisten ums Leben kommen würden. Meiner Meinung nach wäre dies nicht der Fall, wie man anhand von Zahlen aus Afgh. oder Irak zum Thema zivilie Opfer durch Terroristen deutlich ablesen kann.
    So technokratisch es sich anhören mag, solange Pakistan nicht aus seinem "failed state" Zustand herausfindet, sind solche Eingriffe gerechtfertigt und schützen unter dem Strich mehr Menschen als dabei ums Leben kommen.

    Es wird auch gerne vergessen, dass "Unterstützung" aus Pakistan letztendlich den Sieg der Taliban in Afghanistan verursachte, böse Zungen behaupten hier haben auch die pak. Geheimdienste mitgewirkt. Solch ein Brutreaktor des Terrorismus wirkt destabilisierend auf die ganze Region. Am liebsten würde ich auch zivile Hilfe für Pakistan fordern, aber nachdem was ich von Freunden, welche zeitweise in der Region tätig waren, gehört habe, ist jegliche Mühe seitens des Westens vergeblich.
  3. #3

    Wenn einer einen Preis bekommt...

    Zitat von asdf01 Beitrag anzeigen
    ich frage mich bei solchen Meldungen meist, was eigentlich das verantwortliche Nobelpreiskomitee so aktuell über die friedensverbreitenden Aktivitäten ihres verdienten Friedensnobelpreisträgers so denken. Wäre vielleicht mal eine Idee für SpOn einen der Leute zu interviewen. die verzweifelten Rechtfertigungsversuche wäre bestimmt unterhaltsam.
    Wenn einer einen (Nobel-)Preis bekommt: dann für etwas was er bereits getan hat, nicht wahr?

    Oder glauben Sie, das Nobelkomitee ergründet sich im Glaskugelschauen, wie es hier im Forum oft geübt wird?
  4. #4

    Treffen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein ferngesteuerter und doch tödlicher Krieg: In den vergangenen Tagen haben die USA ihre Drohnenangriffe auf mutmaßliche Terroristen in Pakistan deutlich intensiviert. Den roten Knopf dafür drückt Präsident Obama - er muss jede einzelne Attacke persönlich absegnen.

    Die USA intensivieren Drohnenangriffe in Pakistan - SPIEGEL ONLINE
    Für mich stellt sich die Frage, wie die "Ziele" überhaupt ausgemacht werden. Es geht doch bei diesen Drohnenschlägen immer nur um kurzzeitige Fenster, während der sich die zu treffenden Personen an einem bestimmten Ort aufhalten. Also muss wenigstens drei-vier Stunden vorher klar sein, wo sich diese Orte befinden, und es muss klar sein, dass sich ganz bestimmte Menschen zu dieser Zeit dort befinden. Also Beobachtung einer Gruppe (Taliban?), Erkenntnis über deren Richtung, Ausspähung des Ortes, Benachrichtigung des Präsidenten, Befehlerteilung, Bereitmachung und Anflug der Drohne - das alles in kurzer Zeit. Ich frage mich ernsthaft, ob es dabei überhaupt möglich ist, "ziel"genau zu sein. Wen trifft der Präsident der Vereinigten Staaten?
  5. #5

    xxxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein ferngesteuerter und doch tödlicher Krieg: In den vergangenen Tagen haben die USA ihre Drohnenangriffe auf mutmaßliche Terroristen in Pakistan deutlich intensiviert. Den roten Knopf dafür drückt Präsident Obama - er muss jede einzelne Attacke persönlich absegnen.

    Die USA intensivieren Drohnenangriffe in Pakistan - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin kein Jurist, aber verletzt das Vorgehen der USA nicht internationales Recht? Wie legitimieren sie solch ein Vorgehen? Ich bin ratlos.
  6. #6

    Zitat von .Limbus Beitrag anzeigen
    Die Frage ist ob, wenn man diese Angriffe unterlassen würde, weniger Zivilisten ums Leben kommen würden. Meiner Meinung nach wäre dies nicht der Fall, wie man anhand von Zahlen aus Afgh. oder Irak zum Thema zivilie Opfer durch Terroristen deutlich ablesen kann.
    So technokratisch es sich anhören mag, solange Pakistan nicht aus seinem "failed state" Zustand herausfindet, sind solche Eingriffe gerechtfertigt und schützen unter dem Strich mehr Menschen als dabei ums Leben kommen.
    Dass ihre Äußerung eine bloße Verrmutung ohne jeden Beleg ist, ist ihnen wohl hoffentlich klar. Die Drohnen verhindern keinen einzigen Anschlag, sondern fordern immer wieder zivile Opfer.
    Oder ist die Sicherheitslage seit dem Einsatz der Drohen etwa besser geworden.

    Zitat von .Limbus Beitrag anzeigen
    Es wird auch gerne vergessen, dass "Unterstützung" aus Pakistan letztendlich den Sieg der Taliban in Afghanistan verursachte, böse Zungen behaupten hier haben auch die pak. Geheimdienste mitgewirkt. Solch ein Brutreaktor des Terrorismus wirkt destabilisierend auf die ganze Region. Am liebsten würde ich auch zivile Hilfe für Pakistan fordern, aber nachdem was ich von Freunden, welche zeitweise in der Region tätig waren, gehört habe, ist jegliche Mühe seitens des Westens vergeblich.
    Einerseits bezeichnen Sie Pakistan als failed state, andererseits sol les für die Niederlage der NATO, des größten Militätbündnis der Welt, verantwortlich sein?
    Die NATO zieht ohne Erfolg aus Afghanistan ab, weil es in 11 Jahren nicht verstanden hat, vernünftig mit den Afghanen eine Zukunft aufzubauen, sondern sich stattdessen mit korrupten Warlords und Drogendealern eimgelassen hat. Und wegen Tausenden von Afghanen, die bei "Militärschlägen" ala Kundus ums Leben gekommen sind.
  7. #7

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Jurist, aber verletzt das Vorgehen der USA nicht internationales Recht? Wie legitimieren sie solch ein Vorgehen? Ich bin ratlos.
    Was wäre die rechtstaatliche Alternative?
    Nix tun wenn in Pakistan täglich Terroristen Anschläge und Angriffe auf -Truppen in Afghanistan vorbereiten?
    Oder wäre Ihnen ein richtiger Einmarsch in Pakistan lieber?
  8. #8

    Zitat von .Limbus Beitrag anzeigen
    Die Frage ist ob, wenn man diese Angriffe unterlassen würde, weniger Zivilisten ums Leben kommen würden. Meiner Meinung nach wäre dies nicht der Fall, wie man anhand von Zahlen aus Afgh. oder Irak zum Thema zivilie Opfer durch Terroristen deutlich ablesen kann.
    So technokratisch es sich anhören mag, solange Pakistan nicht aus seinem "failed state" Zustand herausfindet, sind solche Eingriffe gerechtfertigt und schützen unter dem Strich mehr Menschen als dabei ums Leben kommen.

    Es wird auch gerne vergessen, dass "Unterstützung" aus Pakistan letztendlich den Sieg der Taliban in Afghanistan verursachte, böse Zungen behaupten hier haben auch die pak. Geheimdienste mitgewirkt. Solch ein Brutreaktor des Terrorismus wirkt destabilisierend auf die ganze Region. Am liebsten würde ich auch zivile Hilfe für Pakistan fordern, aber nachdem was ich von Freunden, welche zeitweise in der Region tätig waren, gehört habe, ist jegliche Mühe seitens des Westens vergeblich.
    Wenn Sie glauben daß westliche Bomben mit Kollateralschäden weniger destabilisierend auf ein Land wirken als rückschrittliche Fundamentalislamisten, dann ist Ihnen imo nicht mehr zu helfen.
  9. #9

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Jurist, aber verletzt das Vorgehen der USA nicht internationales Recht? Wie legitimieren sie solch ein Vorgehen? Ich bin ratlos.
    Nein. Das ist mehrfach untersucht worden.
    Die Taliban sind nicht Kämpfer eines souveränen Staates, sondern kommen aus den verschiedensten Ländern - ohne für die Staaten zu stehen, in denen sie kämpfen (oder aus denen sie kommen).
    Sie haben aber den USA weltweit den Krieg erklärt.
    Das heißt, sie sind Kombatanten, die sich nicht - wie eine nationale Armee - den Genfer Konventionen unterstellen. Auch stehen sie natürlich nicht unter diesen Regeln.
    Deswegen ist Guantanamo auch völlig legal.


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