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Jagd auf den Massenmörder: Wie Joseph Kony die US-Spezialkräfte austrickst

APSeit sechs Monaten jagen US-Eliteeinheiten den ugandischen Rebellenchef Joseph Kony - ohne Erfolg. Der Massenmörder überlistet seine Verfolger ständig. Er sitzt tief im afrikanischen Dschungel, in einem Gebiet von der Größe Kaliforniens. Ihre High-Tech-Ausrüstung nützt den Amerikanern dort kaum.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...830599,00.html
  1. #50

    Zitat von taggert Beitrag anzeigen
    (...)Diesmal, wenn ich mich nicht irre,
    wurde die US Regierung von einer Stiftung (Invisible Children) und deren Volksbegehren dazu "gebracht" dort zu intervenieren und Kony zu stellen...
    Das stimmt nicht ganz. Die US-Berater sind ja schon seit einem halben Jahr dort, das Video erregte aber erst im März größere Aufmerksamkeit.

    Zitat von taggert Beitrag anzeigen
    (...)Das ganze Sache würde ohne die "KONY 2012" Aktion doch überhaupt gar kein politisches und erst recht kein mediales Interesse wecken.
    Daß das mediale Interesse gleich Null wäre ohne das Video, sehe ich auch so. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich hilfreich war. Natürlich haben erst durch das Video die meisten in D überhaupt den Namen Kony zum ersten Mal gehört. Aber im gleichen Zuge wurde das bekanntlich sofort als "Kampagne" abgetan, zumindest von allen Zeitgenossen, die sich überhaupt nicht vorstellen können, daß irgendwas tatsächlich so sein könnte, wie es dargestellt wird und hinter allem die böse CIA vermutet (die nebenbei bemerkt entzückt sein dürfte darüber, was man ihr so alles zutraut - kein Wunder, daß die keiner VT widersprechen...)
  2. #51

    Zitat von botschinski Beitrag anzeigen
    (...)Erstmal sollen die USA den Internationalen Gerichtshof anerkennen alles andere kommt später...
    Jau.
    Das sehen die Opfer von Kony sicher genau so! Da können sich ja alle Experten, die sich bisher noch nie für Uganda, den Kongo-Krieg oder den Konflikt Sudan/Südsudan interessiert haben, weiter entspannt zurück lehnen, müssen sich die Opfer von Kony um der höheren Gerechtigkeit und des eisernen Prinzips willen halt noch ein bißchen gedulden.
  3. #52

    Zitat von Paul Max Beitrag anzeigen
    es geht nicht gegen ....
    es geht um: seltene Erden, Öl und viele andere Rohstoffe
    Dann darf man wohl annehmen, daß der hochmoralische Paul Max grundsätzlich nur Fahrrad fährt und weder Handy noch Computer sein Eigen nennt und zur Verlobung seiner Freundin einen Ring aus dem Kaugummiautomaten an den Finger steckt?

    Der Unterschied zu den USA ist doch wohl: Dort wird eben ein Video produziert, das Konys Verbrechen bekannt macht, nicht in D - hier wird statt dessen nur die "emotionale Machart" desselben bemäkelt. Und es sind die USA, die Millitärberater schickt, um ihn fest zu setzen - während man sich in D darauf beschränkt, unlautere Motive zu unterstellen, auch wenn das im vorliegenden FAll jeglicher Logik widerspricht.
    Falls Sie das irgendwie verpaßt haben: Kony ist vom internationalen Gerichtshof angeklagt, und zwar nicht wegen Grobem Unfug und Hütchenspielen, sondern wegen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen.
  4. #53

    Zitat von DasReptil Beitrag anzeigen
    Als Kony noch "aktiv" war haben die Kinderarmeen und das Gemetzel in der Gegend komischerweise niemanden interessiert. (...)

    Am allerwenigsten in D. Dort ist man komischerweise erst interessiert, wenn sich mal wieder eine prima Gelegenheit ergibt, seinen Anti-Amerikanismus raushängen zu lassen.

    Zitat von DasReptil Beitrag anzeigen
    (...)Kaum allerdings findet man Rohstoffe in Uganda ist der Mann der sich schon lange im Busch verkrochen hat Thema Nummer 1 bei den Menschenfreunden aus den USA.

    Haben Sie es mal mit Logik versucht?
    Dann würden Sie zu dem überraschenden Ergebnis kommen, daß der im Busch "verkrochene" Kony den USA völlig egal sein könnte, wenn es ihnen nur ums Öl in Uganda ginge.

    Zitat von DasReptil Beitrag anzeigen
    (...)Kony ist derweil (sofern er überhaupt noch lebt) natürlich nicht aufzufinden obwohl die US Militärmaschinerie rund um die Uhr nach ihm sucht. Wür mich nicht wundern wenn der Mann letzten Endes noch Osama bin Laden im Abtauchen Konkurrenz macht, schließlich ist der Amerikaner ja gekommen um zu bleiben.
    Das Gelände ist, wie man hört, ein wenig unübersichtlich.
    Und um 100 Millitärberater (unbewaffnet) als "Maschinerie" zu titulieren, muß man schon ziemlich viel Talent zur Realitätsverweigerung haben.
  5. #54

    Zitat von syssifus Beitrag anzeigen
    ist relativ und ein Verräter wird sich schon finden,man muß nur genug bieten.Der "Rebellenchef" wird hoffentlich nicht zum Wiederstandskämpfer geadelt,die Bezeichnung Bandit bzw.Anführer von Mördern,wäre zutreffender.
    Ja, das wäre tatsächlich zutreffender. Schon das Wort "Rebellen" stößt mir immer sauer auf, weil das so schön romantisch nach Kohlhaas und Robin Hood klingt...

    Aber ich bin da sehr pessimistisch. Wenn sogar in SPON immer wieder die Bauhauptung aufgestellt wird, daß Kony von seinen "Anhängern" als religiöse Gestalt verehrt wird - in Verkennung bzw. unter Verschweigung der Tatsache, daß der überwiegende Teil seiner "Anhänger" aus Minderjähringen besteht, die zu Soldaten gepreßt wurden (meist werden sie als erstes gezwungen die Eltern oder einen nahen Verwandten umzubringen), gegeneinander ausgespielt und unter Drogen gesetzt - kaum eine andere Wahl haben, als Kony zu "verehren", als was auch immer.
  6. #55

    Zitat von kwifte Beitrag anzeigen
    Sie sollten auf der Höhe der Zeit bleiben. Köhler's Verplapperer war vorgestern!
    Inzwischen hat doch mit der Tatsache, dass weltweite Bundeswehreinsätze auch wirtschaftliche Interessen dienen sollen, nicht mal mehr die Grünen-Fraktion im Bundestag Probleme.
    Kann es sein, daß Sie unter irgendwelchen Bewußtseinstrübungen leiden? Weltweite BW-Einsätze???
    Ham wirs auch ne Nummer kleiner?
    Die BW ist im ehemaligen Jugoslawien aktiv, auf See vor Somalia und in Afghanistan, und sonst?
    Ach ja, da war mal ein Mandat in Darfur. Da war 1 (in Worten: ein!) Offizier Hänschen-Klein-Allein stationiert um Flüchtlingslager logistisch zu unterstützen.
    Vor 6 Jahren waren 700 BW-Soldaten in Kinshasa (und nur dort) anwesend, um die Wahlen im Kongo zu überwachen.
    Und dann gabs noch den Einsatz in Somalia. Wenn ich das recht entsinne, sollte dort eine indische Einheit logistisch unterstützt werden, die dann allerdings nie auftauchte, weshalb sich die BW damit befaßte, Schulen und Brunnen zu bauen, wenn sie schonmal da war, und wie man hört, hat sie sich dabei nicht so ganz doof angestellt.

    Alle Einsätze von der UNO sanktioniert und lang und breit im Parlament diskutiert.

    Haben Sie schonmal was von FRONTEX gehört? Nicht? Das ist schade. Das sollte Ihnen nämlich Sorgen machen. FRONTEX ist die einzige Antwort, die die EG auf teil alarmierenden Konflikte in Afrika hat und die Flüchtlinge, die selbige Jahr für Jahr generieren. Unter anderem wegen Personen wie Joseph Kony. Die allerdings in D nur zur Kenntnis genommen werden, wenn zufällig mal ein Video im Netz auftaucht - um die Machart des Videos als "emotional" zu disqualifizieren (schließlich hat man Geschmack, da ist Empathie entbehrlich).
    FRONTEX ist wie es aussieht dabei, Europa in eine Festung zu verwandeln. Ohne UNO-Mandat, ohne irgendwelche Diskussionen in irgendwelchen Parlamenten - und völlig an der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vorbei.
  7. #56

    Zitat von freshNfunky Beitrag anzeigen
    Hurra das Boese hat einen neuen Namen, nachdem alte Ikonen und Modelle ausgelutscht sind.

    - Das Gute braucht das Boese fuer seine Existenzberechtigung.
    - Je grausamer Boese desto besser steht Gut da.
    - Humanitaet und Charity braucht Elend

    Es ist das Busyness mit der Moral. Die letzten Hemmungen fallen.

    Fragt sich am ende was zuerst da war Huhn oder Ei.
    Gut oder Boese?
    DAs sind doch die völlig falschen Fragen.

    Die Frage aller Fragen ist doch: Gibt es Zynismus ohne Intelligenz? Ohne Beobachtungsgabe und Sinn für Realität?

    Und - es tut mir leid, das sagen zu müssen - da haben Sie sich leider nur sehr bemüht - was in jedem Arbeitszeugnis bedeutet: Versagen auf ganzer Linie!

    Sechs.
    Setzen!
  8. #57

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    (...)Vor ein paar Monaten hat man herausgefunden dass es in Zentralafrika Rohstoffe gibt (was vorher vollkommen unbekannt war) und die USA planen nun die gesamte Region mit ein paar Dutzend Spezialkräften zu kolonisieren und diese Rohstoffe zu rauben. Gell?
    Vor allem müßte einige Foristen dabei sehr irritieren, daß sich die USA und "der Westen" z. B. im Kongo, dessen Rohstoffvorkommen in Tonnen gemessen eine Zahl mit 27 Nullen am Ende ergeben, völlig heraus gehalten haben. Mehr noch: Daß den Löwenanteil der Schürfrechte ein Typ namens Billy Rautenbach abgesahnt hat. Diplomatisch veranlagte Zeitgenossen bezeichnen den als "schillernd", weniger diplomatische als Ganoven und Realisten haben schon mit gekriegt, daß es sich dabei um einen Crownie von Robert Mugabe handelt...
    Fairerweise muß man auch bemerken, daß sich die Regierung von SA sehr verdient gemacht hat durch Vermittlung zwischen den Kriegsparteien im Kongo und der Krieg inzwischen auf das Gebiet Kivu beschränkt wurde, immer noch schlimm genug, aber immerhin besser.
    Aber auch das geht am Radar der "Experten" irgendwie vorbei.

    Afrika scheint vor allem eins zu sein: Eine Projektionsfläche für vorgefaßte Meinungen.
  9. #58

    Guerillas im Nebel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Großteil der Elektronik kann nicht oder nur bedingt eingesetzt werden. Dies gilt unter anderem für die Satelliten-Überwachung, die durch das dichte Blätterdach der Dschungelgebiete nahezu unmöglich wird.

    Jagd auf den Massenmörder: Wie Joseph Kony die US-Spezialkräfte austrickst - SPIEGEL ONLINE
    Nein, wirklich?!? Sind die guten alten Zeiten der counterinsurgency Einsätze in Zentral- und Südamerika schon so lange her, dass die Amerikaner vergessen haben, wie man im Regenwald "Aufstände bekämpft"? Hätte man die School of the Americas mal in Panama gelassen...
    Die Amerikaner, immer wieder für ein Kopfschütteln gut!
  10. #59

    bush wifes

    Zitat von sophistocat Beitrag anzeigen
    Kony alleine hat zigtausende Kinder entführt und mit ausgesuchter Brutalität zu Soldaten gedrillt (Jungs) oder zu Sexsklaven gemacht (Mädchen, man gebraucht gerne der verniedlichenden Begriff "Bush-wifes" dafür).
    Ohne Haare spalten oder Konys Taten relativieren zu wollen - aber "bush wifes" ist ein Begriff, den vor allem die entführten Frauen bzw. ihr Umfeld sich selbst geben, zumindest in Sierra Leone, von wo mir der Begriff geläufig ist. Darüber kann man diskutieren - vor allem zeigt der Begriff jedoch, dass die Menschen vor Ort sich selbst ihre Gedanken über die Situation machen, in der sie sich befinden. Dafür brauchen sie nicht unbedingt wohlmeinende Youtube-Aktivisten, die ihnen erklären wie die Welt funktioniert. Wer mal eine (durchaus kontroverse, sicher bei vielen Menschen in Afrika auf Zustimmung stoßende) afrikanische Meinung zu der Kony-Debatte lesen möchte: Southern Times-The Great Kony Con








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