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Ja zur Torlinientechnik: Die Revolution kommt - irgendwann

REUTERSDie Torlinientechnologie ist beschlossene Sache, das klingt nach einer Fußball-Revolution. Doch wen betrifft der Beschluss? Und wann wird er in der Bundesliga umgesetzt? Die Regelhüter von der Ifab haben viele Fragen offengelassen - klare Richtlinien für die Verbände und Clubs gibt es noch nicht.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...842782,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Torlinientechnologie ist beschlossene Sache, das klingt nach einer Fußball-Revolution. Doch wen betrifft der Beschluss? Und wann wird er in der Bundesliga umgesetzt? Die Regelhüter von der Ifab haben viele Fragen offengelassen - klare Richtlinien für die Verbände und Clubs gibt es noch nicht.

    Fußball: Einführung der Torlinientechnologie wirft viele Fragen auf - SPIEGEL ONLINE
    eigentlich war das tor bzw. nichttor bei der em ja das beste beispiel, dass der videobeweis für torentscheidungen ein fussballspiel auch nicht fairer machen. 7 sekunden vor dem tor oder nichttor gab es auch eine fehlentscheidung zu ungunsten der engländer: abseits und das tor damit per se ungültig. wäre es jetzt fairer, wenn man das tor dann gibt? oder wäre es unfair, weil es eigentlich nicht hätte zählen dürfen?

    aber darüber wurde in fast allen medien natürlich nicht geschrieben!
  2. #2

    Ein Schritt in die falsche Richtung

    Fußball ist Unterhaltung, Fußball ist Emotion. Für mich gehört zum Fußball auch dazu, sich über Fehlentscheidungen aufzuregen oder sich darüber zu freuen. Mit dieser Entscheidung geht ein Stück Spontanität und Authentizität des Fußballs verloren. Wie schön ist schon die Freude über ein Tor, das erst nach einer Diskussion und Spielunterbrechung gegeben wird?

    Ich denke die Abseitsnachweise werden auch irgendwann kommen. Vielleicht erst in 20 Jahren, aber der Grundstein dafür ist, vermute ich, hiermit wohl gelegt. :(
  3. #3

    Ein wichtiger Schritt, mehr aber (noch) nicht

    Ich bin mehr als glücklich, dass sich die Fifa jetzt doch dazu bereit erklärt hat, die Tatsache, dass das 19. Jhd. Schon über 110 Jahre vorbei ist, zu akzeptieren!!!
    Ein wirklich tolles Argument um den ewig gestrigen mal die Augen zu öffnen, habe ich heute Nachmittag hier als Reaktion auf die erste Version des Artikels gelesen: Warum nimmt man den Schiris eigentlich nicht die Armbanduhr weg, wenn dann sollte man konsequent auf Technik verzichten und die Schiris müssen dann eben schätzen, wann 90 Min rum sind...
    Ein wichtiger Tag für den Fussball heute, vielleicht sagt man später mal, der Tag, an dem der Fussball im "Jetzt" ankam... Aber ich bleibe erst mal abwartend vorsichtig...
  4. #4

    Keine Sorge

    Zitat von x24st Beitrag anzeigen
    Fußball ist Unterhaltung, Fußball ist Emotion. Für mich gehört zum Fußball auch dazu, sich über Fehlentscheidungen aufzuregen oder sich darüber zu freuen. Mit dieser Entscheidung geht ein Stück Spontanität und Authentizität des Fußballs verloren. Wie schön ist schon die Freude über ein Tor, das erst nach einer Diskussion und Spielunterbrechung gegeben wird?(
    So ein Quatsch, da geht gar nix verloren. Wenn der Ball über die Linie geht kriegt der Schiri ein Signal und das Tor wird gegeben. Das bekommen Sie gar nicht mit - keine Diskussion, keine Spielunterbrechung.
  5. #5

    Ja Und?

    Zitat von toni.montana Beitrag anzeigen
    eigentlich war das tor bzw. nichttor bei der em ja das beste beispiel, dass der videobeweis für torentscheidungen ein fussballspiel auch nicht fairer machen. 7 sekunden vor dem tor oder nichttor gab es auch eine fehlentscheidung zu ungunsten der engländer: abseits und das tor damit per se ungültig. wäre es jetzt fairer, wenn man das tor dann gibt? oder wäre es unfair, weil es eigentlich nicht hätte zählen dürfen?

    aber darüber wurde in fast allen medien natürlich nicht geschrieben!
    Wozu auch. Zwei Fehler in Folge machens noch lange nicht korrekt. Im Artikel wird der Unterschied doch erklärt. Ruhig nochmal nachlesen: ein fehlentschiedenes Tor wirkt sich vielmehr auf das Spiel aus als ein fehlentschiednes Abseits. Deshalb ist es wichtiger, dass dort keine Fehlentscheidungen passieren. Ein fehlentschiedenes Abseits führt nur in den seltensten Fällen zum Tor. Also im Durchschnitt aller Spiele betrachtet wird es dadurch fairer, jawoll.
  6. #6

    Profi-Fußball

    ist schon lange keine Unterhaltung im "romantischen Sinne" mehr, sondern in der Mehrheit ein knallhartes Geschäft um Millionen und Milliarden. Da ist es nur folgerichtig, wenn die Technik in bestimmte Bereiche einzieht, um das Geschäft zu sichern. Fans werden vom Verein doch teilweise nur noch geduldet, weil sie das Geld 'ranschaffen'.
  7. #7

    Einfach wie im Tennis

    Um das ganze nicht aus dem Ruder laufen zu lassen, koennte man doch einfach jedem Team, so wie es im Tennis auch praktiziert wird, z.B. zwei Einsprueche pro Spiel gutschreiben. Ist der Einspruch berechtigt, bleibt es bei zwei, bei unberechtigtem Einspruch wird dieser vom Kontingent abgezogen. So ueberlegt sich ein Team vielleicht, ob die Einsprueche fuer die heisse Phase am Ende des Spiels aufgespart werden. Und wird kein Einspruch eingelegt, wird der Pfiff (oder Nicht-Pfiff) als Tatsachenentscheidung akzeptiert. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Emotionen und Spannung durchaus erhalten bleiben.
    In anderen Teamsportarten wie z.B. Rugby in Australien werden aehnliche Systeme im Uebrigen schon seit Jahren erfolgreich angewandt.
  8. #8

    @toni.montana, so nicht ganz richtig...

    Der nicht ganz unwichtige Unterschied ist:
    Die Abseitsstellung kann man übersehen, v.a. wenn der Linienschiri wie im vorliegenden Fall nicht ganz auf Ereignishöhe war.
    Das Tor allerdings MUSS der Tor-Linienschiri sehen. Ohne wenn und aber. Das ist sein Job - sonst nix. Er hat es nicht gesehen, hat seinen Job verfehlt (und ein abseits vorher ist da irrelevant). Ob unfähig oder weil man es in der Geschwindigkeit nicht wirklich genau sehen kann, es ändert nichts am eindeutigen Ergebnis.
    Abhilfe dafür: Technik.

    Und so ist es in den weniger schlagzeilen dominierten Berichten auch durchaus erörtert worden.

    Es geht einzig um die wichtigste Entscheidung im Fussball: Tor/kein Tor. Nicht um die Abschaffung jeglicher Ambivalenz, nicht um einen Oberschirir wie im Eishockey oder am. Football.

    Es geht einzig um die wichtigste Entscheidung im Fussball: Tor/kein Tor. Nicht um die Abschaffung jeglicher Ambivalenz, nicht um einen Oberschirir wie im Eishockey oder am. Football.
  9. #9

    Also ich kann auf Emotionen um Fehlentscheidungen gerne verzichten.

    Weder sehe ich "meine" Mannschaft gerne durch ein Tor, welches keines war (aber gegeben wurde) gewinnen, noch sehe ich "meine" Mannschaft gerne durch ein nicht gegebenes Tor (welches aber eines war) verlieren.








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