Das war's...
Die politische Ära Berlusconi endet weit stiller als sie im Frühjahr 1994 begonnen hatte. President Napolitano hat Mut bewiesen und mit der Ernennung von Mario Monti zum Senator auf Lebenszeit ein wichtiges Zeichen gesetzt. Er wird seinen Ministerpresidenten bekommen. Gesiegt hat vor allem der Markt, der klarmachte, daß er weder ein langes Siechtum der heutigen Regierung noch eine lange Krise und noch weniger Neuwahlen will. Berlusconi hat bis zuletzt versucht seinen Kronprinzen Alfano durchzudrücken, aber am Ende wär' darüber fast seine eigene Partei zerbrochen. Am Ende standen sich "Liberale" und "Faschisten" feindlich gegenüber...
"Frattini: «Non la darò vinta ai fascisti»
Il ministro degli Esteri si sfoga con i suoi collaboratori"
http://www.corriere.it/politica/11_n...de000101.shtml
Berlusconi hat diese beiden Grundzüge in seiner Partei lange übertüncht. AM Frattini will Monti stützen und will die Partei auf die "Nachberlusconizeit" vorbereiten. Im Weg sind im dabei Jene, die ursprünglich aus dem alten MSI kommen. Letztendlich hat Frattini gewonnen, der PDL wird bei der breiten Regierung dabei sein, genauso wie der PD, die kleinen Zentrumsparteien sowie Di Pietros Italia Dei Valori.
Die Lega Nord geht in die Opposition, in erster Linie wohl um sich von der Regierungszeit "reinzuwaschen" und sich nach den schmerzlichen Niederlagen heuer im Frühjahr neu aufzustellen. Es wird manch Kopf rollen...
Fazit...
De Weg für Reformen ist frei. Eine breitere Mehrheit als die ist nicht vorstellbar und wenn nicht jetzt wann dann...?
Hoffe das beste...
Übrigens, die Südtiroler Parlamentarier haben heute dagegengestimmt, weil auch die Autonome Provinz Bozen/Südtirol über das Autonomiestatut hinaus sparen muß.
Aber das ist nur "symbolischer Widerstand"... ;)
Viele Grüße aus Südtirol...

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