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IWF-Geld: Schwellenländer blockieren Hilfe für Europa
DPADie Euro-Krise spitzt sich in Ländern wie Spanien zu, doch Extra-Geld vom Internationalen Währungsfonds wird es wohl nicht geben. Nach SPIEGEL-Informationen wollen die Schwellenländer keine zusätzlichen Mittel für den Rettungsschirm freigeben. Begründung: Europa sei zu mächtig.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827586,00.html
- #1 15.04.2012 07:23 von
Ich vermute Europa ist nicht zu mächtig, sondern zu blöde, mit seinen Mitteln vernünftig umzugehen. Sie betrachten den Rettungsschirm als zusätzlichen Notgroschen, den man beliebig abrufen kann. Von Schuldenrückzahlung wird gar nicht mehr gesprochen, sondern nur noch von Schirmen. Die Griechen zahlen bereits Gewinne aus, obwohl sie vor Schulden gar nicht aus den Augen schaue können.
Es geht nur noch darum "wie kommt man an anderer Leute Geld". Völlig sinnlose Geld und Wirtschaftspolitik. Der beste Politiker ist der, der Kredite locker machen kann und nicht der, der die Schulden abbauen kann, ohne das Volk zu erwürgen. Alle erzählen etwas vo den armen Enkeln und haben noch gar nicht bemerkt, dass es schon um die Urenkel geht, denen wir die Luft abschnüren.
MfG. Rainer - #2 15.04.2012 07:26 von
Na Danke
Das ist also der Dank für Jahrzehnte lang gezahlte Entwicklungshilfe.
War ja nicht anders zu erwarten. - #3 15.04.2012 07:29 von
Ende des Schneeballsystems Euro
Es wird Zeit, diese angebliche Euro-Rettung zu beenden. Es ist ein gigantisches Schneeballsystem, in das immer mehr Geld zur Aufrechterhaltung gepumpt werden muss. Aber bisher hat immer noch mehr Geld nicht geholfen. Das billige Geld er EZB ( Dicke Bertha ) ist innerhalb nur weniger Monate verpufft. Am Ende dieses Irrsinns werden alle Länder der Eurozone pleite sein.
- #4 15.04.2012 07:34 von
- #5 15.04.2012 07:37 von
Es ist schon eine ziemliche Zumutung
dass das reiche EURO-Land sich von den armen Ländern über den IWF günstiges Geld beschaffen will. Dazu ist der IWF nicht. Wenn der EURO eine einheitswährung ist mit Problemen bei einzelnen Partnern, dann ist das ein internes Problem. Wenn man das nicht selber lösen will, dann muss man den EURO beenden
- #6 15.04.2012 07:40 von
Ein Verbrechen an den Sparern und der Demokratie
ist der europäische Umgang mit seiner Schuldenkrise
Vereinfacht:
1. Aufkaufen eigener Anleihen direkt und indirekt.
2. Druck auf grosse Anlagefonds, Versicherungen und Banken, Anleihen zu kaufen.
3. "Erzwingen" einer Inflation, um die Schulden zu reduzieren.
Bezahlen werden es aber nicht nur die Sparer, deren Ersparnisse herunterinflationiert werden.
Viel gewichtiger sein werden die politischen Auswirkungen im Parteiengefüge. Die Lüge, oder gelinde gesagt, die Wahnvorstellung "Wir retten Europa, wenn wir den Euro retten" wird sich je länger je mehr als ein Bumerang erweisen, der radikalen "Frustrationsparteien" grossen Auftrieb verleihen könnte. - #7 15.04.2012 07:45 von
Kluge Schwellenlaender
Zitat: "... Bei Italien ... dagegen sehen die Experten selbst unter optimistischen Annahmen schwarz. Sie gehen davon aus, dass der künftige Rettungsfonds ESM Hilfen nachschießen muss."
"Italien", also jenes Italien in heutiger Verfassung, ist wirtschaftlich aussichtslos.
Entscheidend fuer Italien wird sein, dass dieser "Staat" sich selbst von dessen irrigen, nostalgischen Fantasiewunschmission des Resorgimento Garibaldi'scher Praegung verabschiedet.
Es ging nie, es geht heute ueberhaupt nicht mehr an, und das wirtschaftlich auf eigenen Beinen gut stehen koennende Nord-Italien wird in -zunehmend- groesserem Umfange in den negativen Sumpf-Abwaertssog des restlichen, sich "Italien" noch nennen duerfende Staatsgebiete, geraten.
Das Italien des Resorgimento ist nur noch wertlose Huelle und Illusion vergangener Epochen. - #8 15.04.2012 07:47 von
Rettungsschirm der Gläubiger
Der beste Rettungsschirm ist der, den die Gläubiger aufspannen können. Die ganzen Schulden sind doch längst von privater Seite bewilligt worden. Statt die Beträge beim Auslaufen der Kreditpapiere zurückzufordern, müssen die Gläubiger die Kredite nur zu angemessenen Konditionen um weitere 5 oder 10 Jahre verlängern. Ob mit Zwang oder aus Vernunft ist mir vollkommen egal. Der deutsche Staat jedenfalls hat keine Kredite gewährt, und muss daher auch nicht die Haftung für fremder Leute Risiko übernehmen.
Die Neuverschuldung der Staaten löst sich ebenfalls sehr einfach. Entweder finden sie einen Privaten, der den Staat als kreditwürdig einstuft, und Geld verleiht, oder am Monatsanfang ist nichts mehr in der Kasse. Dann darf das Parlament darüber entscheiden welche Wohltaten es seinen Bürgern zwar gewährt aber nicht auszahlt.
Wenn deutsche Unternehmen diese Krise dadurch verschärfen, dass sie ohne Sinn für Kreditrisiken Waren in Staaten liefern, die kein Geld haben sie zu bezahlen, so ist das Angelegenheit der deutschen Exporteure und nicht des deutschen Steuerzahlers. Ein Geschäftsmodell das auf Subventionen aufbaut, trägt sich nicht. Das sieht man bei der Solarwirtschaft, und beim Export ist es auch nicht anders. - #9 15.04.2012 07:47 von
Die USA, GB und die Schwellenländer haben selbst genug Probleme ...
... die Frage ist, ob diese IWF Kredite jemals von den Euro-Pleiteländern zurückgezahlt werden könnten?
Was tun?
Die EZB kann die Staatspapiere der Pleitestaaten aufkaufen,
damit diese weiterhin die Wirtschaft und Staat mit mehr
Geld zu versorgen können (QE - quantitative easing).
Die Stabilität des Finanzmarkts wird allerdings durch die Bildung
von Spekulationsblasen auf Aktien-, Anleihe-, Immobilien und
Rohstoffmärkten gefährdet.
Deshalb ist eine gleichzeitige Regulierung und Restrukturierung
aller Banken und Hedgefonds sowie eine Verstaatlichung
von Zombie Instituten in der EU unumgänglich.
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