APIn Italien wollen Unternehmer und Politiker den seriösen Premier Monti überreden, über die Wahl hinaus zu regieren. Sie fürchten, dass die etablierten Parteien wieder alles schlimmer machen - offenbar nicht zu Unrecht, denn die Skandale ziehen weitere Kreise.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859185.html
Ich bezeichne die heutige Zeit gerne als Politidiktatur,alle 4 oder 5 Jahre ein Kreuzchen und der demokratische Akt ist erledigt,dazwischen arbeitet und regiert so gut wie jedes Land in die Tasche der Großindustrie,dem Lobbyismus und auch in die eigenen..
Man nehme sich nur den Fall Wulf zur Grundlage in Deutschland,gut vieles wird nicht bewiesen werden,anderes heruntergespielt,Fakt ist jedoch,dass es Unregelmässigkeiten gegeben hat.
Wieviele Politiker sorgen für gute Einkünfte nach der Karriere,die kommen auch nicht von ungefähr,wieso gab es den Milliardendeal der FDP mit den Hotelies,Merkels rumgeschmuse mit der Atomlobby,wonach sie dann nach Fukushima plötzlich eine Erleuchtung hatte,was war mit Kohl,"Ich sag nix",was mit Scheuble und der vergessenen Spende,Schröders wechsel zu Gazprom,Özdemirs Kredit,diese Liste könnte noch lange weiter geführt werden und dient für mich sicher nicht um meinen Glauben an die Politik zu verbessern.
Nur und da sind wir in der gleichen Position wie die Italiener,es gibt keine alternativen mehr,ausser Parteien die für mich nicht wählbar sind.
"Ett is zum Mäuse melken"....
auch wenn es für mich bisher mit Tiefen Einschnitten im finanziellen Bereich einherging, bin ich trotzdem für eine weitere Legislaturperiode mit Monti. Wenn Berlusconi wieder kommt, wandere ich wieder aus, beim restlichen politischen Establishement, gerne auch "la casta" genannt habe ich wenig Hoffnung. Der Mann hat nunmal den schwarzen Peter das Erbe von Berlusconi und den Vorgängern antreten zu müssen. Aber wie er innerhalb kürzester Zeit wichtige Reformen durchgebracht hat, ist respektabel. Wenn er jetzt noch Zeit hat, den ganzen Schweinestall vernünftig auszumisten, blicke ich der Zukunft Italiens sehr positiv entgegen.
Also wenn man sich die italienischen Politiker anschaut, dann scheint der Technokrat Monti das geringere Übel zu sein. Vielleicht sollte endlich mal das Problem der steuerverschwendenden Politiker behoben werden, dann wäre Italien wenigstens einige Steuermillionen reicher...
[QUOTE=sysop;11074619]In Italien wollen Unternehmer und Politiker den seriösen Premier Monti überreden, über die Wahl hinaus zu regieren. Sie fürchten, dass die etablierten Parteien wieder alles schlimmer machen - offenbar nicht zu Unrecht, denn die Skandale ziehen weitere Kreise.
Schön, das der Autor hier schon in der Unterüberschrift die Bewertung "seriös" für Mario Monti plaziert. Dann brauchen wir ja nicht mehr selber nachdenken. Vielen Dank dafür!
Was das allerdings über die Seriösität von Spiegel-Online aussagt...
Man muß hinter dem Wort Demokratie immer ein Fragezeichen setzen, denn das was man uns darunter verkaufen will hat echt nichts damit zu tun.
Machterhalt des Systems und Selbstsicherung der jeweiligen Politiker ist doch das was wir so erleben.
Gerade am heutigen Tag der "Deutschen Einheit" versucht man dem Volk mit Sonntagsreden nur zu verdummen, dabei steht doch kaum einer der Redner hinter seine, oder ich sage mal lieber hinter den vorgeschriebenen Reden, sie werden nur abgegeben weil es im Protokoll so verlangt wird.
Aber zurück zu Italien, da hat es sich voll und ganz gezeigt, dass man das eigene Volk noch mehr ausnehmen kann, dass Politiker zu Kriminellen werden und sich ihre eigene Schutzgesetze schaffen und alle sogenannten europäischen Demokraten spielen das Spiel noch mit.
Wenn man diese Art von Demokratie nun noch in die weite Welt exportieren möchte und sich für die Größten der freien Welt hält, dann kann man sich vor lachen nur noch den Bauch halten.
Diese Bankenkrise hat es uns allen gezeigt worum es ging und heute noch geht, nicht die Probleme der gesellschaftlichen Entwicklung sind das was den Politikern Sorge bereitet, sondern nur wie man den vielen Banken die durch Spekulationen ihr Schäflein wegschmimmen sehen helfen kann und dazu ist keine noch so hohe Staatsverschuldung zu schade.
HR
Es geht darum, dass Er bei der Wahl antreten soll.
Werde Euch Wortverdreher nie verstehen
1. Nicht per se.
2. In diesem Fall auch nicht.
Die italienischen Abgeordneten wählen den Ministerpräsidenten. Wenn Monti sagt, er steht auch nach der Wahl zur Verfügung oder möchte regieren, dann immer unter der Prämisse, dass er von diesem Parlament auch gewählt wird. Wenn diese das nicht tun sollten (was ich nicht hoffe!) dann kann Monti machen was er will. Aber ich hoffe natürlich, dass er weiter bleibt und es schafft zumindest ein wenig den Filz der letzten 60 Jahre zu entfernen.
Italien ist ein schönes Beispiel was passiert, wenn man in einem reinem Mehrheitswahlrecht, was immer auf 2 Parteien rausläuft, einfach beide Parteien korrumpiert oder kauft.
Ich wünsche dem schönen Italien und seinen liebenswerten Menschen, dass irgendeine ungewählte Regierung unpolitisch vor sich hinarbeiten darf, bis der politische Sumpf ausgetrocknet ist. Und zwar restlos. Was da gewuchert ist, ist allein durch seine Existenz eine Bedrohung für Italien und die EU.