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Italiens Nationalteam vor der EM: O Dio mio

REUTERSEine Woche vor der EM versinkt Italiens Fußball im Chaos, Nationalspieler müssen sich des Betrugsvorwurfs erwehren. Jetzt gerät auch Leitfigur und Kapitän Gianluigi Buffon ins Visier der Ermittler. Schon einmal waren die Azzurri in ähnlicher Lage - und wurden anschließend Weltmeister.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...836592,00.html
  1. #1

    Leider ist das Wetten und mafiöse Strukturen tief verwurzelt im italienischen Fußball. Nachgewiesen wurde schon, wie gut die Spieler von ganz oben geschützt wurden. Normalerweise müsste die FIFA die italienischen Ligen in Sippenhaft nehmen und härter durchgreifen, als 2006. Aber bei so einem sauberen Verein wie der FIFA (Ironie aus), wird man sich wohl aus den falschen Gründen gegen so einen Schritt entscheiden müssen.
  2. #2

    @BlakesWort

    Das gibt es hier in Deutschland auch, vielleicht in einer etwas anderen Form. Oder sind sie so naiv zu glauben, das der Skandal vor einigen Jahren hier ein Einzelfall war ?

    Mir tut es leid um Prandelli, der in den letzten Jahren wieder ein Topteam zusammengestellt hat. Doch Chancen für die Italiener sehe ich bei der EM nicht. 2006 waren es "alte Hasen" die mit so einem Skandal besser umgehen können als so mancher Jungprofi.
  3. #3

    Nicht nur in Italien

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Leider ist das Wetten und mafiöse Strukturen tief verwurzelt im italienischen Fußball. Nachgewiesen wurde schon, wie gut die Spieler von ganz oben geschützt wurden. Normalerweise müsste die FIFA die italienischen Ligen in Sippenhaft nehmen und härter durchgreifen, als 2006. Aber bei so einem sauberen Verein wie der FIFA (Ironie aus), wird man sich wohl aus den falschen Gründen gegen so einen Schritt entscheiden müssen.
    Die Wettmafia versucht es in vielen Ländern und nicht nur in Italien, auch bei uns sitzen sie schon zu tief drinnen im Geschäft.
    Es kommt nur auf die Aufdeckung an, aber möchte man das immer so genau wissen?
    HR
  4. #4

    nur im italienischen Fußball?

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Leider ist das Wetten und mafiöse Strukturen tief verwurzelt im italienischen Fußball.
    Fußball ist ein Spiel, bei dem gewettet wird. Immer wenn gewettet wird, gibt es kriminelle Elemente, die ihr Schäflein betrügerisch ins Trockene bringen wollen. Die gesamte FIFA an ihrem Schweizer Stammsitz fällt in diese Kategorie. Warum sollen die Vereine -und beileibe nicht nur die in Italien- das nicht ausnutzen, denn jeder ist korrumpierbar.
    Es herrschen dieselben Strukturen wie auf den halbseidenen Finanzmärkten, wo mir anderer Leute Geld gezockt wird.

    Trotzdem ist und bleibt Fußball ein schönes Spiel und es ist letztlich egal, wer aus welchen Gründen gewinnt.
  5. #5

    Italiens Fußball ist ohnehin nur noch zweitklassig.

    Italien war bis Anfang der 90er-Jahre mal das Maß aller Dinge in Sachen Fußball.

    Mittlerweile werden mit Italiens Fußball nur noch Korruption, Gewalt, Manipulation, Rassismus und unterdurchschnittlicher, seelenloser Fußball in leeren grauen Betonschüsseln in Verbindung gebracht.

    Gute Fußballer spielen mittlerweile in Spanien, Deutschland und England. Italien ist vom Anspruch her mittlerweile eine Alpenliga geworden, die sich nahtlos in die derer in der Schweiz und Österreich einreiht.

    Es ist ein Fiasko, was aus Italiens Fußball geworden ist. Ganz Europa schämt sich dafür.

    Eine Nichtteilnahme der Italiener an der EM wäre daher wohl kein großer Verlust, sondern nach derzeitigem Stand der Dinge eher ein Segen.
  6. #6

    Ich finde es immer wieder überraschend, wie sich die deutsche Presse immer wieder über den italienischen Fussball aüßert, vor allem wenn es um Skandale geht wie in diesem Fall. Es schockiert mich quasi, wenn ein seriöses Nachrichtenmagazin wie der Spiegel einfach eine Collage erstellt und alles in einen Topf wirft und dann ein schönes Gesamtbild zusammenstellt. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange, sogar in Italien weiss man noch nichts genaueres. Ich verstehe zwar, dass Buffon ein wichtiger Name ist, ihn aber deshalb einfach so in diesen Spekulationstopf hineinzuwerfen finde ich für völlig unangemessen. In Italien verhält sich die Presse ähnlich wenn nicht schlimmer. Wie wäre es denn einfach damit Ermittlungsergebnisse abzuwarten, anstatt das Image einer Person zu zerrütteln? Warten wir doch ab! Übrigens hatte der Selbstmordversuch von Gianluca Pessotto (ehem. Juvespieler), der nicht als Manager zuständig war sondern als interner Berater, nichts mit dem Manipulationsskandal von 2006 zu tun. Pessotto litt an Depressionen und hing in keinster Weise damit zusammen.
  7. #7

    Nomen est omen etc.

    Die haben doch alle einen Schatten da.

    Wenn Buffon tatsächlich seine (unsere?) Millionen Euro an Einkommen
    aufstocken wollte, und zwar mit fragwürdigen bis manipulierten Wetten, dann gehört er in nicht ins Zwielicht einer scheinheiligen Fair-Play-Mafia, sondern, nach seiner Karriere als Torwart, an die Spitze eines weltweit agierenden Konzerns - sagen wir Fiat, vielleicht ginge auch die FIFA.

    Wie wir alle schon aus der Oper Rigoletto wissen, ist der Torwart ohnehin ein Narr. Überhaupt hat der italienische Fussball immer schon eine gewisse komische wie tragische Qualität gehabt.
    Dummerweise leben die da in einem Land, welches von der Sonne verwöhnt ist, welches Goethe schon gut fand - welches die ewigen (Fussball-) Götter mit einem Lächeln nur bestrafen.

    Wir hauen die natürlich wech, auch auffem Platz.

    Summa summarum: Bagatelle
  8. #8

    Hallo.....wo leben Sie denn?

    2006 wurde die "Alpenmannschaft" Weltmeister.
    Ob nun verdient oder unverdient, petze oder nicht.

    2000 waren die Italiener bis zur 90 Minute Europameister, dann kam Sylvain Wiltord und der Rest ist Geschichte ..... :(

    Zu den Punkten: Stadien, soziale Kompetenz usw. volle Zustimmung, jedoch nicht in der Qualität des Fußballs. Die Seria A gehört immer noch zu den Top 5 ( siehe 5 Jahres Wertung der UEFA ) in Europa und ist somit keine Alpenliga.

    Grüße Primaxx
  9. #9

    Zitat von frank_w._abagnale Beitrag anzeigen
    Italien war bis Anfang der 90er-Jahre mal das Maß aller Dinge in Sachen Fußball.

    Mittlerweile werden mit Italiens Fußball nur noch Korruption, Gewalt, Manipulation, Rassismus und unterdurchschnittlicher, seelenloser Fußball in leeren grauen Betonschüsseln in Verbindung gebracht.

    Gute Fußballer spielen mittlerweile in Spanien, Deutschland und England. Italien ist vom Anspruch her mittlerweile eine Alpenliga geworden, die sich nahtlos in die derer in der Schweiz und Österreich einreiht.

    Es ist ein Fiasko, was aus Italiens Fußball geworden ist. Ganz Europa schämt sich dafür.

    Eine Nichtteilnahme der Italiener an der EM wäre daher wohl kein großer Verlust, sondern nach derzeitigem Stand der Dinge eher ein Segen.
    Ich bin einverstanden wenn du sagst, dass Italiens Serie A nicht mehr den Appeal von damals hat, ihn aber so zu beschreiben wie du das gemacht hast, scheint mir ein bisschen zu übertrieben. Stadien sind alt (Schuld der Politik), hier und da Gewaltausschreitungen, Rassimus-Probleme mit einigen Ultras stimmt. Erfolge hat der italienische Fussball abertrotzdem erzielt. 03/04 italienisches CL-Finale, 2006 Weltmeister, 2007Ac Mailand CL-Gewinner, 2010 Inter CL-Gewinner und in den Jahren dazwischen immer wieder Halbfinaleinzüge. Vom deutschen Fussball findet man eher keine Spur...weder von Vereinen, noch von der Nationalmannschaft. Und wo Spielen die ganz großen in der BL bitte? Außer Ribery und Robben gibt es keine Außnahmespieler in der BL. Da spielen in der Serie A einige mehr davon. Nicht zu vergleichen mit der englischen oder spanischen Liga, dort sind aber auch Öl-Scheichs die ihren Geldbeutel öffnen. Zudem ist der Steuersatz in Italien viel zu hoch um solche Summen zu zahlen








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