Forum


 

Italiens Ministerpräsident Monti: "Dann fährt der Euro zur Hölle"

DPAAngela Merkel zeigt sich stur, die Kanzlerin stemmt sich vehement gegen eine europäische Schuldenunion. Doch ihre Gegner drängen: Italiens Regierungschef Mario Monti warnt gar vor einem Crash des Euro, falls der Brüsseler Gipfel scheitern sollte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...841375,00.html
  1. #10

    Und Tschüss ...

    Da hat Herr Monti ja schon viel getan. Ohne Geld in die Hand nehmen zu müssen hat er ein paar überfällige Reformen angeschoben. Damit ist nun natürlich schnellstens D an der Reihe für ihn zu zahlen. In Anbetracht des Reichtums der Italiener sollte man meinen, zunächst mal im eigenen Land nach Einnahmequellen zu suchen. Herr Monti, dann fährt der Euro halt zur Hölle. Es geht doch ohnehin nur noch um den Zeitpunkt.
  2. #11

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel zeigt sich stur, die Kanzlerin stemmt sich vehement gegen eine europäische Schuldenunion. Doch ihre Gegner drängen: Italiens Regierungschef Mario Monti warnt gar vor einem Crash des Euro, falls der Brüsseler Gipfel scheitern sollte.

    Gipfel zur Euro-Krise: Italiens Monti warnt vor Katastrophe - SPIEGEL ONLINE
    Es geht nur noch um lebensverlängernde Massnahmen bei der EUR-Rettung. Wie im richtigen Leben kosten selbige natürlich Geld.
    Die endgültige Heilung ist unmöglich.

    Da eine Mehrheit der Deutschen EU und EUR beibehalten will bis zum Untergang ist die Versenkung der Guthaben dieser Leute nur konsequent.
    Schlussendlich haben die Deutschen ihre Politiker gewählt.
  3. #12

    Egal aus welchen Gründen sich eine private Bank verzockt...

    das sie staatlicherseits unterstützt wird ist nicht hinzunehmen.
    Hier sind die Inhaber, die Anteilseigner, der Vorstand der Bank in der Verantwortung, sie haben die Suppe der Raffgier selbst auszulöffeln.

    Der Staat der für das Gemeinwesen Geld benötigt holt sich das über eine entsprechende Besteuerung der vermögenden Bewohner des Gemeinwesens wieder und finanziert damit seine Obliegenheiten. Die zur Zeit bestehenden "Schulden" eines Staates sind als noch nicht abgeführte Steuern der vermögenden Bewohner, oder der ausländischen "Investoren" zu sehen und erlöschen. Der "Investor" hat sich eben verspekuliert.

    Das bringt das System wieder auf die Füße der Realität.

    Wer behauptet darunter litte der Normale Arbeitnehmer, der "kleine" BürgerLügt bewusst, es wird auf diese Weise sinnvoll von oben nach unten verteilt. Die Schere wird ein Stück geschlossen. Auf die Leistungsfähigkeit der produzierenden Realwirtschaft hat dieses keinen Einfluß, allenfalls den privaten Versicherern, den Beratern geht es zu Recht an den Kragen.
  4. #13

    Ohh... Signore Monti....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Dann fährt der Euro zur Hölle"
    Nixe Kreditkarte von Deutsche Land......schon ist ihm der Euro egal.

    Danke Herr Monti, da sieht man mal wieder wo die europäische Partnerschaft wirklich steht. Nämlich nur auf dem Papier und das ist bekanntlich geduldig.
    Wird es schwierig oder gar eng, wird alles in Frage gestellt. Den einfachen Weg gibt es nicht mehr und das gilt nicht nur für Italien.
  5. #14

    Zwischen der Hoelle und dem tiefen Meer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel zeigt sich stur, die Kanzlerin stemmt sich vehement gegen eine europäische Schuldenunion. Doch ihre Gegner drängen: Italiens Regierungschef Mario Monti warnt gar vor einem Crash des Euro, falls der Brüsseler Gipfel scheitern sollte.

    Gipfel zur Euro-Krise: Italiens Monti warnt vor Katastrophe - SPIEGEL ONLINE
    Der Euro geht dahin wo er hingehen muss, und die Dolce Vita Staaten schickten ihn dahin.

    Eurobonds werden so von den Schulden der Suedstaaten ueberlastet dass ohnehin nur eine miese Kreditrating herauskommen kann und
    mit zusaetzlichen Zinsen von 2 oder 3% liegt der deutsche Fiskus ebenso am Boden wie heute die Suedlaender.
    Egal wie - der Euro schleicht sich in Richtung der Stunde Null.
    Armer Euro.
  6. #15

    optional

    Man sollte hier den Zerfall des Euro-Raums nicht immer mit dem Zerfall der EU gleichsetzen.
  7. #16

    Vielleicht müssten ja

    Vielleicht müssten ja die unzähligen italienischen Yachtbesitzer -zu besichtigen z. B. in Viareggio- mal ran, 10% ihres Vermögens würden schon reichen und tut denen überhaupt nicht weh.

    Warum wird zuerst von der deutschen/finnischen/niederländischen ALDI-Kassiererin Solidarität verlangt.

    Wo, so fragt sich der Zuschauer am Rande, sind hier die Maßstäbe?
  8. #17

    Mitgliedschaft eu

    Für mich klingen 51% nach einem Fake!
  9. #18

    Erhebliche Differenzen über eine Geld- und Währungspolitik!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel zeigt sich stur, die Kanzlerin stemmt sich vehement gegen eine europäische Schuldenunion. Doch ihre Gegner drängen: Italiens Regierungschef Mario Monti warnt gar vor einem Crash des Euro, falls der Brüsseler Gipfel scheitern sollte.

    Gipfel zur Euro-Krise: Italiens Monti warnt vor Katastrophe - SPIEGEL ONLINE
    Gerade in dieser aktuellen Eurokrise zeigen sich die völlig verschiedenen Auffassungen über die Ausrichtung einer stabilitätsorientierten Geld- und Währungspolitik. Die einzelnen Problem- und Aufgabenstellungen innerhalb der jeweiligen Eurovolkswirtschaften sind verschieden, es sind völlig verschiedene Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten vorhanden, verschiedene Konjunkturzyklen, Banken müssen rekapitalisiert werden, die Basel III Kriterien für Banken sind zu erfüllen, eine Haushaltssanierung muss ebenfalls geleistet werden bei gleichzeitigem Defizitabbau.

    Die EZB hat bisher mit ihren zahlreichen Instrumentarien, häufig satzungswidrig, erhebliche Hilfsstellungen gegeben. Hinzu kommen die Fonds EFSF und ESM. Selbst ein gemeinsamer Fiskalpakt, ein möglicher Schuldentilgungsfonds, mögliche Eurobonds und sogar eine gemeinsame Bankenunion können diese ökonomischen Ungleichgewichte, die verschiedenen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten nicht mehr ausgleichen. Weder die weitere Vergemeinschaftlichung, die schon bisher weit fortgeschritten ist, noch die Monetarisierung durch die EZB oder die Sozialisierung (Inflation) können eine tragfähige und nachhaltige Lösung bringen.

    Diese Währungszone ist an einem Entscheidungspunkt gelangt, an dem klare Entschlüsse gefragt sind. Diese Währungsunion in dieser heutigen Form ist jedoch so nicht mehr existenz- und überlebensfähig. Das ist eine Tatsache, an der sich auch die verantwortlichen Politiker orientieren müssen.

    Die ökonomische Belastbarkeit von Deutschland ist heute schon weit überschritten, weitere Haftungsgarantieübernahmen können aus stabilitätspolitischen und auch aus innerpolitischen Gründen nicht mehr geleistet werden. Die binnenwirtschaftliche Bilanz der Euroeinführung aus deutscher Sicht kann man als katastrophal bezeichnen.

    (fehlende Aufwertungsgewinne als fehlende volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende, siehe Entwicklung der nationalen Leistungsbilanzsalden seit der Euroeinführung, keine Auf- und Abwertungen, Kapitalexport, Entwicklung der Nettoinvestitionsquote in Deutschland, dadurch zahlreichen Euroreformanpassungen à la Agenda 2010, H 4, Gesundheits- und Rentenreformen, Steuer- und Abgabenerhöhungen, Schuldenbremse etc.).
  10. #19

    Umfragen: Ist man bereit zu Opfern, ja sogar sozialen Einschnitte?

    Den Atomausstieg will ja auch jeder - so lange er nichts kostet. Doch was ist wenn die Stromrechnung steigt?
    Genauso ist es mit den Eurobonds. Die will auch jeder, einfach toll diese gemeinsamen Schulden. Doch was ist wenn dafür irgendwo gespart werden muss?
    Wie sehen die Umfragen dann aus?


TOP



TOP