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Italiens Jugend unter Druck: Schluss mit Hotel Mamma
Italiens Jugendliche müssen flexibler werden -*dafür bekommen sie fast täglich*Ratschläge von der Regierung: Sie sollen zu Hause ausziehen,*in andere Städte gehen und nicht länger von festen Stellen träumen.*Bei der von Massenarbeitslosigkeit geplagten Generation kommt das*gar nicht gut an.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...813855,00.html
- #30 08.02.2012 09:27 von
und der Job bei der FDP oder CDU ist auch nicht mehr sicher
Früher gingen solche Typen dann gern zur Jungen Union oder den Jungdemokraten, aber heute scheint dieser Weg in lebenslanges faulenzen als Politiker fernab jeder Realität irgendwie verschlossen zu sein.
Übrigens, die Basiskommunisten aus meiner Studienzeit haben es noch irgendwie alle in die Politik geschafft, nein nicht als Kommunisten natürlich - aber ein warmes Plätzchen bei den Grünen gabs für sie noch. - #31 08.02.2012 09:28 von
Immer kräftig druff
Kleiner Einwurf am Rande.
Nun - ich mache nicht Italiener oder Griechen für den Murks mit der "Euro-Rettung" verantwortlich, sondern unsere eigenen Entscheidungsträger. Und ich würde GERN in den Steuerstreik gehen - mit der simplen Begründung, meine gezahlten Steuern kommen ja nicht der Infrastruktur, der Polizei, Feuerwehr und der Bildung zugute, sondern werden in immer neuen "Rettungspaketen" verbrannt.
Die Korruption in Italien & Griechenland fängt nicht beim Kleinen Wurschterl an, sondern sitzt ganz oben im Kopf und auch im Staatsapparat. Wenn da nur einer ein Formular nach Fakelaki- o.ä. Gefälligkeiten bearbeitet, dann ist das halt Korruption und keine "südländische Eigenart", wie das ja gern romantisch verklärt wird.
Gegen SOLCHE Praktiken müssen sich Italiener wie Griechen erheben. Gegen die breite Korruption. Sie müssten die Schmarotzer zum Teufel schicken, die Millionen durch dubiose Geschäfte machen, aber nicht einen einzigen Cent Steuern zahlen. Das sind keine Kavaliersdelikte mehr, das ist gnadenloser Verrat an Volk und Volkswirtschaft. Und dagegen sollten die Griechen vorgehen. Teeren und Federn!
Im Prinzip knüppeln Merkel & Sarkozy auf den falschen Busch. Und deswegen triffts die Allerärmsten und die Jugend (die man getrost bis 30 ausweiten kann). - #32 08.02.2012 09:29 von
Meinen Sie nicht, die "Erwachsenen" müssen sich vielmehr besinnen, dass die Jugend die Zukunft darstellt und dafür sorgen, dass die Jugend auch mit Zuversicht in diese Zukunft schauen kann?
Wie aber soll diese Zukunft aussehen, bei Jugendarbeitslosigkeitsquoten von 25% und mehr? Italien z.B. 28%, Spanien sogar 45%. - #33 08.02.2012 09:31 von
Mobilität macht vor allem dann Sinn, wenn es die Stelle die man haben will nur anderswo gibt. Wie gesagt, wenn die Stadt oder den Staat zu wechseln nicht so Ihr Ding ist ist das Ihre Sache, das muss aber nicht für jeden gelten.
Können Sie "ständig" definieren? Und bislang ist es mir nie in den Sinn gekommen, meinen Freundeskreis wegen eines Umzugs aufzugeben.
Tut sie. Dabei kommt aber bestenfalls eine bessere Alimentierung des Hotel Mama heraus, finanziert durch Weichgeld, und eine weniger ätzende Rhetorik der Regierung. Eine erfolgreiche Planwirtschaft, in der die Traumstelle zu einem ziehen muss, wird auch bei allen Protesten niemand einrichten können. - #34 08.02.2012 09:33 von
Wäre...
... ja auch kein Problem, wenn es ausreichend gut bezahlte und flexible Stellen geben würde. Wenn jemand z.B. 100 Kilometer umziehen, um eine 6 Monats- oder auch Jahresstelle anzutreten, wäre es ok, wenn er ersten ausreichend bezahlt wird und zweitens sicher sein kann, nach Ablauf in der Gegend auch wieder so etwas zu finden. Aber jemanden zu entwurzeln um ihm dann zu sagen, auch hier hast du keine Zukunft, ist schlichtweg unwürdig.
- #35 08.02.2012 09:34 von
Träumerei
Diese "paradisischen" Zustände haben unsere Großeltern und Urgroßeltern und deren Eltern aber auch erst hart erkämpfen müssen. Ich jedenfalls will weder zum 14-Stunden Arbeitstag / zur Sechstage-Arbeitswoche zurückkehren, bei welcher der Sonntag nur aus dem einen Grund arbeitsfrei ist, damit man in der Kirche sitzen kann.
Nur weil anderswo unmenschliche Ausbeutung en vogue ist, sollte das nicht zum Standard für die Industrienationen erklärt werden. Hier sollten die Menschen eher aufstehen und für die teuer (und oft auch blutig) erkämpften Rechte und Privilegien einstehen statt sie leichtfertig wegzugeben.
Oder anders ausgedrückt: wenn ich statt 40h in Zukunft 60h arbeiten soll, dann will ich auch 50% mehr Netto, 40 statt 30 Tage Urlaub im Jahr sowie bezahlte Anfahrtswege.
Mehr Pflichten sollten IMMER auch mit mehr Rechten einhergehen. Im Moment geben wir Arbeitnehmer ein Recht nach dem anderen auf, ohne IRGENDWAS zu gewinnen - außer mehr Pflichten.
Mag ja Träumerei sein. Aber Träumerei, für die ich auf die Straße gehe. - #36 08.02.2012 09:36 von
- #37 08.02.2012 09:39 von
Vielleicht helfen ja Legehennenbaterien und Massenmenschhaltung
-verbunden mit einem innerstädtischem Sklavenmarkt um die Wirtschaft noch ein wenig einfacher zu machen.
Und Westerwelle muß dann nach Italien. Er ist doch der Anhänger dieser spätrömischen Dekadenz. - #38 08.02.2012 09:40 von
Genau
seit ich den grössten Teil meiner Arbeit zuhause am PC erledige, spare ich erhebliche Kosten für Transport, Verpflegung, usw.
Wieso reden Politiker wie Monti und seine verlogenen Ministerinnen - die ohnehin sämtliche ihr Schäfchen im Trockenen haben - einzig vom Unwillen potentieller Arbeitnehmer, in eine andere Stadt zu ziehen und nicht davon, dass heutzutage sehr viel Arbeit ortsunabhängig am PC erledigt werden kann? Wo sind die Unternehmer und Politiker die solche Arbeitsplätze schaffen und anbieten?
Anscheinend bevorzugen es Monti und die Seinen, den jungen Bürgern wie unartigen Kindern Vorhaltungen zu machen nicht nur wegen mangelnder Mobilität, sondern auch wegen dem menschlich verständlichen Bedürfnis nach Sicherheit und dem Unwillen, als manipulierbare, devote Arbeitsbiene ein einsames, sinnloses und karges Leben ohne Familie und Freunde (ausser den Pseudofreunden bei Facebook) zu führen-
Es ist ein Kreuz mit dem Menschen und seiner Seele: Sie passen einfach nicht in die moderne Arbeitswelt...und mittlerweile veröffentlicht der SPIEGEL bereits den dritten Titel über die geschundene Seele des modernen Menschen. - #39 08.02.2012 09:40 von
Jetzt nehmen sie die Haßbrille mal wieder ab. Im Artikel selbst wurde lediglich berichtet, dass die ital. Regierung auf den Jugendlichen herumhackt. Es wurde die Zahl von über 60% ITA, 40%DE, 30%FRA genannt, aber nicht bewertet.
Die Kommentatoren haben allesamt Verständnis für die Situation der Jugendlichen gezeigt, einer hat ironisch zum Familengründungsverzicht aufgerufen und einer hat (wie ich finde berechtigt) angemerkt, dass jemand der 10 Jahre+ brauch um sein Studium abzuschließen nicht für ein Studium geeignet scheint.
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