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Italienischer Fußball: Stürmer erhält Stadionverbot für ein T-Shirt

Es sollte eine "Geste des Trostes" sein, für einen Amateur-Fußballer in Italien hat sie jedoch fatale Folgen. Der Stürmer hatte nach einem Tor ein T-Shirt übergezogen, um die Familie eines wegen Totschlags verurteilten Ultras zu unterstützen. Dafür darf der Spieler nun drei Jahre lang kein Fußball spielen.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-868365.html
  1. #1

    falsche Solidarität

    Der Ausschluß und das Stadtionverbot sind vollkommen richtig. Umstrittener Tathergang und gerade mal 17, aber das Speziale maßgeblich am Tötungsdelikt beteiligt war, daran besteht wohl kein Zweifel. Wie kann man da nur seine Solidarität ausdrücken. Die Witwe hat vollkommen recht.
  2. #2

    Passt... Fast

    Lebenslange Sperre wäre angemessener gewesen.
  3. #3

    Dr.

    Zitat von Stelzi Beitrag anzeigen
    Lebenslange Sperre wäre angemessener gewesen.
    Glaub mir, 3 Jahre Berufsverbot = lebenslange Sperre für den Profibereich. Das Fußball spielen an sich wird man ihm schlecht verbieten können, aber dass er nun perspektivisch sich nicht durch Fußball ernähren kann, bedeutet maximal Hobbyfußball.
  4. #4

    Profibereich?

    Der Mann ist 24 und spielt 5. Liga (in Deutschland Oberliga). Auch in Italien ist das wohl kaum Profifussball. Von "perspektivisch von Fussball ernähren" kann da wohl keine Rede sein.
    Aber mindestens 3 Jahre seinem Hobby nicht nachgehen können ist trotzdem schlimm genug. Und ob ihn danach ein Verein aufnimmt ist ja auch nicht gesagt.
    Das ganze hat er sich allerdings selbst eingebrockt!
  5. #5

    Für die Sache mit dem T-Shirt verdient er sechs Monate - dasselbe was einer verdienen sollte, der das Trikot nach einem Tor auszieht: mich langweilt das ganze nur noch. Für seine Meinungsäusserung verdient er den selben Respekt wie jeder, der seine Meinung äussert. Ob "Jesus hat mich lieb"" oder die Botschaft des Spielers oben mehr oder weniger blöd ist, das habe ich nicht zu beurteilen. Die dre Jahre Sperre sind auf jeden Fall beschreibend für die zunehmende Auflösung des Konzepts vom liberalen Rechtsstaat.
  6. #6

    Nachdenken und überprüfen bevor man veröffentlicht...

    Ich meine in einigen italienischen zeitungen und berichten gesehen bzw. gelesen zu haben, dass da wohl einiges nicht so ganz klar war und man nur ein Opfer gesucht hat, um Gerechtigkeit walten zu lassen. U.a. soll die Leiche des leider verstorbenen Polizisten andere Verletzungen aufweisen, als für die Tötung durch Teile eines Waschbeckens typisch sind. Es hieß teilweise auch er soll von einem Kollegen überfahren worden sein.
    Aus diesem Grund bitte ich hier einige Kommentatoren, sich erstmal in das Thema einzulesen bevor sie vorschnelle Schlüsse ziehen.
  7. #7

    Sollte es

    bei uns auch geben. Der Düsseldorfspieler mit Pyro, Spieler die sich rassistisch äussern, etc.
    Würde vieles verbessern
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es sollte eine "Geste des Trostes" sein, für einen Amateur-Fußballer in Italien hat sie jedoch fatale Folgen. Der Stürmer hatte nach einem Tor ein T-Shirt übergezogen, um die Familie eines wegen Totschlags verurteilten Ultras zu unterstützen. Dafür darf der Spieler nun drei Jahre lang kein Fußball spielen.

    Italien: Stürmer erhält Stadionverbot für ein T-Shirt - SPIEGEL ONLINE
    so moralisch verwerflich die solidaritätsbekundung für einen vermeintlich schuldigen totschlägers sein mag - so wenig kann ich das stadionverbot verstehen. sein verein kann und muss sich von dem spieler distanzieren, aber ein dreijähriges stadionverbot dafür auszusprechen ist eine farce, da die solidäritätsbekundung doch an sich keine straftat darstellt (und das v.a. bei einem umstrittenen urteil).

    erinnert mich stark an deutschland wo auch stadiumverbote nach belieben ausgesprochen werden.
  9. #9

    Zitat von Bee1976 Beitrag anzeigen
    bei uns auch geben. Der Düsseldorfspieler mit Pyro, Spieler die sich rassistisch äussern, etc.
    Würde vieles verbessern
    Das würde es ganz sicher!

    Äh - was denn zum Beispiel?

    Zum Thema: mal abgesehen davon, dass das Stadion kein Raum für politische oder sonstige Demonstrationen der Spieler sein sollte, und dass ich inhaltlich nicht weiß, ob Zweifel an der Schuld des Delinquenten begründet sind, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, was hier geurteilt wurde.

    Wenn hier sogar eine lebenslange Strafe gefordert wird - tja, immer schön, wenn die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt...
    es wurde ein T-Shirt gezeigt! Mit einer Botschaft, die vielleicht zweifelhaft, nicht aber strafbewehrt ist. Für mich klingt das nach 1-2 Spielen Sperre. Aber 3 Jahre? Wenn ich meinem Gegenspieler das Bein durchtrete bekomme ich (wenn der Schiri es sieht) max. 4-6 Spiele.
    Ok, muss ich nicht verstehen.


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